Apple
Nirgendwo ist das iPhone billiger als in den USA

Die beherrschende Stellung von Apple auf dem Markt für digitale Musikgeräte bildet sich deutlich in den glänzenden Quartalsergebnissen des Technologie-Unternehmens ab. Überraschender ist, dass Apple behauptet, der schwache Dollar habe eigentlich keine großen Vorteile mit sich gebracht. Das ist gut. Aber ein steigender Dollar könnte die Ergebnisse von Apple dennoch beeinträchtigen.
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Die beherrschende Stellung von Apple auf dem Markt für digitale Musikgeräte bildet sich deutlich in den Quartalsergebnissen des Technologie-Unternehmens ab. Der Umsatz der Firma ist im Quartal per 26. September um 25 Prozent binnen Jahresfrist gestiegen, wobei das iPhone eindeutig als Zugpferd fungierte. Überraschender mutet da schon die Aussage von Apple an, dass, auch wenn der Umsatz im Ausland um 44 Prozent zulegte, der schwache Dollar keine großen Vorteile mit sich gebracht habe. Das ist gut. Aber ein steigender Dollar könnte die Ergebnisse der Firma dennoch beeinträchtigen.

Wie vielleicht zu erwarten war, ist für den größten Teil des Umsatzzuwachses jetzt das iPhone verantwortlich. Da man über das Telefongerät aber auch Musik abspielen kann, greift das Smartphone allerdings den Absatz von iPods an. Niemand will schließlich zwei Geräte mit sich herumschleppen. Da aber die Telefongeräte teurer sind, ist der Umsatz gestiegen, selbst wenn der Absatz von iPods nachgab.

Dieser Trend mag zwar anhalten, aber der Dollar könnte auch wieder stärker werden. Eine jüngste Umfrage der Commonwealth Securities of Australia hat gezeigt, dass man derzeit einen iPod mit acht Gigabyte am billigsten in den USA erstehen kann. Das war nicht immer das Fall. Vor genau einem Jahr konnten iPod-Käufer in Australien, Kanada, Indonesien, Südkorea und Neuseeland die größeren Schnäppchen machen. Alle diese Währungen haben sich im Verlauf dieses Jahres gegenüber der US-Valuta erhöht.

Das deutet darauf hin, dass der Greenback überbewertet ist. Wenn sich eine Ware leicht über die Grenzen hinweg ausliefern lässt, dann sollte sich ihr Preis mit der Zeit ausgleichen oder die Wechselkurse sollten dies tun. Wenn der Dollar an Wert gewinnt, könnten die Auslandsumsätze von Apple fallen.

Allerdings könnte Apple noch einen Trumpf im Ärmel haben. Gemäß der oben genannten Umfrage war derselbe iPod in Argentinien am teuersten, umgerechnet lag sein Preis dort bei 336 Dollar. Auf dem zweiten Platz rangierte Island. Weder Argentinien noch Island zeichnen sich durch starke Währungen aus. Der Dollar hat gegenüber dem argentinischen Peso im vergangenen Jahr fast 20 Prozent zugelegt. Vielleicht ist es aber doch so, dass sich die Kunden gar nicht groß um Währungsschwankungen kümmern - sie wollen einfach ihr iPhone.

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