Visionen sind nötig, um eine globalisierte Welt zu interpretieren und darin wirkungsvoll zu handeln. Technologischer Fortschritt, Wechselbeziehungen und die Zerstreuung von Macht - all diese Faktoren haben zum Entstehen einer neuen komplexen Realität beigetragen, die einen ungetrübten Blick erfordert. Visionen sind zudem entscheidend, um Führungspersonen zu befähigen, vor ihnen liegende Chancen zu erkennen und entschlossen zu ergreifen, anstatt sich vom Burn-out lähmen zu lassen.
Werte sind erforderlich, um Vertrauen aufzubauen und jede eingeleitete Maßnahme zu untermauern. Die Werte echter Führungsqualitäten müssen dabei über kurzfristige Aktionärsinteressen oder die nächsten Wahlen hinausgehen. Nur so kann zwischen den Menschen und den Führungsverantwortlichen eine echte Verbindung und bedeutende Interaktion entstehen. In der heutigen Welt sind sowohl Macht als auch Informationen breit gestreut. Entscheidungen können daher nur umgesetzt werden, wenn die Menschen die Gründe verstehen. Während Visionen das langfristige Argumentarium bilden, geben Werte eine Richtung und einen Sinn.
Es ist bezeichnend, dass trotz der düsteren Wirtschaftsaussichten die Zahl der Teilnehmer an unserem Jahrestreffen 2012 in Davos auf Rekordniveau liegt. Dies zeigt, dass ein Bedürfnis besteht, die vor uns liegenden, gewaltigen globalen Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Davos bietet Führungsverantwortlichen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft eine echte Chance, eine kollektive Vision und gemeinsame Werte zu erarbeiten.
Das diesjährige Treffen wird von besonderer Bedeutung sein, wenn wir unser aktuelles Radarsystem eines kurzfristigen, situationsbezogenen Krisenmanagements durch einen Kompass ersetzen wollen, der klar die Richtung weist und eine Orientierung auf der Basis langfristiger Werte bietet.
Ganz oben auf der Agenda der Teilnehmenden in Davos werden die Wiederherstellung eines Gleichgewichts sowie der Schuldenabbau stehen - beides ist für die globale Wirtschaft zentral. Vergessen wir aber nicht, dass es beim Jahrestreffen auch darum geht zu gewährleisten, dass Führungspersonen ihre Verantwortung mit moralischer Integrität wahrnehmen und dass das öffentliche Interesse im unternehmerischen Denken berücksichtigt wird. Das Thema des diesjährigen Treffens lautet "Die große Transformation: neue Modelle gestalten". Es spiegelt wider, dass wir uns in einer Ära tiefgreifender Veränderungen befinden und dringend neue Denkansätze gefragt sind - viel mehr als noch mehr Business-as-usual.
Eine auf Visionen und Werten basierende Leadership wird ausschlaggebend sein, um Vertrauen wiederaufzubauen und das Burn-out-Syndrom zu überwinden. Dies gelingt jedoch nur dann, wenn die Führungsverantwortlichen durch konkrete Handlungen beweisen, dass soziale Verantwortung und moralische Verpflichtung für sie nicht nur leere Worthülsen sind.
Das WEF als Veranstaltung ist ok, allerdings nur so gut wie die Teilnehmer. das sind nun einmal angestellte Manager und gewählte Politiker. Unternehmer sind dort rar, gates geht da hin um geld einzusammeln, Jobs wurde da nie gesehen, wie viele andere erfolgreiche Unternehmer auch.
So werden wir jährlich einen wechsenden Mainstream erleben, der grundsätzlich nichts ändert, den Anwesenden aber kleine Geschäfte, Kungeleien und eigene Interessenswahrnehmungen ermöglicht.
So ist unsere sich "wandelnde" Welt nun einmal. Selbstreflektionen mit Pardigmenänderungen derjenigen, die die Krisen zu verantworten haben sind doch gar nicht zu erwarten. Gut ist, dass es so etwas wie eine Fügung oder Gerechtigkeit gibt, die dafür sorgt, dass zu grosse Egomanen immer wieder auf den harten Boden der Realität zurückgeholt werden, - Gutenberg,Hummler,Wulf, Strauss-Kahn, Berlusconi u.v.a.
Jedes Jahr findet wieder und wieder im schweiterischen Davos eine vorgezogene karnevalistische Kappensitzung unter der Leitung des Sitzungspräsidenten Schwab statt. Sogar die Manager verkleiden sich anläßlich des festlichen Anlasses: Statt Krawatte "Casual". Die dann verbreiteten Thesen erinnern dann doch stark an einfältige Kalauer und an "Wolle mer se reilosse?". Der absolute Höhepunkt: Ein Schweizer (!) gibt in der Schweiz (!) zum Besten: "Der Kapitalismus ist am Ende!" und "Deutschland bekenne Dich zu Europa und zahle!". Dafür hat Schwab nun wirklich einen Orden der Määnzer Ranzengarde verdient! Oddrr?
„Wer Visionen hat, sollte lieber gleich zum Arzt gehen“
Viele unserer heutigen Errungenschaften sind aus Visionen hervorgegangen.
Dieses Zitat stammt wohl von Helmut Schmidt, der schon mit dem Internet nichts anfangen konnte.
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