Gastbeiträge

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Gastkommentar: Apokalyptiker aller Länder vereinigt Euch! #nicht

Mutmacher sind gefragt - keine Angstmacher. Ansgar Heveling muss nach seiner polemischen Netzkritik überlegen, ob er als Volksvertreter geeignet ist. Eine Replik von Dorothee Bär (CSU).

Dorothee Bär ist stellvertretende CSU-Generalsekretärin und Vorsitzende des CSU-Netzrat. Quelle: dpa
Dorothee Bär ist stellvertretende CSU-Generalsekretärin und Vorsitzende des CSU-Netzrat. Quelle: dpa

Berlin„Horden“, „Kampf“, „Schlachtennebel“, „ruinenhafte Sümpfe“ und „verbrannte Erde“. Dies sind keine Zitate aus der Offenbarung des Johannes. Es sind Vokabeln, die der Bundestagsabgeordnete Ansgar Heveling (CDU), ein Mitglied der „Enquetekommission Internet und digitale Gesellschaft“ des Deutschen Bundestages, in einem Handelsblatt-Gastbeitrag zu seinem angeblichen „Experten-Thema“, nämlich Internet und Neue Medien verwendet. Jemand, der von aufgeklärten Bürgerinnen und Bürgern des 21. Jahrhunderts in unser Parlament gewählt wurde.

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Es handelt sich hier um einen Volksvertreter, der per Definition die Aufgabe hat, sich mit den Fragen der modernen Gesellschaft zu beschäftigen, und gemeinsam mit den Menschen an Antworten auf neue Herausforderungen und Lösungen zu arbeiten. Doch statt sich vorzunehmen, den Bürgerinnen und Bürgern die Kompetenz und das Wissen zu vermitteln, das im Umgang mit neuen Kommunikations- und Informationsformen nötig ist, wird lieber buchstäblich der Teufel an die Wand gemalt. Statt die unglaublichen Chancen aufzuzeigen, die das Internet bietet, beschwört er geradezu einen Kulturkampf herauf und deklariert das Internet zum Feind von Freiheit und Demokratie, wo das exakte Gegenteil der Fall ist.

Gastkommentar Netzgemeinde, ihr werdet den Kampf verlieren!

Das Web 2.0 ist bald Geschichte, glaubt der CDU-Bundestagsabgeordnete Ansgar Heveling. Die Revolution der „digitalen Maoisten“ gehe vorbei, die Frage sei nur, wie groß die Schäden sind. Er fordert: Bürger, seid wachsam!

Was würde darüber eigentlich ein Blogger sagen, der über die Missstände in seinem Land berichtet, der über Folter und Despotie informiert, wo sonst jeder Kontakt zur demokratischen Außenwelt unmöglich ist? Wie würde ein „Digital Native“ reagieren, der für Freiheit und gegen Unterdrückung kämpft und dies gezwungenermaßen anonym über das Internet tut? Gehören diese auch zu den „digitalen Horden“, gegen die wir unsere Schlachten führen müssen?

Was soll eine Frau denken, die Opfer eines Sexualverbrechens geworden ist und die in anonymen Online-Foren Trost, Hilfe und die richtigen Ansprechpartner sucht und den Mut aufbringt, über ihre schrecklichen Erlebnisse zu berichten? Die damit vielleicht sogar anderen Menschen helfen kann, weil der Austausch oftmals schmerzlindernd wirken kann? Gehört sie auch zu den „digitalen Maoisten“? Gehört sie auch zu den Anhängern des unheilsamen „Nerdzismus“?

  • 13.07.2012, 10:11 Uhrgermanpolitics@gmx.de

    Handeln ist in vielerlei Hinsicht nicht das größte Talent sämtlicher Menschen. So sind die Reformpläne der Riester Rente einmal wieder aufgeschoben worden.
    (Quelle: http://www.riester-rente.eu/)

  • 03.04.2012, 14:44 UhrBuergerrechtlervereinigtEuch

    ..und schaut Euch an, was unsere Politiker aus der CDU/CSU/FDP und SPD, doch für nette Menschen sind.

    Der ganze kommenden Überwachungsmüll, dient natürlich nur dem Wohle der EU-Bürger. Ganz sicher, das ist alternativlos!

    Empört Euch, liebe Mitbürger:"

    http://www.foebud.org/ und

    http://bündnis-bürgerwille.de/?id=166 sind nur zwei gute Beispiele, wie nah das orwellsche 1984 schon gediehen ist".

    Gute Nacht an die Bürgerrechte und das Grundgesetz!

    Erst fällt der Markt und dann die Demokratie, so steht es schon in alten Gedichten der 30er Jahre festgeschrieben.

  • 02.02.2012, 10:08 Uhracta_ad_acta

    Trotzdem es auch Stimmen in den bürgerlichen Parteien geben mag, die Gleichheit, Einigkeit und Brüderlichkeit im Internet befürworten: Die Unsicherheit ist zu gross und das Internet ist zu wichtig um es diesen Leuten zu überlassen. Helmut Kohl war 1994 noch der Ansicht das (Daten)autobahnen (ein Begriff für das damals rasant wachsende Internet) Ländersache sind. Ansgar Heveling ist nicht der einzige. Sabine Leutheuser-Schnarrenberger stellt sich heute hinter ACTA und scheint nicht zu wissen, wovon sie redet.

    Frau Bär mag eine lobenswerte Ausnahme sein, das ist aber nicht genug um die digitale Zukunft zu verteidigen. Ihr hattet die Macht, die Weichen zu stellen, habt nichts unternommen und habt euch so unglaubwürdig gemacht.

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