Frauen und Berufsleben In Frankreich ist die Glucke die Rabenmutter

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Es hilft nichts, Frauen nur zu entwickeln

Die Frauen in Vorständen deutscher Banken
Christiane Decker
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Christiane Decker – Teambank (Rang 87)

Bei der unter der Marke Easycredit bekannten Teambank ist Christiane Decker seit 2007 im Vorstand. Decker studierte Geographie mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsgeographie.

Weitere Frau im Vorstand einer großen deutschen Bank (nicht im Bild): Gabriele Kellermann (BB-Bank)

Eva Wunsch-Weber_Frankfurter Volksbank
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Eva Wunsch-Weber – Frankfurter Volksbank (Rang 83)

Die erste Frau an der Spitze einer großen Volksbank ist Eva Wunsch Weber. Vor ihrer Berufung war Wunsch-Weber bereits Vorstandsmitglied der Frankfurter Volksbank und lange Jahre im Institut.

Dr. Birgit Roos, Stadtsparkasse Krefeld
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Birgit Roos – Stadtsparkasse Krefeld (Rang 81)

Eine von drei Vorstandschefinnen bei den größten Banken Deutschlands ist Birgit Roos. Seit dem 1. April 2012 hat Roos bei der Stadtsparkasse Krefeld das Sagen. Sie wechselte von der Stadtsparkasse Düsseldorf nach Krefeld – und wurde dort erste Chefin einer Großsparkasse.

Karin Schwartz
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Karin Schwartz – Sparda-Bank Südwest (Rang 75)

Seit dem 1. März ist Karin Schwartz im Vorstand der Sparda-Bank Südwest mit Sitz in Mainz. Bei der Genossenschaftsbank verantwortet sie die Ressorts Produktion sowie Marketing und Kundenkommunikation.

Tanja Müller-Ziegler
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Tanja Müller-Ziegler – Berliner Volksbank (Rang 69)

Die Wirtschaftswissenschaftlerin ist seit April 2013 im Vorstand der Berliner Volksbank. Die 41-Jährige ist schon seit dem Jahr 1998 im Unternehmen tätig.

Topaler_02 (1)
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Maria Topaler – Targobank (Rang 60)

Seit Juli 2009 verantwortet Maria Topaler im Vorstand der Düsseldorfer Bank das Kreditrisikomanagement.

Martina Palte_Comdirect
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Martina Palte – Comdirect (Rang 59)

Seit dem 1. Juli 2012 ist Martina Palte Vorstand der Comdirect. Die 46-Jährige ist verantwortlich für Service, Baufinanzierung, Anlageberatung, Organisation & Consulting sowie Recht & Datenschutz und war zuvor bei der Comdirect-Mutter Commerzbank.

Wenn Unternehmen da ansetzen würden, könnten sie viel mehr bewirken! Nur dann kann sich eine Unternehmenskultur entwickeln, in der Frauen an der Seite ihrer männlichen Kollegen auf Augenhöhe zusammenarbeiten und sich ihrer Qualifikation entsprechend entwickeln können.

Ein Großteil dieser Unternehmen, die sich bereits dem Thema Frauenförderung verpflichtet haben, investiert viel Geld und Zeit, um potentielle Führungskandidatinnen individuell zu fördern – um sie fit für die Führungsrolle zu machen. Es hilft aber nichts, hochqualifizierte Frauen nur zu entwickeln, wenn man sie dann doch nicht in die richtige Position bringt. Unternehmen sollten viel mehr ihre männlich geprägten Anforderungsprofile überdenken und Frauen den Vertrauensvorschuss entgegenbringen, der in vielen Fällen den männlichen Kandidaten vorbehalten ist.

Dafür muss auch ein Umdenken in den Köpfen der Entscheidungsträger stattfinden. Stereotype, dass Frauen weniger in der Lage sind, hart zu verhandeln oder unpopuläre Entscheidungen zu fällen, sind längst überholt - sind aber oft der Grund, warum Frauen in zeit- und kostenintensiven Weiterbildungsmaßnahmen förmlich feststecken, während Männer Karriere machen.

Andererseits müssen auch Frauen selbst lernen, sich mehr zuzutrauen und ihre Karriere proaktiver zu verfolgen. Wir raten beiden Seiten zu mehr Mut: mehr Mut von Seiten der Frauen, aber insbesondere auch mehr Mut von Seiten der Unternehmen bei Besetzungsentscheidungen.

Eine Frauenquote kann dafür hilfreich sein kann. Zwar sprachen sich viele Studienteilnehmerinnen dagegen aus, insbesondere auch Frauen, doch überwiegt die Erkenntnis, dass es ohne Druck keine signifikanten Veränderungen geben wird. Männer fördern bevorzugt Männer, wenn auch oft nur unterbewusst. Hans holt sich Hänschen, denn Homogenität lässt sich einfacher managen – und das ist nicht männlich, sondern menschlich.

Mit einer verbindlichen Quote oder Zielvorgabe werden Vorgesetzte dazu gedrängt, Frauen als Kandidaten überhaupt wahrzunehmen. Doch die Quotenbesetzung kann nur eine initiierende Maßnahme sein. Auf lange Sicht sind Unternehmen gut beraten, ihre Unternehmenskultur zu hinterfragen, damit Frauen nicht nur in Führungspositionen befördert werden, sondern sich auch darin entfalten können und vor allem im Unternehmen bleiben.

Seit Jahresbeginn haben drei Frauen resigniert und ihr Amt im Vorstand niedergelegt: Elke Strathmann beim Autozulieferer Continental, Marion Schick bei der Deutschen Telekom und Angela Titzrath bei der Deutschen Post. Das könnte ein weiteres Indiz dafür sein, dass ein nachhaltiger Kulturwandel bei der Besetzung von Führungskräften noch lange nicht stattgefunden hat. Es gibt noch viel zu tun!

Über die Autorin: Andrea Gutmann ist seit 2011 selbständige HR-Beraterin und Gründerin des Beratungsnetzwerkes plan a, das Menschen zu einer neuen beruflichen Perspektive verhilft. Ein zweites Standbein ist zusammen mit Petra Seisl die Forschungsinitiative und der daraus abgeleitete Beratungsansatz 'womenizing' rund um das Thema Frauen und Karriereförderung.

Diskutieren Sie diesen Beitrag auch in unserer Linkedin-Gruppe Leader.In; einem Businessnetzwerk mit dem Ziel, Female Leadership in Politik und Wirtschaft zu fördern sowie erfolgreiche Frauen und einflussreiche Männer zu vernetzen, um die Innovations- und Wirtschaftskraft Deutschlands zu stärken. Sie erhalten dort außerdem aktuelle Informationen und Tipps zum Thema Frauen in Führung und sind herzlich zum Austausch darüber eingeladen. Leader.In ist eine Kooperation des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) zusammen mit dem Medienpartner Handelsblatt.

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7 Kommentare zu "Frauen und Berufsleben: In Frankreich ist die Glucke die Rabenmutter"

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  • Jede Frau, die sich das neue Scheidungsrecht angeschaut hat, wird nach Möglichkeit schnell wieder arbeiten. Denn beim Scheitern der Ehe steht die Frau dumm da, wenn sie sich 10 -20 Jahre um die Kinder und den Haushalt kümmerte. Arbeit findet sie keine mehr, aber dieses moderne Scheidungsrecht schreibt ihr vor, daß sie sich selbst um ihren Unterhalt zu kümmern habe. Das Risiko auf Hartz IV zu landen ist sehr hoch für Frauen. Meine Ehe scheiterte nach 31 Jahren, Glück für mich, daß ich das Risiko nie einging und immer arbeitete, erst Teil- dann Vollzeit.

  • Ingenieuren, Physikern und Informatikern sah es so schlimm aus, dass die weibliche Form dieser Begriffe eigentlich schon unangebracht ist.

    Weil genau in diesen Berufen Kind & Karriere nicht veeinbar ist. Hier werden Überstunden gefordert und die KiTa schließt um 16:00 Uhr. Das Problem liegt auch darin, daß die Betreuung & Versorgung der Kinder immer noch eálleine bei den Frauen liegt. Nur ganz wenige Kollegen von mir trauen sich pünktlich Feierabend zu machen, weil die Kinder abgeholt werden müssen.

  • Absolute Zustimmung meinerseits.
    Die Argumentation "pro Karriere" bzw. pro Kinderkrippe wird ausschließlich über Karriere und monetäre Interessen geführt, andere Aspekte werden hier nicht gewertet. Letzten Endes handelt es sich hier um nichts anderes als Wirtschaftspolitik. Leider kennt unsere Gesellschaft aber anscheinende keine anderen "Werte" bzw. Politikfelder mehr; klassische Familie, Kultur, Ideale und moralische Werte werden ohne kritisch zu hinterfragen fallen gelassen - und das obwohl unser GG zu recht im wesentlichen auf diesen basiert.
    Ich denke: Wenn Frau arbeiten gehen möchte - egal ob vollzeit oder teilzeit - dann sollte sie das tun können. Wenn Sie es aber nicht tun möchte und diese Zeit sinnvoll (und dies ist es meines Erachtens in der tat) der Familie und Kindern widmen möchte, dann hat sie ebenso das Recht dazu und sollte nicht durch unsere unsägliche von rot-grünen Emanzen gezeichnete Politik/Gesellschaft mit verächtlich und diskriminierend benutzten Begriffen wie "Hausfrau", "Herdprämie" etc. diskriminiert werden. Toleranz ist eben keine Einbahnstraße. Unsere Gesellschaft sollte sich auch nicht nur über materielle Werte darstellen, sondern auch über moralische und kulturelle. Der Familie Zeit zu widmen verdient m.E. Respekt und Anerkennung - und zwar in gleicher Form und Höhe wie dies von den sogenannten "Karrierefrauen" eingefordert wird. Und was ist denn bitteschön Karriere? Verkäuferin bei Aldi oder im Klamottenladen? Bürokauffrau? Die Masse der Beschäftigten, also auch der Männer, sitzt nicht im Vorstand von BMW oder der Allianz sondern geht einer normalen Werktätigkeit nach. Inwiefern es gerechtfertigt ist hier stets den Begriff "Karriere" so hoch zu hängen darf man sich getrost fragen. Letzten Endes handelt es sich doch in den meisten Fällen - unabhängig vom Geschlecht - schlichtweg nicht um "Lebenserfüllung" sondern nur um eines: Erwirtschaftung von Einkommen um vernünftig Leben zu können (und dazu gehört eben auch Familie).

  • Leider wurde auch in dieser Studie einer Fragestellung nicht nachgegangen, die mich schon seit Jahren brennend interessiert. Warum studieren in Deutschland Frauen kaum die Fächer, mit denen man überhaupt später einigermaßen Karriere machen kann. Ich selbst habe Chemie studiert. Komilitoninnen hatte ich kaum. Aber immerhin verließen ein paar wenige Frauen die Uni als Chemikerinnen Bei den Ingenieuren, Physikern und Informatikern sah es so schlimm aus, dass die weibliche Form dieser Begriffe eigentlich schon unangebracht ist.
    Da ich oft im Ausland arbeite, weiß ich, dass dies ein deutsches Phänomen ist. An asiatischen Unis und später im Berufsleben ist das Verhältnis meistens 50:50. Und selbst auf Projekten in arabischen Ländern waren auf Kundenseite immer deutlich mehr Frauen im Projekt als dies in Deutschland der Fall ist. Dieses spezifisch deutsche Problem liegt also nicht am Frau- / Mann-Sein. Kennt jemand eine Studie, wo dieses Phänomen untersucht wurde?

  • Ich finde es ein schade, daß das Thema nur unter dem Gesichtspunkt der Erwerbsarbeit gesehen wird.

    Angeblich beneiden die Französinnen Ihre deutschen Geschlechtsgenossinnen um deren Freiheit, arbeiten zu gehen oder nicht, bzw. Voll-oder Teilzeit zu arbeiten. Hierzulande wird mittlerweile jeder Frau eingeredet, es gäbe nichts Schöneres oder Erstrebenswerteres, als einer Erwerbsarbeit nachzugehen.

    Angesichts der steuerlichen Ausbeutung scheint mir daran ein Fragezeichen angebracht. Was nutzt auch das zusätzliche Einkommen, wenn ein großer Teil davon wieder für die Kinderbetreuung ausgegeben werden muß ? Klar, es werden eigene Rentenansprüche erworben, aber wer bezahlt die später und in welcher Höhe ?

    Gleichzeitig bleibt zwangsläufig zu hause eine Menge Arbeit liegen, die dann entweder in der knapperen Freizeit von einem/beiden erledigt werden muß - oder man bezahlt wieder für eine Dienstleistung.

    Letztlich wurde also nur Zeit gegen Geld getauscht. Wer immer ein gutes Auskommen hat , wird es sich dann besonders gut verlegen, ob er/sie sich den Streß einer zusätzlichen Arbeit antun muß.

    Also bleibt immer noch die Frage: Wem nützt es (..am meisten..) ? Meine Ansicht: Dem Finanzminister über die Steuern !

    Wer immer Spaß an seiner/Ihrer Arbeit hat sollte diese Arbeit unbedingt tun und dabei so weit kommen wie möglich - aber ich finde es übertrieben allen anderen ein schlechtes Gewissen einzureden.

  • Der Vergleich mit Frankreich zeigt schon das Dilemma.

    Ich bin ziemlich sicher, das die Kindertagsstätten in Frankreich NICHT um 16 Uhr schliessen...

  • So ist das halt im Sozialismus/Kommunismus/Faschismus:

    Frauen haben Kinder zu gebären und sie möglichst früh dem Staat zur Indoktrination zu übergeben.

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