„Das Wort zur Wahl“ (Teil 5)
„Verkauft Euer Volk nicht für dumm“

Was muss sich in Deutschland ändern? Wie wichtig wird die Wahl und welche Wünsche gibt es an Regierung und Volk? Das wollten wir von Prominenten wissen. Heute hat „Mr. Dax“ Dirk Müller das „Wort zur Wahl“.
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Ich wünsche mir Politiker mit einem offenen Geist. Das Unwort des Jahres ist für mich „alternativlos“. In einer kritischen Situation, für die es keine vergleichbaren Erfahrungswerte gibt, ist es zwingend notwendig jede nur mögliche Alternative zu durchdenken, um den besten Weg zu finden.

Ist aber irgendetwas „alternativlos“, verbiete ich mir und anderen über Alternativen nachzudenken. Der Euro ist nichts weiter als ein wirtschaftliches Konstrukt. Keine Religion, keine Ideologie. Er hat Vorteile, er hat Nachteile. Wenn wir uns jedoch verbieten über dieses wirtschaftliche Konstrukt sachlich nachzudenken, Weiterentwicklungen oder Alternativen zu durchdenken und auch die Nachteile beim Namen zu nennen, werden wir keine Verbesserung der Lage erreichen können.

Zurzeit wird jeder, der sich auch nur kritisch mit dem Euro befasst ausgegrenzt und diffamiert, der Euro zur Ideologie erhoben. Dass es äußerst gefährlich ist, ökonomische Naturgesetze durch Ideologie zu überlagern zeigt der Zusammenbruch der Sowjetunion.

Ich wünsche mir von der Politik in den kommenden Jahren eine unaufgeregte, sachliche und ergebnisoffene Diskussion über wirtschaftliche Zusammenhänge und dazu gehört der Euro ebenso wie neue Wege zur Lösung der Schuldenproblematik. Es gibt reale Möglichkeiten, diese Probleme konstruktiv statt durch Vernichtung von Schulden und Geldguthaben zu lösen, man muss die Diskussion nur zulassen.

Ich wünsche mir junge Politiker, die konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit auch über alte Parteigrenzen hinweg über politische Machtspielchen stellen. Warum ist eine Idee immer schlecht, wenn sie nicht aus der eigenen Parteispitze kommt? Kommt eine Idee von der „Basis“ oder gar einer anderen Partei ist sie im heutigen Politbetrieb fast schon reflexartig zum Scheitern verurteilt. Das blockiert und verzögert unsere Problemlösungen und Entwicklungen dramatisch.

Ich wünsche mir eine Politik mit mehr Bürgerbeteiligung. Millionen Nichtwähler haben in unserer modernen Welt keine Lust mehr auf eine veraltete Politikstruktur. Die Menschen sind heute politischer als je zuvor. Aber alle vier Jahre die Stimme abgeben, damit sie ein anderer hat und der einzelne vier Jahre in Schweigen verfallen soll, passt nicht in diese moderne Welt. Bürgerentscheide oder zumindest Bürgerbefragungen und ein wesentlich attraktiveres wie effektiveres Petitionsrecht sind zwingend notwendig.

Der Bürger möchte die Möglichkeit haben, sich auch während der vier Jahre zwischen den Wahlen einmischen zu können, wenn ihn ein Thema beschäftigt. Das Internet ermöglicht hier viele Alternativen. In einer Zeit, in der Abgeordnete nach eigener Anschauung nur noch notwendige Abnicker für die autoritären Entscheidungen einer Hand voll „Spitzen“-Politiker sind, muss sich niemand über Politikverdrossenheit eines großen Teils der Bevölkerung wundern.

Das ist längst nicht mehr das, was die Menschen unter „Demokratie“ verstehen. Haltet Euer Volk nicht für dümmer als es ist. Das würde sich eines Tages böse rächen.

Seinem Arbeitsplatz auf dem Parkett der Frankfurter Wertpapierbörse direkt unter der Dax-Kurstafel hat Dirk Müller (44) seinen Spitznamen „Mister Dax“ zu verdanken. Außerdem versteht er es, Börsenthemen auch Laien verständlich zu machen. 2009 erschien sein erstes Buch „Crashkurs“, das sich mit der Finanzkrise beschäftigt. Weitere Bücher folgten. Sein Finanzinformationsportal findet sich hier.

Am Samstag gehört Eckart von Hirschhausen – Mediziner, Schriftsteller Kabarettist – unser „Wort zur Wahl“.

Kommentare zu " „Das Wort zur Wahl“ (Teil 5): „Verkauft Euer Volk nicht für dumm“"

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  • Wir müssen uns immer wieder darüber klarwerden wen wir wirklich wählen.

    Wir wählen den Bundestag! Der Bundestag ist die von den Alliierten eingesetze Verwaltung für das "Gebiet von Deutschland" so wie in den SHAEF-Gesetzen auch hinsichtlich Grenzziehung und Kompetenzen ganz genau erklärt ist.

    Wir wählen hier keine Interessenvertretung des Volkes!

    Adennauer hat es auch sehr deutlich gesagt:

    Wir haben kein Mandat des deutschen Volkes, wir haben Auftrag von den Alliierten. - Konrad Adenauer -

    Definition Grundgesetz in Creifeld’s Rechtswörterbuch 17. Auflage Verlag C.H. Beck, München 2002:

    Ein Grundgesetz ist ein besatzungsrechtliches Mittel zur Schaffung von Ruhe und Ordnung in einem durch Kriegshandlung besetzten Gebiet. Gegeben von der Siegermacht (oder den Siegermächten), für das auf Zeit eingesetzte Verwaltungsorgan (BRD).

    Da steht also garnicht von Interessen des Volkes. Das muss jedem klar sein.

  • Gestern hatte bereits Walter Eichelburg die Wahlalternativen sehr nüchtern und zutreffend analysiert.

    Dieser Analyse schließe ich mich an. Auf jeden Fall sollte man vermeiden Stimmen in bedeutungslose Parteien zu versenken oder ungültig zu machen. Beides ändert garnichts.

    Zweidrittelmehrheit für AfD und der Euro und das langjährige Aussaugen der Deutschen ist zu Ende.

  • Keine Frage,dies ist eine Schicksalswahl. Wir haben es in der Hand, denn wir sind das Volk. Meine Stimme geht auf jeden Fall an die AfD und heute Abend wird auf den Straßen getanzt werden! Schönen Sonntag!

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