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Naher Osten: Der Krieg gegen Iran ist längst im Gang

Morde an Wissenschaftlern, Stuxnet und Sabotage: Israel versucht seit geraumer Zeit, die Atomrüstung Teherans zu stoppen. Das geht auch ohne den Einsatz von Kampfjets. Ein Gastkommentar.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad mit Verteidigungsminister Ahmad Wahidi (links) bei einer Militärparade. Quelle: dpa
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad mit Verteidigungsminister Ahmad Wahidi (links) bei einer Militärparade. Quelle: dpa

Das Dröhnen der Kriegstrommeln hört nicht auf. Die Europäer proben das Ölembargo gegen Iran, das iranische Parlament will ihnen zuvorkommen und den Hahn sofort zudrehen. Dahinter wummern die Kesselpauken, die von einem israelischen Angriff auf die Atomanlagen künden. Der US-Verteidigungschef Leon Panetta weiß genau, wann: zwischen April und Juni. Diese nackte Ansage durfte nicht stehen bleiben. Also griff Barack Obama am Sonntag durch: „Ich glaube nicht, dass Israel eine Entscheidung getroffen hat.“ Aber der Druck auf Teheran bleibt: Solange es nicht von seinen atomaren Ambitionen lasse, „wird Israel sehr besorgt sein“. Und „wir auch“.

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Vergangene Woche hatte der israelische Verteidigungsminister im Psychokrieg eskaliert: „Später“ könnte „zu spät“ sein. Am Montag zürnte Präsident Schimon Peres: Die Iraner „haben keine Zukunft, und wir werden im Kampf gegen sie siegen“.

„Zeit“-Herausgeber Josef Joffe. Quelle: PR
„Zeit“-Herausgeber Josef Joffe. Quelle: PR

In der strategischen Analyse – Israel will, aber kann nicht so richtig, Amerika kann, aber will nicht – hat sich nur ein Faktor zugunsten eines Angriffs geändert: die mögliche Flugroute. Solange die USA den irakischen Luftraum beherrschten, hätten die israelischen F-15 und F-16 einen langen Umweg fliegen müssen. Entweder auf der „Nordroute“: hoch zur türkisch-syrischen Grenze, dann scharf rechts entlang dieser Linie bis nach Iran, schließlich wieder rechts nach Süden zu den Zielen: rund 2.000 Kilometer. Oder die „Südroute“ quer durch Jordanien, dann durch Saudi-Arabien, schließlich über den Golf zu den verbunkerten Anreicherungsanlagen bei Ghom. Macht etwa 1.800 Kilometer.

Jetzt, da die Israelis den Irak nicht mehr meiden müssen, könnten sie in gerader Linie fliegen – etwa 1.200 bis 1.500 Kilometer. Was schafft eine F-15? Unter idealen Bedingungen (hoch, mit Extra-Tanks und unbeladen) an die 4.000 Kilometer – eine Milchmädchenrechnung. Erstens müssen sie wieder zurückfliegen. Zweitens müssen sie phasenweise niedrig in „dicker“, treibstofffressender Luft fliegen, um unentdeckt zu bleiben. Drittens, je mehr Waffen, desto weniger Kerosin. Es geht also nicht ohne Auftanken.

Israel hat aber nur neun Tankflugzeuge. Mit denen könnte es theoretisch eine Armada von 70 bis 90 Kampfjets bedienen, aber die Choreografie wäre halsbrecherisch. Keinesfalls könnten die Tanker tagelang in der Luft bleiben. Ergo: einmal hin und zurück.

  • 15.02.2012, 15:36 Uhrgeorge.orwell

    BILDERBERGER JOFFE lobt Israelischen Terrorismus - Zynisch

    Der Artikel ist großteils nicht schlecht, aber das Resümee ist ekelhaft zynisch und unannehmbar, Herr Joffe.

    Hier offenbart sich die menschenverachtende Einstellung der NWO und Ihrer vielen "Clubs" wie den Bilderbergern.

    Ein paar ermordete Zivilisten sind okay, Hauptsache das - mbE nicht mit dem Völkerrecht kompatible - Ziel das angebliche (!! siehe Irak-Kriegs-Lüge!!) iranisch Atomprogramm zu vernichten wird erfüllt.

    Dass Israel ein aggressiver Staat ist (siehe zB Gaza und Goldstone-Bericht) und selbst über Atomwaffen verfügt und andere Staaten damit bedroht scheint zu der Rechtfertigung für diese Morde in keinem Widerspruch zu stehen. Perverse Doppelmoral.

    Was bitte ist denn das, was Herr Joffe hier beschreibt anderes als TERRORISMUS?!!! Isreal terrorisiert den Iran und bringt ungestraft Zivilisten um.

  • 11.02.2012, 06:38 Uhrhardy

    Diese Diskussion vernebelt den Blick auf das wesentliche, und das ist nicht eine 1a Saga, von finstere Mächten. Es ist die Summe der ganzen kleinen Schweinereen, die begangen wurden, etwa bei der Verschleppung der saarländischen und pfälzer Juden, deren pikante Details wir erst seit kurzem kennen. Wie die Nachbarn die Wohnungen der Juden ausräumten und all das.

    Es vernebelt auch den Blick auf den religiösen Charakter dessen, dem sich die Deutschen da hingaben. Wolfgag Neuss nannte das "die Ekstase", mit der diese Schweinepriester locken konnten, politisch ist der ganze Müll doch gar nicht denkbar.

    Ich denke, nicht nur Hitler hat seinen leBon gelesen. Die Kunst, Menschen irrezuführen besteht im wesentlichen darin, ihr Bild von etwas zu manipulieren. Ein Feundbild zu schaffen und damit die Massen zu steuern.

    Anekdote us den 90ern? Da war ich noch Stammgast einer Videothek, wo neue Filme 2 Mark und ältere 1 kosteten. Es waren in der Regel immer 2 bis 3 Exemplare vorrätig. Eines Tages komme ich da rein und am Boden stehen gefühlte 20 Exemplare von "Nicht ohne meine Tochter" zu 1 DM. Interessant, oder?

    Natürlich gibt es Organisationen und Behörden, die konstant Einfluss zu nehmen versuchen auf unser Bild. Unlängst las ich eine Zusammenstellung der Institute, die "Islmophobie" konkret seit Jahren als Hauptaufgabe finanzieren.

    Aaaaaber ... Haben Sie "Illuminatus!" von RA Wilson gelesen? Wenn ja, ahnen Sie, daß es nicht _eine_ Verschwörung gibt sondern deren Milliarden, alle mit unterschiedlichen Zielen. Und nicht immer, wenn man denkt, man habe die "Fnords" gesehen, muss das auch stimmen.

    Mit dem Rest Ihrer ausführungen kann ich durchaus leben. Es geht um die Frage, ob man alles aus seiner eigenen Kultur heraus erklären muss, weil man keine andere kennt, oder allen das gleiche Recht auf respektierte Existenz einräumt .

    Sorry für die Abschweifungen

  • 11.02.2012, 06:22 Uhrhardy

    @gehtsnoch

    "viel spaß beim stöbern."

    Ist zwar schon länger her, daß ich gestöbert habe, aber da mein Gedächtnis noch ganz funktioniert und - vor allem - weil Sie in einer der vorangegangen Posts von der Fähigkeit sprachen, die Dinge zusammenzufügen - klinke ich mich mal gerade ein, bevor das in eine Richtung geht, die mir den Spaß an Ihrem bisherigen Vortrag dann doch vergällen würde.

    Nicht alles, was sich zusammenfügen läßt, gehört auch zusammen. Daß amerikanische Unternehmer Hitler "gemacht" hätten ist so definitiv falsch.

    Das war Dietrich Eckhard. Karl Mayr, ein Vorgesetzter Hitlers, als der noch für die Münchner Polizei spionierte, hat ihm Hitler zugeführt, Eckhard hat ihn dann unter seine "Fittiche" genommen und in seiner Bibliothek "ausgebildet". Wenn wir schon von Verschwörungen reden, dann bitte schon von einer, die auch wirklich stattgefunden hat. Die Details entnehmen Sie bitte Rudolf Freiherr von Sebottendorfs "Bevor Hitler kam", Werner Maser's Sturm auf die Republik oder anderen Büchern, die sich mit der Zeit beschäftigen und nicht unterschlagen, daß es sich beim Nationalsozialismus um eine "okkulte Religion" handelte, die auf der Verschwörung der Thule, eines Ablegers des Germanenordens, basiert - und gründlich in die Hose gegangen ist.

    Das ist nämlich der "Witz" an Verschwörungen: Sie enden nie so, wie sie sollen. Das erste, was dieser debile aus Österreich tat, war Geheimbünde zu verbieten, Sebottendorff konnte sein zweites Buch nicht mehr veröffentlichen.

    Jeder, ich betone das noch mal, _jeder_ hat Geschäfte mit dem Kerl gemacht, der darin Gewinn sah. Das ist keine Linie, die wir ziehen könnten, es waren einfach alle Trittbrettfahrer dabei.

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