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Klaus Schwab: Die Welt in der Burn-out-Falle

Mit kurzfristigem Denken stoßen Politiker angesichts komplexer Krisen schnell an ihre Grenzen, beobachtet der WEF-Gründer Klaus Schwab. Ein neues Führungsmodell müsse her, basierend auf Werten und Visionen.

Klaus Schwab ist Initiator des Weltwirtschaftsforums in Davos. Quelle: AFP
Klaus Schwab ist Initiator des Weltwirtschaftsforums in Davos. Quelle: AFP

Das Burn-out-Syndrom bezeichnet einen Zustand ausgesprochener Erschöpfung, verbunden mit Stress, Pessimismus, Zynismus, Absonderung und Bunkermentalität. Diese Symptome sind nicht nur besorgniserregend für den einzelnen Menschen, sondern können sich darüber hinaus katastrophal auf das Weltgeschehen auswirken.

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Beim Jahrestreffen des World Economic Forums in Davos wird das Thema Burn-out aus einer etwas anderen Perspektive betrachtet: Ich hoffe, dass das diesjährige Treffen dazu beitragen wird, ein neues Führungsmodell zu schaffen, das in der Lage sein wird, diesem Übel beizukommen.

Das vergangene, von bedeutenden Umwälzungen geprägte Jahr vermittelt den Eindruck, das globale System sei im Begriff auseinanderzubrechen: Finanz- und Schuldenkrise, Arbeitslosigkeit, politische Lähmung, soziale Ungerechtigkeit, Nahrungsmittel- und Energieknappheit - um nur einige Phänomene zu nennen. Das Auftreten so vieler gleichzeitiger und zusammenhängender Probleme bringt die Führungsverantwortlichen an ihre Grenzen. Parallel dazu versuchen die Menschen, mit Systemen und Sicherheitsmaßnahmen, die das Fundament unserer Existenz als globale Gemeinschaft bilden, die heutigen komplexen Risiken zu bewältigen.

„Who is Who“ in Davos Wichtig, prominent, schön

  • „Who is Who“ in Davos: Wichtig, prominent, schön
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  • „Who is Who“ in Davos: Wichtig, prominent, schön
  • „Who is Who“ in Davos: Wichtig, prominent, schön

Die übliche Reaktion in solchem Kontext ist der Ruf nach stärkerer Führung. Die Ereignisse der letzten Jahre haben indessen immer wieder die Grenzen der Führung in ihrer traditionellen Form aufgezeigt. Die mit nationalen Problemen beschäftigten, von einer Krise in die nächste schlitternden Leader haben wenig spürbare Fortschritte erzielt. Vielmehr wurden kurzfristige Lösungen eingeleitet, in einer Welt, die in rasantem Tempo aus den Fugen gerät. Kein Wunder, dass die Menschen das Vertrauen in unsere Führungsverantwortlichen verlieren. Die verständliche Frustration und Not kommt in Bewegungen wie „Occupy“ oder dem „Arabischen Frühling“ rund um die Welt zum Ausdruck.

Es besteht dringender Handlungsbedarf. Wir müssen nicht nur neue Modelle finden, um unsere weltweiten Herausforderungen gemeinsam anzugehen, sondern darüber hinaus ein neues Leadership-Modell entwickeln, das in der modernen Welt greift: Leadership, basierend auf Visionen und Werten, um die derzeitigen Probleme zu überwinden. Diese Kombination kann Führungspersönlichkeiten als Kompass dienen, der ihnen bei der Entscheidungsfindung die Richtung weist.

  • 30.01.2012, 08:43 UhrAnonymer Benutzer: Fridolin

    Das WEF als Veranstaltung ist ok, allerdings nur so gut wie die Teilnehmer. das sind nun einmal angestellte Manager und gewählte Politiker. Unternehmer sind dort rar, gates geht da hin um geld einzusammeln, Jobs wurde da nie gesehen, wie viele andere erfolgreiche Unternehmer auch.
    So werden wir jährlich einen wechsenden Mainstream erleben, der grundsätzlich nichts ändert, den Anwesenden aber kleine Geschäfte, Kungeleien und eigene Interessenswahrnehmungen ermöglicht.
    So ist unsere sich "wandelnde" Welt nun einmal. Selbstreflektionen mit Pardigmenänderungen derjenigen, die die Krisen zu verantworten haben sind doch gar nicht zu erwarten. Gut ist, dass es so etwas wie eine Fügung oder Gerechtigkeit gibt, die dafür sorgt, dass zu grosse Egomanen immer wieder auf den harten Boden der Realität zurückgeholt werden, - Gutenberg,Hummler,Wulf, Strauss-Kahn, Berlusconi u.v.a.

  • 26.01.2012, 11:52 UhrAnonymer Benutzer: Profit

    Jedes Jahr findet wieder und wieder im schweiterischen Davos eine vorgezogene karnevalistische Kappensitzung unter der Leitung des Sitzungspräsidenten Schwab statt. Sogar die Manager verkleiden sich anläßlich des festlichen Anlasses: Statt Krawatte "Casual". Die dann verbreiteten Thesen erinnern dann doch stark an einfältige Kalauer und an "Wolle mer se reilosse?". Der absolute Höhepunkt: Ein Schweizer (!) gibt in der Schweiz (!) zum Besten: "Der Kapitalismus ist am Ende!" und "Deutschland bekenne Dich zu Europa und zahle!". Dafür hat Schwab nun wirklich einen Orden der Määnzer Ranzengarde verdient! Oddrr?

  • 26.01.2012, 11:44 UhrAnonymer Benutzer: Lutz

    „Wer Visionen hat, sollte lieber gleich zum Arzt gehen“

    Viele unserer heutigen Errungenschaften sind aus Visionen hervorgegangen.

    Dieses Zitat stammt wohl von Helmut Schmidt, der schon mit dem Internet nichts anfangen konnte.





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