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Gastkommentar: Kein Zurück für China

Das Internet wächst schnell. Das gilt auch für die Online-Community in China. Die explosionsartige Verbreitung des Internets bietet der Wirtschaft neue Möglichkeiten. Doch es gibt auch eine dunkle Seite.

Stephen Roach‬ lehrt an der Universität Yale und ehermaliger Chefvolkswirt von Morgan Stanley. Quelle: Pressefoto
Stephen Roach‬ lehrt an der Universität Yale und ehermaliger Chefvolkswirt von Morgan Stanley. Quelle: Pressefoto

China, das lange Zeit eine der am stärksten fragmentierten Nationen der Erde gewesen ist, wächst in ungekanntem Ausmaß zusammen. Seine Online-Community vergrößert sich rasant, mit tiefgreifenden Auswirkungen auf die Wirtschaft, ganz zu schweigen von den gesellschaftlichen Normen und dem politischen System des Landes. Dieser Geist lässt sich nicht wieder in die Flasche zurückstopfen. Der Wandel vollzieht sich mit atemberaubender Geschwindigkeit.

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Angaben von Internet World Stats zufolge hat sich die Zahl der Internetnutzer in China seit 2006 mehr als verdreifacht und ist Mitte 2011 auf 485 Millionen gestiegen – das sind mehr als dreimal so viele wie im Jahr 2006, aber immer noch nur 36 Prozent seiner 1,3 Milliarden Einwohner. Es gibt also noch Potenzial.

Aufgrund der stark sinkenden Kosten, der rasch voranschreitenden Urbanisierung sowie des schnell steigenden Pro-Kopf-Einkommens ist die Annahme realistisch, dass der Verbreitungsgrad des Internets in China die 50-Prozent-Schwelle bis zum Jahr 2015 überschreiten wird. Wenn es darum geht, China zu analysieren, ist es leicht, sich in Zahlen zu verlieren. Entscheidend sind an dieser Stelle jedoch die Auswirkungen der neuen Vernetzung, nicht ihre Ausmaße.

China

Hierzu gehört die bedeutende Rolle, die das Internet bei der Entstehung der chinesischen Konsumgesellschaft spielen kann. Diese ist für die seit langem unausgewogene chinesische Wirtschaft von entscheidender Bedeutung. Der Anteil der Konsumausgaben in Höhe von weniger als 35 Prozent des BIP ist der niedrigste unter allen großen Ländern. Durch das Internet entsteht jetzt ein Bewusstsein für das Ausgabeverhalten, für den Geschmack der Verbraucher und für Marken – wesentliche Merkmale einer jeden Konsumkultur.

Das Internet kann auch freiere und offenere Kommunikation ermöglichen, soziale Aufstiegsmöglichkeiten eröffnen, die transparente und schnelle Verbreitung von Informationen und, ja, Individualität fördern. Chinas Führung hat des öfteren Bedenken über zunehmende Ungleichheiten geäußert, die die Entwicklung einer, wie sie es nennen, „harmonischen Gesellschaft“ behindern könnten. Die Onlinenutzung könnte wirksam dazu beitragen, China zusammenzubringen und dieses Ziel zu erreichen.

  • 22.02.2012, 08:57 UhrNeptun

    Ein Kommentar ohne Sinn ohne Aussage ohne wirklichen Informationsgehalt. Wir haben in demokratischen Deutschland, wo Meinungsfreiheit ein hohes Gut ist, Bundestrojaner, Verfassungsschutz, welcher jeden beobachtet, außer den Rechtsradikalen, und dieser Autor redet über Cyber-Überwachung in China...

  • 21.02.2012, 21:22 UhrAnonymer Benutzer: Kelti

    Tolle Aussage: "... hat sich die Zahl der Internetnutzer in China seit 2006 mehr als verdreifacht ... das sind mehr als dreimal so viele wie im Jahr 2006 ..."

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