Angelina Jolie und die Folgen
„Eine barbarische Operation“

„Ich kann Angelinas Angst gut verstehen, auch mir haben sie eine Brust amputiert.“ Über ihren Umgang mit dem Thema Brustkrebs und ihr Leben nach der Operation berichtet die New Yorker Künstlerin Matuschka.
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New YorkDie Debatte um die Brust-Amputation von Schauspielerin Angelina Jolie hat bei der New Yorker Künstlerin Matuschka Erinnerungen an ihre eigene Operation vor mehr als 20 Jahren wachgerufen. „Brustkrebs hat mein Leben und meine Kunst dominiert“, so die Künstlerin in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt. „Wenn man die Veranlagung hat und tatsächlich Krebs bekommt, kann man immer noch überleben und ein erfolgreiches Leben führen. Ich bin ein Beweis dafür.“

Vor 22 Jahren wurde der damals 37-Jährigen eine Brust entfernt. Als sie die Bilder des Eingriffs, den sie hatte filmen lassen, zum ersten Mal sah, war ihre spontane Reaktion: „Das ist eine barbarische Operation.“ Und doch machte sie diese Operation öffentlich: Im „New York Times Magazine“ erschien ein Bild von ihr im eleganten Kleid, das nur eine Brust – die gesunde – bedeckte.

„Meine Mutter war an Brustkrebs gestorben“, berichtet Matuschka. „In den 20 Jahren zwischen ihrem Tod und meiner tödlichen Diagnose hatte sich in der Medizin nicht viel getan. Viele Frauen waren deshalb genauso frustriert, verärgert und enttäuscht wie ich. Also haben wir unserem Ärger Luft gemacht. Wir haben geschrieben, demonstriert, unser Anliegen nach Washington gebracht und am Ende, endlich, wurden wir angehört.“

Das habe zu vielen Fortschritten geführt. Frauen wie Angelina Jolie hätten heute eine andere Wahl als früher. Doch zugleich hätten Medizinbranche und Schönheitsindustrie den Angstfaktor so weit nach oben getrieben, dass es schon fast zerstörerisch ist. „Ich habe ein Problem mit dem Finanziellen, mit Versicherungskonzernen und mit dem Wahn, zu viele Dinge einfach wegzuoperieren“, erläutert die Künstlerin.

Die Entscheidung von Angelina Jolie könne sie trotzdem gut verstehen: „Es gibt kein richtig oder falsch. Wenn ihre Mutter den Kampf mit dem Brustkrebs überlebt hätte, hätte sie sich vielleicht anders entschieden. Man darf die Angst nicht unterschätzen, die man hat, wenn man seiner eigenen Mutter beim Sterben zusehen musste.“

Kommentare zu " Angelina Jolie und die Folgen: „Eine barbarische Operation“"

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  • Hat diese Art der Selbstverstümmelung vielleicht weniger mit ihrer Sorge um die Kinder und der Angst vor dem Krebs zu tun als mit ihrem Borderline-bedingten Hang zur Selbstverletzung ? Denn wenn sie wirklich solche Sorgen hat, ihre Kinder allein zurück zu lassen, warum reist sie dann immer wieder in Krisengebiete? Und lässt ihren Kindern einen Brief zurück für den Fall dass sie nicht wiederkommt .... da hat die Sorge um die Kinder also nicht die Priorität. Dabei könnte sie der Sache auch sehr gut von zu Hause aus dienen, durch Interviews, Charity Events etc.
    Und zum Thema Krebs: wer so ungesund lebt und isst wie sie kann nicht wirklich Angst vor dem Krebs haben. Denn es ist allgemein bekannt, dass die Lebensweise einen gewichtigeren Einfluss hat als die Gene. Warum dann nicht auf gesunde Ernährung achten, Sport, streßfreies Leben, usw ? Ihre Erklärungen für ihren brutalen Schnitt (im wahrsten Sinn des Wortes) lesen sich schön und schmalzig - ich nehme sie ihr nur nicht ab.

  • Sich aus Angst vor Krebs etwas abzuschneiden... das kann man sicherlicher steigern, in dem man sich aus Angst vor Krankheiten und anderen Unbill gleich selbst umbringt.

    Mal sehen welcher Promi auch diesen Schritt noch gehen wird, um seine sinkenden Karrierewerte aufzuhellen. Schon traurig, dass die hiesige Presse diesen vollkommen sinnlosen Akt der Selbstverstümmelung aus einzig und allein einem Grund: -Angst- so abfeiert.

    PS: Mein Mitgefühl gilt übrigens allen, die diese Krankheit wirklich (real - nicht gefühlt!) haben und täglich mit ihr leben müssen. Jede Entscheidung, die diese Betroffenen treffen hat meine Hochachtung.

  • GAGAGA!!!!!

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