Im Buch „Märkte für Menschen“ warnt der Ökonom Robert Shiller davor, die Banken und den Finanzsektor zu dämonisieren – trotz der vielen Makel und Exzesse. Für ihn sind sie enorm wichtige Institutionen. Ein Vorabdruck.

Kommentare

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  • Herr Shiller:

    Das beste "Finanzinstrument" das es gibt, ist die Pleite.

    Die Pleite ist die Kanalisation der freien Marktwirtschaft, sie räumt den Dreck weg den unfähige Manager hinterlassen.

    Ohne Pleite, wie zB bei den sogenannten systemrelevanten Banken, bleibt nur noch eine Zombie Wirtschaft über.

  • Eine schwachsinnige Artikel, welche ich seit langem gelesen habe. Der Autor versucht ständig zu erwähnen, das die Finanzwesen (der globale Wetten dass...) für Menschen (der kleine Mann und die kleine Frau) nützlich sei, zeigt jedoch mit keinem Beispiel in welcher Hinsicht. Er vergisst, dass die Finanzspekulationsbranche in keiner Weise mit der Realwirtschaft zu hat. Sie führt ihr
    Eigenleben und erfolgt in Nanosekunden per Schnellrechner um die Globus, während die Realwirtschaft pro Jahr um 1-2% wächst bzw. schrumpft. Die Schaden, die diese Branche verursacht, geht in mehr als hunderte von Milliarden (Allein die HRE-Retung = 200€ Milliarden). Das sind die Nutzen für kleine Leute?

  • Na ja, die HRE-Rettung war eine Entscheidung der Politik - von Herrn Steinbrück um genau zu sein - und nicht der Finanzmärkte.

    Mir fehlt in dem Artikel die Rolle der Notenbanken.
    Das ist, als ob es eine Institution gibt, die die Autobahn - um im Bild zu bleiben - neigen kann, so daß es immer ein bißchen bergab geht.
    Immer wenn ein LTCM-Skandal aufkommt, ein Buckel in der Piste vor uns liegt, Rezessionsängste oder um die Solvenz von Staaten, neigt diese Institution die Autobahn ein wenig steiler.

  • Deutschland hätte gar keine Schulden, würde es sein Geld selber aus der Luft schöpfen.


    Es müßte sich kein Geld bei den privaten Banken borgen.


    Wir bräuchten Alle kein Steuern zu bezahlen.


    Unsere Steuergelder dienen nur zur Finanzierung der privaten Banken.


    Gegen George Soros laufen einige Haftbefehle.


    Die EZB ist keine unabhängige Bank.D


    Die EZB ist genauso ein private Bank wie die FED.


    Alle Banken leben auf unsere Kosten.


    Wir sind die Sklaven der Banken.


    Alle Politiker sind nur Marionetten dieses Systems.


    Banker und Politiker wollen dieses Sklavenystem unbedingt erhalten.


    Sie Leben von unserer Arbeit und saugen uns mittels der Steuren aus.


    Die Banker machen sich einen Spass daraus, mit unserem Geld zu zocken.


    Damit stopfen sie sich ihre Taschen voll.


    Unsere Politiker machen sich einen Spass daraus, uns so frech wie möglich zu belügen.


    Damit können sie länger an der Macht und an den Fleischtöpfen kleben.


    Unsere Regierung verstößt permanent gegen das Grundgesetz.


    Unsere Politiker leben nach einem Anderen Gesetz als wir.


    Und nun das große Geheimnis:


    Es gibt alternativen. Es gibt einen Plan B in der Wissensmanufaktur.


    Wir brauchen keine Politiker.


    Wir brauchen nur eine funktionierende Verwaltung.


    Wir brauchen keine Banker.


    Wir könnten leben wie im Paradies, ohne Politiker, ohne Banker.


    Wir müssen nur Anfangen zu Denken.


    Wir müssen nur Anfangen zu Handeln.


    Nächste Jahr sind Wahlen.


    Wir brauchen unser Sklaventum NICHT Wählen.


    Wir wählen alle ab.


    Die Politiker


    Die Banker

  • Ich stimme allen Kommentaren zu und bedanke mich insbesondere bei Gast 44 für den Satz“ Mir fehlen die Worte, fast jeder Satz in dem Gastbeitrag enthält eine dicke Lüge“. Dieser Beitrag ist einfach nur zum K#*“%$/n. Yale und alle Elite Unis sind Teil des Systems 1% (die Elite) gegen 99%. Lauwarme Worte für alle Finanzverbrecher die so viele Leben ruiniert haben durch systematischen buchhalterischen Betrug dank der Finanzinnovationen Credit Default Swaps, Credit Default Obligations, Selected Investment Vehicles, usw… und der Yale Professor sagt (was soll er sonst auch sagen, seine „Sponsoren“ werfen ihn sonst raus) mehr davon.
    Der wesentliche Treiber der jüngeren Finanzkrise dessen ersten Ausbruch die Pleite von Lehman war ist buchhalterischer Betrug (Verpacken von wertlosen Papieren mit dem Siegel AAA von Moodys, Standard&Poors usw…) angeführt durch die kriminellen CEO der Kreditwesen Institute. Diese CEO haben sich dadurch immens bereichert und als das Kartenhaus zusammenfiel… wir wissen ja wer es bezahlt und wofür jetzt kein Geld da ist… Das FBI hatte bereits im September 2004 vor systematischen Betrug mit Hypothekendarlehen gewarnt.
    Wenn Finanzinstitute sich verzocken werden sie gerettet weil sie systemrelevant sind… wenn jeder anderer sich so verzockt muss er die Rechnung selbst zahlen und/oder geht im Knast. Aber nicht die Bankster. Warum ist das wohl so…. vielleicht fängt es damit an, daß zu wenig Leute sich über einen solchen Text empören. Ich bin empört!

  • @touspourun
    Ganz genau! Ich befürchte nur, dass die Bankster, Politiker und Herr Shiller auf Ihre Empörung pfeifen. Im Gegenteil, genau diese Empörung soll wohl erzeugt werden. Damit ist der Sache doch meist Genüge getan und konkrete Handlungen des Einzelnen gegen das System bleiben aus.
    Deshalb hoffe ich, dass Ihre Empörung nur Anfang ist.

  • Es mag ja sein, dass das Finanzrecht diverse Lücken aufweist. Etwas anderes ist es, wenn man damit Schaden verursacht. So wie es nicht dasselbe ist, durch ein offenes Fenster zu sehen oder durch dieses in eine fremde Wohnung einzusteigen.
    Die bestehenden Lücken sind vielleicht auch nur Gestaltungsfreiräume. Werden diese aber dazu genutzt, um bei der einen Bank Gewinne für fette Boni anzuhäufen, während die andere wegen der Höhe ihrer Verluste nicht mal mehr mit Kapitalerhöhungen zu retten ist und deshalb der Staat eingreifen muss, um schlimmeres zu verhindern, dann sollte man schon genauer hinsehen, ob dieses nur aus den Fähigkeiten, respektive Unfähigkeiten, der beschäftigten Bänker resultiert oder doch eher besondere Kreativität zur Umwandlung von Fremdkapital in Privatvermögen herrschte. Was spricht dagegen, dass die Banker für beide Banken tätig waren, bei der einen die Boni kassierten, aber für die Verluste der anderen nicht entsprechend haften mussten, und das ganz legal?! Wenn dabei auch Betrug im Spiel war, dann wohl eher, um die Schuld einen mehr oder weniger unbeteiligten zuschieben zu können, damit nicht die ganze Branche oder die wirklichen Verursacher in Verdacht geraten. Nur hat das leider nicht nachhaltig funktioniert.
    Ihr Vergleich hinkt daher. Vielmehr ist es doch so, dass die einen, in der Gewissheit, dass es ja alle eilig haben, durch maßlose Geschwindigkeitsübertretung Unfälle verursacht haben ohne selbst darin verwickelt zu sein, damit die anderen im Stau stehen.
    Ich gebe Ihnen Recht, wenn Sie die Nützlichkeit des Finanzwesens darstellen und dessen Beitrag zur Wertschöpfung deutlich machen. Auch ich habe schon davon profitiert. Gerade deshalb ist es wichtig, Banker und Bankster zu unterscheiden. Aber genau dass sollte auch geschehen und dafür kann man doch zum Beispiel mal die Lücken des Haftungsrechtes zu Ungunsten der wirklichen Bankster nutzen, um sie deutlicher von den Bankern zu trennen.

  • Es war einmal.........so beginnen alle Märchen.

  • Wenn alles um das Goldene Kalb tanzt, wenn Geld zum Gott erhoben wird, wenn Geld Geld gebirt, wenn der Euro alles ist, dann braucht es einen nicht zu wundern, dass alles den Bach runtergeht.

    So pervers, wie derzeit die Akteure in den Banken und Hedgefonds agieren, kann man nur wünschen, dass denen so schnell wie möglich Fesseln angelegt werden.

    Wer gegen Währungen und mit Währungen spekuliert, um noch den letzten hunderstel Cent rauszukitzeln, gehört eingelocht.

    Damit keine falsche Vorstellung aufkommt, ich bin kein Kommunist, sondern Neoliberaler im a l t e n Sinn.

  • Gier und Angst sind seit Jahrtausenden treibende Kräfte menschlicher Tragödien, Börsianer kennen die psychologische Seite. Jeder rechnet seine Anteile am Erfolg höchsten und die Hab- und Sehnsüchte kennen keine Grenzen - die immer in einer sehr unbefriedigende Situation mündet. Religionen haben seit Jahrtausende immer versucht diese Triebfedern zu bändigen, Erfolglos.

    Leben ist eine sehr dynamische Angelegenheit und nicht linear denkbar. Die verheerende Einwirkungen dieser Tatsache erlebten die Ägypter in der Antike unter der Heuschreckenplage. Die Folgen einer zunehmenden Übervölkerung und Begrenzter Ressourcen sind damit klar umrissen.

    Möglicherweise bietet die Mathematik Ansätze sich selbst stabilisierender Instrumente (die ohne Eingriffe von Menschen auskommt), wie z.B. Defibrillatoren. Die "Spieltheorie" könnte die Paradoxie der Interessen einzelner Personen, Firmen, Staaten und der Welt verdeutlichen und aufheben. Alle Menschen stehen in einem unauflösbaren Band gegenseitiger Abhängigkeit die durch eine scharfe Schere eines einseitigen Wachstums schwer beschädigt werden.

    Entscheidungen müssen wieder in die Hände der Menschen, damit die politischen Verwerfung mit den Interessen einer kleinen Lobby aufgehoben wird.

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