Airlines
Reinigende Fusion

Ihre über Jahre hinweg angespannte finanzielle Lage hat die amerikanischen „Legacy“-Flugesellschaften davon abgehalten, neue Flugzeuge zu bestellen. Jetzt kommt sie ihre alternde Flotte mit hohen Treibstoff- und Wartungskosten teuer zu stehen. Denn neue Flugzeuge haben lange Lieferzeiten. Für einige könnte der Ausweg in der Fusion mit jüngeren Carriern liegen.

American Airlines und Delta sind dem Beispiel ihrer Konkurrenten Southwest und United gefolgt: Sie lassen Flugzeuge am Boden, um sie auf mechanische Probleme hin zu untersuchen. Zum Teil ist dies die Folge ihrer über Jahre hinweg misslichen finanziellen Lage, die die großen US-Fluggesellschaften mit internationalem Streckennetz, die so genannten “Legacy“-Carrier, dazu gezwungen hat, die Bestellung neuer Maschinen aufzuschieben. Jetzt sind ihre Flotten alt und teuer in Wartung und Betrieb. Für einige könnte die Fusion mit einer jüngeren Airline und die Eliminierung veralterter Flugzeuge der Ausweg aus dieser Klemme sein.

Selbst Fluggesellschaften, die das Geld zum Kauf neuer Fluggeräte haben, können nicht einfach zu Boeing oder Airbus gehen und einen neuen Jet vom Hinterhof holen. Die Nachfrage aus Asien und dem Mittleren Osten hat bei den Flugzeugbauern zu einem Auftragsüberhang geführt. Wenn ein Carrier heute eine Bestellung einreicht, muss er rund fünf Jahre auf die Auslieferung warten.

Ältere Jets sind nicht nur unzuverlässiger und kostspieliger in der Wartung. Sie fressen auch Kerosin. In den neunziger Jahren hatte sich Northwest dafür entschieden, ihre Flotte alter DC9 weiter zu betreiben anstatt sie zu ersetzen. Eine interne Studie war zu dem Schluss gekommen, dass es rentabler sei, die DC9-Maschinen zu behalten, wenn der Rohölpreis unter 60 Dollar je Barrel bliebe. Jetzt liegt der Ölpreis bei über 100 Dollar je Fass und die Entscheidung kostet Northwest eine Menge Geld. Andere Fluglinien sind mehr oder weniger in derselben Situation.

Legacy-Fluggesellschaften, die in dieser Sackgasse sitzen, könnten einen Ausweg finden, indem sie mit Billigfliegern fusionierten. Und diese würden die Annäherungsversuche vielleicht sogar begrüßen. Die schlanken Kostenstrukturen und die relativ kleine Größe von Airlines wie Jetblue, AirTran, und Frontier Airlines machen sie besonders anfällig für die in den Himmel schießenden Treibstoffkosten und eine sich abschwächende Konjunktur.

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