Der europäische Fiskalpakt ist ein Signal gegen die Solidarhaftung für Staatsschulden. Die kurzfristige Krisenbekämpfung übernimmt damit die EZB. Das führt zu mehr Inflation, sichert aber Krisenländern das Überleben.

Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • "Trotzdem war es richtig, den Pakt anzustreben."

    Klar, rumdoktern bis der Arzt kommt... und den Patienten nur noch für tot erklären kann. Anstatt einzugestehen, dass das Euro-Experiment gescheitert ist, lässt man den Steuerzahler zwecklose Rettungsaktionen bezahlen ("Sparmaßnahmen", aha), ein Ende ist nicht in Sicht. Und das läuft dann solange, bis auch der Steuerzahler nichts mehr hat, oder wir nur noch arbeiten und Steuern zahlen, um die Zinsen der Staatsschulden berappen zu können...

  • Herr Füst will sich also in die Reihe der keysianischen deutschen Ökonomen einreihen, die die öffentliche Debatte bestimmen wollen. Da kann ich nur sagen: nein danke.

    Der Euro wird irgendwann einfach zerbrechen, wenn die zwangsläufig katastrophalen ökonomischen Kosten für dieses politische Projekt des planwirtschaftlichen Irrsinns nicht mehr zu rechtfertigen sind.

    Eine der besten Zustandsbeschreibungen zum Thema Euro findet man hier: "Währungssystemische Agonien" - http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=8467

  • Das bestehende Regelwerk von Bail-Out Verbot und Staatsfinanzierungsverbot durch die EZB ist immer noch in Kraft! Vergessen wir das jetzt einfach? Sind wir nicht fortwaehrend rechts- und vertragsbruechig? Wozu sollen wir denn neue Vereinbarungen treffen, die loecherig, inkosnsistent, widerspruechlich sind und die niemand wirklich haben will? Es sagt doch jetzt schon jeder, dass die neuen Regeln nicht eingehalten werden. Wollen wir noch den kleinen Rest Achtung, der fuer Recht und Gesetz vielleicht noch vorhanden ist endgueltig zerstoeren? Ist das nicht nur ein grosses Feigenblatt fuer Frau Merkel, dass sie ohne Gesichtsverlust weiteren sinnlosen Rettungsschirmen zustimmen kann?

  • Die gigantische Liquiditaetsschwemme durch die EZB wird nicht zur Linderung des Ueberschuldungssyndroms beitragen. Gesetzt den Fall, die Banken kaufen dafuer tatsaechlich Staatsanleihen, so werden sie wohl kaum die guenstigen Zinssaetze der EZB weiterreichen, denn sie haben ein enormes Ausfallrisiko. Die Zinsen sinken fuer die Krisenstaaten also nicht in nennenswertem Umfang. In dem Masse, wie die Krisenstaaten Mittel aufnehmen, steigen deren Schulden und Zinslast ungebremst weiter. Das Platzen der Kreditblase wird nur verschoben.

    Die Banken koennen Kredite nur in dem Umfang weiterreichen, wie sie die erforderlichen Eigenkapitalregeln einhalten koennen. Der Spielraum duerfte eng sein. Die Banken decken sich wohl eher mit EZB Geld ein, um ihren eigenen Refinanzierungsbedarf zu sichern. Floessen diese riesigen Summen tatsaechlich in die Staatsfinanzierung, muesste man davon ausgehen, dass sehr wenig davon zur EZB zureuckkaeme. Was dann?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%