Gastbeitrag zu grünen Steuerplänen: „Kampfansage an die Mittelschicht“

Gastbeitrag zu grünen Steuerplänen
„Kampfansage an die Mittelschicht“

Die Steuerpläne der Grünen belasten die Mittelschicht über Gebühr und werden dem Arbeitsmarkt massiv schaden. Und die Vermögensabgabe ist kaum mit dem Grundgesetz vereinbar, urteilt der Präsident des Steuerzahlerbunds.
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Die Steuerpläne der Grünen sind eine Kampfansage an die Mittelschicht in Deutschland. Mit den geplanten Erhöhungen im Einkommensteuertarif werden mittlere Einkommen deutlich stärker belastet. Es werden aber auch kleine Einkommen gebeutelt, insbesondere wenn es um Ehen geht, in denen die Eheleute unterschiedliche Einkommen erzielen. Diese Ehepaare müssen unter den Grünen alle deutlich mehr Steuern zahlen. Erinnert sei an dieser Stelle auch an die vielen weiteren Belastungsverschärfungen, wie z. B. bei der Dienstwagenbesteuerung.

Abgesehen von der Einkommensteuer wird die Steuerpolitik der Grünen aber auch negative Konsequenzen auf dem Arbeitsmarkt haben. Beispielsweise wird die geplante Substanzbesteuerung in Form einer Vermögensabgabe und auch einer Vermögensteuer gerade bei mittelständischen Unternehmen, die das wirtschaftlichen Rückgrat in Deutschland sind, Arbeitskräfte kosten. Erste Beispielrechnungen machen das Ausmaß deutlich.

So plant ein Unternehmen mit derzeit etwa 350 Angestellten unter dieser Steuerpolitik keine weiteren Einstellungen mehr vorzunehmen, weil das notwendige Investitionskapital für die Steuerschuld benötigt wird. Sollte sich die Wirtschaftslage sogar verschlechtern, dann sind Entlassungen mehr als wahrscheinlich.

Diesen arbeitslosen Menschen nützt ein höherer Grundfreibetrag dann gar nichts mehr, denn sie sind ohne eigenes Einkommen. Und die Menschen, die weiterhin arbeiten, werden durch die Steuerpläne von Rot-Grün weiterhin zusätzlich zur Kasse gebeten, da die Kalte Progression beibehalten wird. Auch hiervon sind gerade kleinere und mittlere Einkommen stark betroffen. Eine nachhaltige Steuerpolitik für Deutschland sind die Pläne der Grünen damit leider nicht.

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  • Was ist dass denn für eine Rechnung? Warum sollte derjenige, der für sein Geld arbeiten geht - sogar noch als "Besserverdiener" - und nicht den ganzen Tag auf der Hartz IV Couch rumlümmelt, höhere Steuern "verkraften" können? Angemessen wäre ja wohl, dass der vemeintliche Besserverdiener um ein Vielfaches besser da stünde als der Hartzer. In was für einer verdrehten Welt leben wir mittlerweile, in der ein ALG-II Empfänger in Regionen hoch subventioniert wird, in denen er sich bereits in Relation zu einem "Besserverdiener" setzen kann? Dieses Beispiel zeigt einmal mehr höchst plakativ, zu welcher Absurdität Rot und Grün dem Begriff "Besserverdiener" mittlerweile verholfen haben!

  • Die Grünen sind und waren zu keiner Zeit eine seriöse Partei. Sie bleiben eine durch und durch kulturmarxistische, destruktive Partei, deren politische Inhalte von Schwachsinn bis zum antideutschen Rassismus reichen.

    Man schaue sich doch nur mal deren Vorsitzende Claudia Roth an, oder höre sich ihr Geblubber an. Dagegen zeugen Erich Honeckers Parteitags-Reden geradezu vor Realitätssinn, Vernunft und Intellekt.

    Trotzdem wurden die Grünen Zeit Bestehens von der Presse konsequent hoch-geschrieben, als seriöse und wählbar verkauft, während gleichzeitig alle Parteien rechts von der Union als Spinner, Radikale, Extremisten und schlimmeres verunglimpft wurde.

  • Ihre Aussagen sind falsch! Ein Haushalt mit den folgenden Parametern: Vater (60.000,00 brutto im Jahr = 5.000 brutto im Monat), Mutter (kein Einkommen) und Kind (kein Einkommen) hat ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von 3.278,65 Euro. Ein Kita-Platz für das erste Kind kostet für diesen Haushalt dann 292,00 Euro pro Monat (Vollzeit inkl. Mittagessen).
    Wüder der gleich Haushalt von ALG II leben würden inkl. Mietzuschuss ca. 1544,00 Euro pro Monat gezahlt.
    Ein Kita-Platz für das erste Kind kostet für diesen Haushalt dann ca. 40,00 Euro pro Monat (Vollzeit inkl. Mittagessen).
    Der Besserverdienerhaushalt steht also mehr als doppelt so gut da, wie der ALG II-Haushalt und könnte daher die von Ihnen behaupteten 166,67 Euro Mehrbelastung pro Monat durch die Steuererhöhungsvorschläge der Grünen problemlos vertragen.

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