Gastbeitrag

Merkels Energiewende-Pfusch birgt sozialen Sprengstoff

Merkels Energiepolitik könnte sich als Brandbeschleuniger einer fallenden Konjunktur entwickeln. Die sozialen Folgen wären verheerend. Das Riesenprojekt muss deshalb sofort gestoppt und komplett neu gedacht werden.
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Der frühere schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Werner Marnette (CDU). Quelle: dpa

Der frühere schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Werner Marnette (CDU).

(Foto: dpa)

Dank Umweltminister Peter Altmaier erkennt jetzt auch die Kanzlerin, dass die Energiewende gescheitert ist, bevor sie richtig begonnen hat. Planlos hatte sie sich vor mehr als einem  Jahr  an den Umbau der Energieversorgung in Deutschland gemacht. Was großspurig über eine hochrangige Ethikkommission der Öffentlichkeit verkauft wurde, entpuppt sich jetzt als Pfusch und Stümperei.

Zusicherungen hinsichtlich Klimaschutz, Preisentwicklung und Versorgungssicherheit erweisen  sich längst als Lügen.  Die Energiewende gleicht  inzwischen  einem  Kartenhaus, das über den Köpfen von Bürgern und Wirtschaft zusammenzubrechen droht. Fahrlässig sind die handwerklichen Fehler, die bislang bei der Energiewende gemacht wurden: Wichtige Grundprinzipien des Energiemarktes wurden auf den Kopf gestellt. Nicht der tatsächliche Bedarf soll in Zukunft die erzeugte Strommenge bestimmen, sondern das schwankende Angebot von Wind- und Sonnenenergie. Und dies hochsubventioniert und zu nichtwettbewerbsfähigen Herstellungskosten.

Die schon immer viel zu hohen deutschen Strompreise werden hierdurch einen weiteren kräftigen Schub bekommen. Und die hart erarbeiteten Erfolge im Klimaschutz werden zunichte gemacht. Dies wird an der deutschen Wirtschaft, insbesondere an der Industrie, nicht mehr spurlos vorbei gehen. Es droht der Verlust an Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätzen, und die Energiewende könnte sich zum Brandbeschleuniger einer  fallenden Konjunktur entwickeln. Noch schlimmer: Es droht sozialer Sprengstoff. Die deutschen Privathaushalte werden zukünftig über 1.200 Euro jährlich alleine für die Stromrechnung zu zahlen haben. Dies ist für viele Familien mehr als ein Nettomonatseinkommen und ist damit nicht mehr verkraftbar.

Deshalb werden jetzt auch die Sozialdemokraten endlich wach und kapieren langsam, dass sie sich völlig unkritisch der überstürzten Energiewende der Kanzlerin angeschlossen hatten. Und sie ahnen, dass sie bei den nächsten Wahlen wegen Nichtstun selbst Opfer der rein machtpolitischen Entscheidung der Bundesregierung werden könnten. Denn Arbeitsplätze in der Industrie sind in Gefahr.

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29 Kommentare zu "Gastbeitrag: Merkels Energiewende-Pfusch birgt sozialen Sprengstoff"

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  • Wahre Worte, da schließ ich mich sofort an!

  • Wahre Worte, da schließ ich mich doch sofort an!

  • @ Otto

    Sie schreiben:

    "Leute schimpft nicht auf die Damen und Herren in Berlin.
    Das Deutsche Volk hat sie gewählt, wenn auch nur von dem Wählenden Volk."

    Ja, ich habe die jetzige Bundesregierung gewählt. Aber die CDU und die FDP sind ja auch im Wahlkampf anders aufgetreten. So hat man etwa ein (wenn auch zaghaftes) Zurückschrauben der rot/grünen Energiewende versprochen. Etwa indem man die Laufzeit von Kernkraftwerken verlängert.

    Bekommen habe ich etwas völlig anderes. Ich konnte als ich am 27.09.2009 mein Kreuz gemacht habe wohl kaum ahnen, dass die Regierungskoalition nach einem Erdbeben mit Tsunami und anschließender Havarie eines Kernkraftwerkes in Japan im Rahmen einer kollektiven Besoffenheit in Deutschland so den Verstand verliert.

    Ich möchte feststellen dass ich mit meiner damaligen Stimme nicht für ein verstärktes Fortschreiben "grüner" Energiepolitik gestimmt habe.

    Und ich glaube so wie ich fühlen sich viele CDU/CSU oder FDP Wähler, und mittlerweile auch viele Parteimitglieder an der Basis, von der aktuellen Regierung vor den Kopf gestoßen. Nicht ohne Grund laufen diesen Parteien scharenweise die Wähler und auch die Mitglieder davon.

  • Richtig, ca. 50% haben sie gewählt. Ich glaube aber kaum, dass die Mehrzahl der Wähler gewollt haben ihren abgelegten Eid fast täglich zu brechen (Ich schwöre,..zum Wohle des Volkes Schaden abzuwenden...). Der eine macht schon einmal Verträge mit Verlagen in der Schweiz, schmiedet Allianzen mit Gazprom etc., der andere hatte eine andere Pipeline über Land vor, vorbestrafter Steinewerfer, des weiteren ein vorbestrafter Terroristenanwalt, im Europaparlament ein "Kinderversteher", eine schrille Dramaturgin und eine Dame aus der Uckermark, in deren Elternhaus Vater und Sohn de Maizière, Vater und Sohn Gysi
    und weitere, die z.T. der Stasi zuzuordnen sind, verkehrten.
    Diese Dame hat übrigens im Propagandaministerium der DDR gearbeitet.
    Bei dieser Konstellation hat man nichts Gutes zu erwarten.

  • Alternativlos....
    Leute schimpft nicht auf die Damen und Herren in Berlin.
    Das Deutsche Volk hat sie gewählt, wenn auch nur von dem Wählenden Volk. Nach Fukushima sind wir von den Medien doch alle hysterisch aufgepeitscht worden und die eine oder andere Landtagswahl stand doch schließlich auch an. (siehe Baden-Württemberg). Regierung und Opposition sind heutzutage Eins. Ob es um Klima- Welt- oder Eurorettung geht. Alles alternativlos..., oder weiß jemand eine alternative Partei? - Würde diese lieber Heute als morgen wählen!

  • "Die Klimawandel-Krise ist vorbei, die Industrie und die Geschäftemacher ziehen sich aus dem Thema zurück. Die industrialisierten Gesellschaften haben andere Sorgen als zur Abwehr einer vom UNO-IPCC ausgerufenen Fabel-Krise ihre wirtschaftliche Zukunft zu opfern. ..."
    Eingangssätze eines Artikels mit dem Titel:"Was aus der Klimawandel-Krise wurde"
    Des Weiteren empfehle ich "Endlagersuche Gorleben: Die Fakten"
    Es ist natürlich sehr schwierig, Menschen, die einer Glaubensrichtung angehören, die Realität näher zu bringen. Wer gibt schon zu, dass er Lügen aufgesessen ist.

  • Betr. Herkulesaufgabe - Solarstrom-Reform
    Hier sieht man deutlich, dass auch einem solch renommierten Blatt bei Übernahme mancher Aussagen der nötige Sachverstand fehlt. Bei dem vielfach zitierten 3,5 Cent EEG-Beitrag wird immer wieder die Mehrwertsteuer vernachlässigt. Dann sind wir nämlich bei 4,2 Cent und insgesamt 147 statt 125 Euro. Das macht gerade einmal 19% zusätzliche Mehrbelastung aus – nicht gerade gering. Übrigens: Die Erhöhung dieses Beitrages Anfang 2011 von 2,05 auf die bekannten 3,53 Cent betrug 72,19% aus. Wurde in der Öffentlichkeit (auch den Medien) kaum zur Kenntnis genommen. Peanuts für den Verbraucher?

  • Hallo Vandale!

    Bevor sie und Gleichgesinnte Unsinn schreiben, erst Nachdenken und folgendes bedenken!!

    Probleme mit den AKW`s sind allgemein bekannt, nur ihnen offensichtlich immer noch nicht:

    • Alle AKW`s produzieren Atommüll, aber kein einziges Land hat ein Endlager für millionen Jahre!!

    • Wer trägt die Kosten und die Verantwortung jetzt und in Zukunft?
    ( Wenn alle Kosten eingerechnet würden, dann wäre der Atom-Strom unbezahlbar teuer, selbst dann, wenn kein GAU passiert! )

    • Niemand kann diese Technik zu 100% beherrschen !
    (Es stellt sich doch nicht die Frage, ob wieder etwas passiert, sondern nur wann und wo!!)

    Reicht dann ein Rücktritt von „Verantwortlichen“ mit dicker Pension, wenn Zigtausende verstrahlt wurden und riesige Städte und Flächen nicht mehr bewohnbar sind.

    • Wer nimmt und könnte Millionen verstrahlter Menschen aufnehmen, wenn ganze Regionen evakuiert werden müsste?

    • Wer wollte mit verstrahlten Menschen dauerhaft leben?


    Fazit:
    Wenn wir in den Industriestaaten für die Klimaerwärmung und weltweiten Umweltzerstörungen haftbar gemacht werden könnten, dann wären wir die ärmsten der Welt, und die Naturvölker die Reichsten!!

    BBS

  • Ich bin mir sicher, dass keiner der sich hier so vehement für Kernkraftwerke ausspricht in unmittelbarer Nähe eines solchen wohnt. Ich bin mir auch sicher, dass keiner davon Kinder neben einem Reaktor großgezogen hat oder mit seinen Kindern in der Nähe eines Kernkraftwerkes leben möchte. Außerdem wird keiner der Schreiben sich ein Haus in der schönen Gegend gebaut haben und dann gerne zusehen, wie nebenan ein neues Kernkraftwerk hingestellt wird und sein Lebenswerk damit den ganzen Wert verliert und er sein Eigentum als Ramsch verhökern kann oder dort in Angst um seine Gesundheit lebt. Da wünschen sich viele billigen Strom - aber bitte möglichst aus Kernkraftwerken, die nicht unsere Gesundheit bedrohen, sondern die Gesundheit von jemand anderem. Ich bin der Meinung, wenn neue Kernkraftwerke gebaut werden sollen, dann nur mit der Auflage, dass die Manager der Energieversorger, deren Familien, die Politiker, die diesem zugestimmt haben sowie deren Familien nur mehr im Einzugsbereich dieses Kraftwerkes leben dürfen. Wetten, dann wäre das Problem gegessen. Leute, es gibt kein höheres Gut als die Gesundheit. Und hier wird von "sozialem Frieden" und "Geld" gesprochen. Lächerlich!

  • Merkel hat viele Kritiker und das offensichtlich mit Recht. Im Kopf scheint die Frau immer noch in der untergegangenen DDR zu leben. Dafür kann sie im Gründe nichts. Viel schlimmer ist, dass ihr Umfeld, ob sie die eigenen Partei oder den deutschen Bundestag darunternverstehen, sie nicht überwacht hat.

    Wir sollten daraus unsere Schlüsse und Konsequenzen ziehen.

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