Kohlenstoffarme Energieversorgung
Es ist Zeit für die dritte, die grüne Revolution

Die Europäische Union hat erkannt, dass allein eine kohlenstoffarme Energieversorgung die gesellschaftlichen Herausforderungen meistern kann. Das G20-Treffen gibt Impulse für eine nachhaltige europäische Wirtschaft – dennoch liegen die Industriestaaten immer noch hinter ihren Zielen zurück.
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HB. Die G20-Vertreter, die sich kürzlich in London versammelt haben, dürften an Konrad Adenauers Ausspruch erinnert worden sein: „Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre.“ Ist es nicht bemerkenswert, dass 20 Staaten mit solch unterschiedlichen Gegebenheiten sich nicht nur darauf geeinigt haben, Protektionismus zu bekämpfen und die Finanzmärkte zu regulieren, sondern auch auf die Notwendigkeit, kohlenstoffarme Technologien zu fördern, um eine nachhaltige Wirtschaft zu schaffen? Dadurch könnten wir eine dritte industrielle Revolution bewirken: die grüne technologische Revolution.

Die EU hat sich richtig entschieden, durch die Annahme des Energie- und Klimapakets eine „Green Economy“ zu schaffen. Mit der neu gewählten US-Regierung haben wir jetzt einen mächtigen Partner, mit dem wir diese Idee teilen. Die EU hat erkannt, dass eine kohlenstoffarme, wissensbasierte Wirtschaft der einzige Weg ist, auf die gesellschaftlichen Herausforderungen zu antworten und unsere Volkswirtschaften nachhaltig zu gestalten. Wir haben eine gemeinsame Agenda entwickelt, die unsere auf Ressourcen basierende Wirtschaft der Nachkriegszeit in eine Wirtschaft umwandeln wird, die auf nachhaltige Technologie gegründet ist. Das G20-Treffen hat gezeigt, dass „Global Governance“ mehr als ein Konzept ist: Es hat einen starken gemeinschaftlichen Willen vermittelt, koordiniert zu handeln, indem wir uns auf eine „Green Economy“ zubewegen.

In ihrer Erklärung fordern die G20-Vertreter Technologien mit geringer Kohlenstoffintensität. Ziel ist es, unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren, die Energieversorgungssicherheit zu erhöhen und unsere Umwelt zu schützen. Die zukünftige europäische und globale Energiepolitik wird aus einem Mix an Energiequellen bestehen, darunter Solarenergie, Windenergie, Atomenergie, saubere Kohle und andere Energietechnologien mit geringer Kohlenstoffintensität.

Diese neue Revolution nutzt vorhandene Technologien mit geringer Kohlenstoffintensität und setzt auf die Entwicklung neuartiger Technologien. Dies wird nicht über Nacht geschehen. Tatsächlich liegen wir bereits hinter den Zielen zurück, die wir uns in der Vergangenheit gesetzt haben.

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