Gastbeiträge

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Gastkommentar: Schulterschluss mit Washington

Eine enge Zusammenarbeit Europas mit dem neuen US-Präsidenten ist notwendig – egal, wie er heißen wird. Insbesondere im Nahen Osten müssen Europäer und Amerikaner mit einer gemeinsamen Strategie vorankommen.

Der Autor war von 2000 bis 2002 Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag und ist seit 2009 Vorsitzender der Atlantik-Brücke e.V. Quelle: dpa
Der Autor war von 2000 bis 2002 Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag und ist seit 2009 Vorsitzender der Atlantik-Brücke e.V. Quelle: dpa

Traditionell wird eine amerikanische Präsidentenwahl in einigen wenigen Bundesstaaten entschieden: Ohio, Virginia, Nevada, North Carolina und Florida sind solche „battleground states“, auf die sich die ganze Energie der Kandidaten konzentriert. Hier tobt eine gigantische Material- und Fernsehschlacht, im Rest des Landes ist von Wahlkampf hingegen wenig zu spüren.

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Die Aufmerksamkeit der Wahlkämpfer konzentriert sich auf die Staaten, die nur knapp gewonnen oder eben knapp verloren werden können. Nach dem Prinzip „the winner takes it all“ winken am Ende alle Wahlmännerstimmen des gewonnenen Staates. Ganz gleich, wer das Rennen am Ende gewinnt - der Demokrat und amtierende Präsident Barack Obama oder der republikanische Herausforderer Mitt Romney -, auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten warten große und schwierige Aufgaben.

US-Wahl 2012

Die amerikanische Gesellschaft ist tief gespalten, Beobachter sprechen von der tiefsten Spaltung des Landes seit dem Bürgerkrieg. Der Wahlkampf wird - anders als früher - weitere tiefe Zerwürfnisse zwischen den Parteien und ihren maßgeblichen Repräsentanten hinterlassen. Obama wird sich im Falle seiner Wiederwahl voraussichtlich auch einer Mehrheit der Republikaner im Senat, nicht nur im Repräsentantenhaus gegenübersehen.

Entweder wird der den meisten Amerikanern eigentlich fremde parteipolitische Streit noch härter und noch unappetitlicher - oder aber Obama bringt das Kunststück fertig, das bisher nur Bill Clinton in seiner zweiten Amtszeit gelungen ist, nämlich eine Brücke zu schlagen zwischen ihm, dem ersten demokratischen Präsidenten, dem nach Harry Truman eine Wiederwahl gelungen war, und der Mehrheit der Republikaner in beiden Häusern des Kongresses.

Obama muss im Falle seiner Wiederwahl auf den Kongress zugehen. Was bedeutet das alles für uns? Nun, wir sollten nicht abwarten, bis in Washington wieder „normaler“ politischer Alltag herrscht. Es gibt Themen, die uns ganz unabhängig vom Ausgang der Wahlen in naher Zukunft beschäftigen und zu denen die Europäer gemeinsame Lösungen mit den USA anstreben sollten: Die Zahl der außenpolitischen Krisenherde wird größer.

  • 27.09.2012, 10:30 UhrBietchekoopen

    Politiker, die heute noch unser Glück in den USA suchen, haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt.
    Die richtige Antwort lautet, unsere Zukunft liegt in Europa. Das Know How Westeuropas gepaart mit den Ressourcen Osteuropas wird uns für die Zukunft stärken.

    Wir leben heute bereits mit ca 4 Millionen Russen in Deutschland zusammen. Und das klappt gut. Ich selbst war 3 Jahre in Osteuropa tätig. Auch das klappte gut.

    Die Propaganda des kalten Krieges wurde von der Wirklichkeit überholt. Eine stärkere Orientierung in Richtung der USA ist schädlich für unsere zukünftige Entwicklung.

  • 24.09.2012, 18:33 UhrRechner

    Von den amerikanischen Raubkriegen sollte sich Europa tunlichst distanzieren, anstatt mit den Verbrechern gemeinsame Sache zu machen.

  • 23.09.2012, 17:03 UhrBrasil

    "Man muss ein Narr sein um anzunehmen das die USA europäische Interessen vertreten..." und die deutschen Politikertrottel ist die Besatzung eines kompletten Narrenschiffs! Schiff ahoiiiiii!

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