E-Mail, Handy, Internet und Co
Ein Plädoyer für die Stille!

Ohne Internet, Handy und Mail geht in unserem Alltag nichts mehr. Dank Tablet-PC, Netbook und Smartphone reißt der Nachrichtenstrom auch unterwegs nicht ab. Doch Unabhängigkeit und Flexibilität haben einen hohen Preis.
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Der Vatikan hat ein eigenes Internet-Büro, Angela Merkel regiert mit Vorliebe per SMS und täglich werden weltweit über 300 Milliarden E-Mails verschickt. Ohne Internet, Handy und Mail geht in unserem Alltag nichts mehr. Dank Tablet-PC, Netbook und Smartphone reißt der Nachrichtenstrom auch unterwegs nicht ab. Doch Unabhängigkeit und Flexibilität haben einen hohen Preis. Wir sind rund um die Uhr erreichbar und stehen unter Dauerstress. Was tun? Ganz einfach – konsequent abschalten!

Werden Sie Slow-Mailer

„Bling – Sie haben Post“! Heute taktet nicht mehr die Stechuhr, sondern das Mail-Programm unseren Arbeitsrhythmus. Der moderne Büromensch verbringt rund 20 Stunden pro Woche mit der Bearbeitung von E-Mails. Wie sehr die E-Mail-Schwemme uns zu schaffen macht, zeigt ein Versuch des Londoner King’s College: Zunächst ermittelten die Wissenschaftler die Leistungen von Testpersonen, die ständig durch E-Mails abgelenkt wurden.

Dann verabreichten sie einer Kontrollgruppe Marihuana und stellten den Kiffern dieselben Aufgaben. Das Resultat: Beide Gruppen schnitten extrem schlecht ab. Doch die Marihuana-Konsumenten waren um einiges besser als die E-Mail-Gestressten. Deshalb sollten Sie dem Beispiel des IBM Forschungsmanagers Dan Russel folgen und Slow-Mailer werden:

  • Eine Studie der University of Glasgow ergab, dass Beschäftigte bis zu 40 Mal in der Stunde ihre Mails abrufen – pure Zeitverschwendung!

  • Schalten Sie Ihren E-Mail-Alarm ab. Öffnen Sie Ihr Mail-Programm höchstens dreimal am Tag und arbeiten Sie Ihre elektronischen Nachrichten blockweise ab. Informieren Sie Kunden und Kollegen, dass Sie Ihre Mails nicht im Minutentakt lesen. Bitten Sie darum, dass man sich in dringenden Fällen immer persönlich mit Ihnen in Verbindung setzt.

  • Verschicken Sie keine überflüssigen Mails. Fragen Sie sich: Würde ich diese E-Mail auch schreiben, wenn ich sie ausdrucken und zu Fuß fünf Etagen höher ins Büro des Empfängers bringen müsste? Nein?! Dann ist die Nachricht ganz bestimmt überflüssig.

  • Halten Sie Ihre Mails so präzise und kurz wie möglich. Und denken Sie daran: Mails sind nicht der einzige Weg, um sich auszutauschen. Sprechen Sie Ihre Kollegen direkt an. Ersparen Sie sich endlose Ping-Pong-Mails. Wechseln Sie ein paar Sätze am Telefon oder auf dem Flur – das geht nicht nur schneller, sondern ist auch viel netter.

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Pause für Handy, Internet und Facebook

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  • E-mails sind auch nicht mehr State-of-the-Art, was interne Kommunikation anbelangt.
    Hier setzt man mittlerweile auf Collaboration & Social Business Software.
    Die Kids von heute machen es uns doch vor. Facebook & Co. Lassen grüßen
    M. Anger, FuM

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