Feste Rahmenbedingungen für das Bankensystem sind dringend notwendig. Doch das hat auch seinen Preis. Ist die Regulierung zu hoch dosiert, kann sie sogar massiv schaden. Und vielleicht ist das sogar schon passiert.

Kommentare

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  • In einer echten Marktwirtschaft mit Eigentümerhaftung statt ständigen Bail-Outs könnten wir uns einen grossen Teil der Regulierung sparen.

    Das Problem ist nicht die Regulierung sondern die engen Bande zwischen Politik und Hochfinanz, zum Nachteil des Bürgers. Das Problem ist auch die zentrale Planwirtschaft der Notenbanken, die eine Blase nach der anderen produzieren.

    Wie sagte letztens jemand, die 70 Billionen Dollar an weltweiten Staatsschulden sind nur die Sicherheiten für die 700 Billionen Dollar im Derivate Geschäft.
    Viel Spass beim Bail-Out dieser 700 Billionen.

  • Die Bankenaufsicht entpuppt sich als Papiertiger. Die Finanzkrisen sind zum großen Teil der Verantwortungslosigkeit, der Inkompetenz geschuldet.

    Die politische Forderung nach einer Finanztransaktionssteuer zur Begrenzung des Transaktionsvolumens ist Ausdruck einer hirnlosen alternativlosen Entscheidung von verantwortungslosen Leuten, die die Materie ohnehin nicht verstehen.

    Das ist alles reinem Populismus geschuldet und Zeichen geistiger Windstille.

  • "Entscheidend sind die hohen primären und sekundären Kosten, die durch die neue Regulierung verursacht werden. Also Kosten, die die Banken direkt belasten, und Kosten, die von der gesamten Volkswirtschaft bezahlt werden müssen."

    Das ist eine Sicht, aber nur die halbe Wahrheit. Man muss den Ertrag den Kosten gegenüber stellen. Die hier angesprochenen "regulatorischen Kosten" sind weitgehendst dem Schlagwort BASEL geschuldet. Was hat BASEL den Banken außer Kosten gebracht?

    Betrachten wir den Zeitraum, für den BASEL steht. BASEL lebt seit ca. 20 Jahren. Wie viele Finanzkrisen hatten wir in den letzten 20 Jahren und wie viele in den 20 Jahren davor? Sie brauchen nicht lange nachzudenken. Der Statistiker kommt sofort auf den Zusammenhang und stellt fest, dass BASEL einen signifikanten Anteil an den Finanzkrisen hat.

    Der Unbedarfte kommt schnell zu der Aussage, dass die "scharfen Regelungen" von BASEL, die höhere Eigenkapitaldeckung doch nichts mit den Finanzkrisen zu tun haben können.

    Der Fachmann kann sehr wohl einen Zusammenhang erkennen. Vor BASEL hatte der Vorstand der Bank eine höhere Verantwortung für die Steuerung der Bank. Die Geschäfte wurden anhand von "Linien" gesteuert. Ein sehr grobes Verfahren. Deshalb wurden die Linien sehr restriktiv gehandhabt.

    BASEL hat die Berater reich gemacht. Die Steuerung ist sehr abstrakt geworden und die Zahlen werden in den neu geschaffenen Controlling-Abteilungen täglich ermittelt. Täglich schon, nur nicht konsistent. Große Banken - und um die geht es - kaufen in Tokio und verkaufen in New York. Nachts schlafen die Controller. Kann mir jetzt einer sagen, welche Zahlen der Controller in Frankfurt dem Vorstand am Abend vorlegt? Entweder legt er eine alte Zahl vor, die niemanden mehr interessiert oder eine falsche, weil die Zahlen von verschieden Arbeitstagen stammen.

    Betrachtet man die vielen manuellen Zu-Meldungen ergänzend, erkennt man leicht, dass der Erkenntniswert des Reports gegen Null tendieren muss.

Mehr zu: Gastkommentar - Die richtige Dosis macht's

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