Gastbeiträge

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Gastkommentar: Bankenunion kann den Euro stabiler machen

Der europäische Gipfel hat erste Schritte hin zu einer Bankenunion beschlossen. Diese kann den Euro stabilisieren und die Lasten besser verteilen als bisher. Allerdings muss sich Deutschland für scharfe Regeln einsetzen.

Der Autor ist Vizedirektor der Brüsseler Denkfabrik Bruegel. Quelle: dapd
Der Autor ist Vizedirektor der Brüsseler Denkfabrik Bruegel. Quelle: dapd

Die Schwächen des Euro-Raums werden immer offensichtlicher. Der bisher integrierte Finanzmarkt des Euro-Raums tritt in einen Prozess der Fragmentierung ein: Banken waren in ruhigen Zeiten europäisch, wurden jedoch national in Krisenzeiten, weil sie nun von ihren nationalen Regierungen abhängig sind, um gerettet zu werden.

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Dies wiederum hat einige Regierungen an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht, insbesondere da Verluste oft nicht an Bankgläubiger weitergegeben wurden. Darüber hinaus haben nationale Behörden die grenzüberschreitende Kreditvergabe erschwert.

Dies hat zwar die entsprechenden Risiken in einigen Banken reduziert, gleichzeitig aber die Risiken für den deutschen Steuerzahler erhöht, indem die Europäische Zentralbank (EZB) die Kapitalabflüsse durch Liquidität ersetzen musste. Die Finanz-Fragmentierung hat zu einer enormen finanziellen und politischen Unsicherheit geführt mit schweren Auswirkungen auf Wachstum, Arbeitsplätze und Investitionen.

Euro in der Krise

In der Tat, ausländische und europäische Investoren fürchten eine Fragmentierung des Euro-Raums. Selbst in Deutschland verlangsamt sich trotz robuster Fundamentaldaten die Investitionstätigkeit. Eine Bankenunion würde die Verantwortlichkeit für Bankenaufsicht, Krisenbewältigung und Versicherung der EU-Ebene zuweisen.

Damit würde letztlich die Abwärtsspirale von schwachen Bankensystemen und schwachen Staaten gestoppt werden können. Der notwendige erste Schritt ist die Schaffung einer zentralisierten Bankenaufsicht. Nur wenn eine gemeinsame Aufsicht existiert, kann man die Risiken kennen und notfalls intervenieren. Der Gipfel hat nun diesen Schritt grundsätzlich beschlossen.

  • 08.11.2012, 13:33 Uhrcoachoutlettt

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  • 23.07.2012, 19:26 Uhrleser2003

    "Die Deutschen wollen keine Eurobonds."

    "Na und? Dann rupfen wir diese Heinis eben über eine Bankenunion! Dann können deren Politiker den Doofmicheln erzählen, dass DAS ja etwas völlig anderes ist!"

  • 20.07.2012, 09:52 Uhrgeorge.orwell

    Die deutschen (Spitzen)Politiker fühlen sich nicht dem deutschen Volk verpflichtet sondern der europäischen Idee, allerdings in der Version der Neuen Weltordnung.

    Die deutschen Parlamentarier belügen und betrügen das Volk.

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