„Das Wort zur Wahl“ (Teil 5)

„Verkauft Euer Volk nicht für dumm“

Was muss sich in Deutschland ändern? Wie wichtig wird die Wahl und welche Wünsche gibt es an Regierung und Volk? Das wollten wir von Prominenten wissen. Heute hat „Mr. Dax“ Dirk Müller das „Wort zur Wahl“.
  • Dirk Müller
85 Kommentare
Dirk Müller beklagt: Jeder, der sich kritisch mit dem Euro befasst, werde ausgegrenzt und diffamiert.

Dirk Müller beklagt: Jeder, der sich kritisch mit dem Euro befasst, werde ausgegrenzt und diffamiert.

Ich wünsche mir Politiker mit einem offenen Geist. Das Unwort des Jahres ist für mich „alternativlos“. In einer kritischen Situation, für die es keine vergleichbaren Erfahrungswerte gibt, ist es zwingend notwendig jede nur mögliche Alternative zu durchdenken, um den besten Weg zu finden.

Ist aber irgendetwas „alternativlos“, verbiete ich mir und anderen über Alternativen nachzudenken. Der Euro ist nichts weiter als ein wirtschaftliches Konstrukt. Keine Religion, keine Ideologie. Er hat Vorteile, er hat Nachteile. Wenn wir uns jedoch verbieten über dieses wirtschaftliche Konstrukt sachlich nachzudenken, Weiterentwicklungen oder Alternativen zu durchdenken und auch die Nachteile beim Namen zu nennen, werden wir keine Verbesserung der Lage erreichen können.

Zurzeit wird jeder, der sich auch nur kritisch mit dem Euro befasst ausgegrenzt und diffamiert, der Euro zur Ideologie erhoben. Dass es äußerst gefährlich ist, ökonomische Naturgesetze durch Ideologie zu überlagern zeigt der Zusammenbruch der Sowjetunion.

Ich wünsche mir von der Politik in den kommenden Jahren eine unaufgeregte, sachliche und ergebnisoffene Diskussion über wirtschaftliche Zusammenhänge und dazu gehört der Euro ebenso wie neue Wege zur Lösung der Schuldenproblematik. Es gibt reale Möglichkeiten, diese Probleme konstruktiv statt durch Vernichtung von Schulden und Geldguthaben zu lösen, man muss die Diskussion nur zulassen.

Ich wünsche mir junge Politiker, die konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit auch über alte Parteigrenzen hinweg über politische Machtspielchen stellen. Warum ist eine Idee immer schlecht, wenn sie nicht aus der eigenen Parteispitze kommt? Kommt eine Idee von der „Basis“ oder gar einer anderen Partei ist sie im heutigen Politbetrieb fast schon reflexartig zum Scheitern verurteilt. Das blockiert und verzögert unsere Problemlösungen und Entwicklungen dramatisch.

Ich wünsche mir eine Politik mit mehr Bürgerbeteiligung. Millionen Nichtwähler haben in unserer modernen Welt keine Lust mehr auf eine veraltete Politikstruktur. Die Menschen sind heute politischer als je zuvor. Aber alle vier Jahre die Stimme abgeben, damit sie ein anderer hat und der einzelne vier Jahre in Schweigen verfallen soll, passt nicht in diese moderne Welt. Bürgerentscheide oder zumindest Bürgerbefragungen und ein wesentlich attraktiveres wie effektiveres Petitionsrecht sind zwingend notwendig.

Der Bürger möchte die Möglichkeit haben, sich auch während der vier Jahre zwischen den Wahlen einmischen zu können, wenn ihn ein Thema beschäftigt. Das Internet ermöglicht hier viele Alternativen. In einer Zeit, in der Abgeordnete nach eigener Anschauung nur noch notwendige Abnicker für die autoritären Entscheidungen einer Hand voll „Spitzen“-Politiker sind, muss sich niemand über Politikverdrossenheit eines großen Teils der Bevölkerung wundern.

Das ist längst nicht mehr das, was die Menschen unter „Demokratie“ verstehen. Haltet Euer Volk nicht für dümmer als es ist. Das würde sich eines Tages böse rächen.

"Meine Frau macht meine Haare - im Tausch gegen Kaffee"

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Dirk Müller 2007 an seinem Arbeitsplatz. Quelle: dpa

Dirk Müller 2007 an seinem Arbeitsplatz.

(Foto: dpa)

Seinem Arbeitsplatz auf dem Parkett der Frankfurter Wertpapierbörse direkt unter der Dax-Kurstafel hat Dirk Müller (44) seinen Spitznamen „Mister Dax“ zu verdanken. Außerdem versteht er es, Börsenthemen auch Laien verständlich zu machen. 2009 erschien sein erstes Buch „Crashkurs“, das sich mit der Finanzkrise beschäftigt. Weitere Bücher folgten. Sein Finanzinformationsportal findet sich hier.

Am Samstag gehört Eckart von Hirschhausen – Mediziner, Schriftsteller Kabarettist – unser „Wort zur Wahl“.

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85 Kommentare zu "„Das Wort zur Wahl“ (Teil 5): „Verkauft Euer Volk nicht für dumm“"

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  • Wir müssen uns immer wieder darüber klarwerden wen wir wirklich wählen.

    Wir wählen den Bundestag! Der Bundestag ist die von den Alliierten eingesetze Verwaltung für das "Gebiet von Deutschland" so wie in den SHAEF-Gesetzen auch hinsichtlich Grenzziehung und Kompetenzen ganz genau erklärt ist.

    Wir wählen hier keine Interessenvertretung des Volkes!

    Adennauer hat es auch sehr deutlich gesagt:

    Wir haben kein Mandat des deutschen Volkes, wir haben Auftrag von den Alliierten. - Konrad Adenauer -

    Definition Grundgesetz in Creifeld’s Rechtswörterbuch 17. Auflage Verlag C.H. Beck, München 2002:

    Ein Grundgesetz ist ein besatzungsrechtliches Mittel zur Schaffung von Ruhe und Ordnung in einem durch Kriegshandlung besetzten Gebiet. Gegeben von der Siegermacht (oder den Siegermächten), für das auf Zeit eingesetzte Verwaltungsorgan (BRD).

    Da steht also garnicht von Interessen des Volkes. Das muss jedem klar sein.

  • Gestern hatte bereits Walter Eichelburg die Wahlalternativen sehr nüchtern und zutreffend analysiert.

    Dieser Analyse schließe ich mich an. Auf jeden Fall sollte man vermeiden Stimmen in bedeutungslose Parteien zu versenken oder ungültig zu machen. Beides ändert garnichts.

    Zweidrittelmehrheit für AfD und der Euro und das langjährige Aussaugen der Deutschen ist zu Ende.

  • Keine Frage,dies ist eine Schicksalswahl. Wir haben es in der Hand, denn wir sind das Volk. Meine Stimme geht auf jeden Fall an die AfD und heute Abend wird auf den Straßen getanzt werden! Schönen Sonntag!

  • hallo @Eddi
    ist das ihre Art, mit Andersdenkenden umzugehen?
    Wer mit solchen Begriffen, wie "Altenative für Deppen " um sich wirft, da würde ich mal sagen, derjenige ist wahrhaftig ein Depp.
    Damit wird jeder als Depp bezeichnet , der diese Partei wählt. Kein kluger Mann würde angesichts der Lage , in der wir stecken, so dämlich daherreden.
    Wer die Aktiven bei der AFD als alte Deppen, alte Männer .. Zitat: verbohrte alte Deppen
    bezeichnet, der weiß nicht , wovon er redet. Ich sehe nur Fachleute, die wissen , wovon sie reden.
    Demnach sind sie wohl noch ein junger Spund, grün hinter den Ohren, ohne Lebenserfahrung, ohne Weitblick und ökonomische Kenntnisse. Von Finanz.. und Schuldenwesen ganz zu schweigen, davon haben sie keine Ahnung, sonst würde sie nicht so einfälltig daherreden.
    Fazit... AfD wählen, damit die ewige Retterei endlich gestoppt werden , keine Schulden ..und Haftungsunion, Aus diesem Desaster können uns nur noch Fachleute heraushelfen.,
    Diese finden wir bei der AfD.
    Eddi, sie müsen noch viel lernen, bevor man sie ernst nehmen kann.

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  • Bundestagswahl 2013: Deutschland schafft sich ab

    Fehlendes gesellschaftspolitisches Verantwortungsbewusstsein!

    Wieder einmal dürfen Bürger am 22. September 2013 zur Bundestagswahl ihre Partei wählen. Zwischen Politikverdrossenheit und Stammwählerklischee, getreu dem Motto: „Wir wählen, was wir schon immer gewählt haben“. Deutschlands Bevölkerung wurde betäubt, nur wenige zeigen noch Interesse daran, ihren gesellschaftspolitischen Auftrag ernst zu nehmen.

    Wahre Werte, Traditionen, aufrechte menschenfreundliche Strukturen – all das darf Kriegsverlierer Deutschland niemals besitzen. Deutschland, fernab eigener Identität, hat dem US-System ewiglich, dienliche Dankbarkeit zu erweisen. Wie formulierte einst der deutsche Lyriker Franz Emanuel August Geibel treffend:

    „Und es mag am deutschen Wesen einmal noch die Welt genesen.“

    Deutschland, die verblödete Republik?

    Der Wähler hat Verantwortung!

    Deshalb haben wir uns gegen Abschaffung u. Ausplündern zu wehren!

    Die Blockparteien haben in Jahrzehnten einen riesigen Schaden angerichtet!

    Deshalb muss ich jetzt wähle AfD!


  • Konzentriert euch auf die hupfende FED Dohle, da braut sich was zusammen.
    Hiesige "Larifari Eddies samt Draghi- Statistikstatappendix" gilt es in der Pfeife zu rauchen.

    So ein Forum ist halt kein AfD-Pfeifenkabinett.

  • Eddie, wenn so ein Undemokrat wie du unser Vorbild sein soll, dann können wir ja nur AfD wählen. Wer will schon mit dir auf eine geistig armselige Stufe gestellt werden. Wer Diskussionen im Keim ersticken und anderen seine Meinung aufzwingen will, ist kein Demokrat. Was immer Eddie wählt, kann man also nicht wählen. Es sei denn man will andere ausgrenzen, denunzieren oder diffamieren. Da Eddie alles mögliche wählen könnte und ich nicht weiß was er wählt, kann ich nur das einzige wählen, was dieser undemokratische Mensch nicht wählt. Es bleibt nur die AfD übrig.

  • Eddie jetzt mal ehrlich. Die Krise ist seit 2011 vorbei und wer darüber redet als gäbe es sie noch, ist der Schuldige an der Krise??? Ist ja so als würde ein Haus brennen, aber wir drehen uns um, schauen in eine andere Richtung. Und schon brennt das Haus nicht mehr. Und selbst wenn unser Rücken schon vor Hitze langsam anfängt zu verkohlen! Wer behauptet, dass das Haus brennt, der hat es wieder angezündet. Ein 6 Jähriger würde Sie auslachen angesichts Ihrer Argumentation. Nur der Chefredakteur dieser Zeitung hier würde Ihren Argumenten folgen. Wie damals. Bis zum totalen Endsieg. "Werrrr den Eurrro in Frrrrrage stellt, derrrrr wirrrrd verrrrnichtet."

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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