Banker-Vergütung
Kongruenz belebt die Konkurrenz

Das Thema Bezahlung von Bankern findet zum Leidwesen der Institute gern in der Aufreger-Ecke statt. Für die Kreditwirtschaft geht es vielmehr um die Frage, ob man den richtigen Mitarbeitern das richtige Gehalt zahlt.
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Als eine Ursache der Finanzkrise sind unter anderem die unangemessenen Entlohnungssysteme der Banken identifiziert worden. Internationale wie nationale Regelsetzer haben deswegen mittlerweile nach- und gegengesteuert. In Deutschland kommt hier der Institutsvergütungsverordnung (InstitutsVergV) eine besondere Bedeutung zu. Diese Verordnung schließt ein dreistufiges Maßnahmenpaket der Bundesregierung ab, mit dem die internationalen Anforderungen an Vergütungssysteme von Banken und Versicherungen – insbesondere die Prinzipien solider Vergütungspraktiken und die darauf aufbauenden Standards des Financial Stability Boards – umgesetzt wurden.

Die nun im Internet abrufbaren Vergütungsberichte der Banken enthalten neben einer Beschreibung der Vergütungssystematik auch die Durchschnittsgehälter pro Geschäftsbereich und deren Aufteilung in fixe und variable Bestandteile. Ziel der Maßnahmen ist es, eine Vergütungsstruktur zu fördern, die sich an der Unternehmensstrategie ausrichtet und Anreizen für das Eingehen unverhältnismäßig hoher Risiken entgegenwirkt.

Mit Strategie sind hier insbesondere eine nachhaltige Geschäftsstrategie und die dazu konsistente Risikostrategie im Sinne der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) gemeint. Die Ausgestaltung der Vergütungssysteme ist damit faktisch ein Instrument der Unternehmenssteuerung. 

Hierbei sind die einzelnen Banken sicherlich nur begrenzt vergleichbar. Unterscheiden sich diese doch zum Teil deutlich in ihrem Geschäftsmodell. Außerdem ist die Zuordnung einer Personengruppe zu einem Geschäftsbereich bankenindividuell geregelt und insbesondere der Prozentsatz von einbezogenen Backoffice-Mitarbeitern wird die durchschnittlichen Vergütungszahlen beeinflussen.

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