Baseball
A-Rod in Wrigleyville

Der höchstbezahlte Baseballspieler der Major League, Alex Rodriguez, kündigte seinen Zehnjahresvertrag mit den New York Yankees vorzeitig. Es wird nicht leicht für ihn werden, einen Arbeitgeber zu finden, der die rekordverdächtige Vertragssumme von zuletzt 252 Millionen Dollar toppt. A-Rod könnte allerdings mehr verdienen, wenn er sich an einem Team beteiligt.

Alex Rodrigues stielt den Red Sox, den diesjährigen Gewinnern der World Series, die Schau. Ein weiteres Vermächtnis in der bemerkenswerten Karriere des 32jährigen 3. Basemans. Mit seinem Weggang von den Yankees könnte er noch einen Rekord brechen - einen Finanzrekord.

A-Rod ist bereits der höchstbezahlte Spieler in der amerikanischen Major League. Das reicht ihm aber nicht. Er will mehr als den 252-Millionen-Dollar-Deal, den er mit den Bombern aus der Bronx einging. Kein leichtes Unterfangen, zumal die Yankees schon die höchstdotierten Gehaltslisten führen. Es gibt jedoch einen Weg, auf dem A-Rod finden könnte, wonach er sucht. Er muss sich nur mit einer Form der Ratenzahlung zufrieden geben - nach Wall-Street-Manier.

Scott Boras, A-Rods Agent, scheint einem neuen Zehnjahresvertrag über 300 Millionen Dollar nachzujagen. Nach heutigem Wert oder anders ausgedrückt, abdiskontiert mit einem angemessenen Zinssatz und risikobereinigt um 10 Prozent für mögliche Verletzungsrisiken, ergibt sich daraus ein Vertragsvolumen von 200 Millionen Dollar.

Eine heftige Summe für jedes Team, das nicht über die Finanzkraft der Yankees verfügt. Was aber, wenn ein Teil der Verpflichtung, wie bei Wall-Street-Unternehmen üblich, in Form eines Eigenkapitalanteils abgeglichen werden kann? Diese Form der Risikostreuung könnte für einige Teambesitzer attraktiv sein, auch wenn es bei den Ausschüttungen zeitliche Verzögerungen geben könnte, um nicht mit den Ligaregeln in Konflikt zu geraten.

Natürlich wird ein Teamchef wie George Steinbrecher von den Yankees nicht davon begeistert sein, sich das Eigentum an der Mannschaft mit einem Spieler zu teilen. Es gibt aber zumindest ein Team, das einen neuen Eigentümer sucht: die Chicago Cubs. Die Mannschaft, die noch zu Sam Zells Tribune Co. gehört, dürfte nach Schätzungen rund 600 Millionen Dollar wert sein.

Wenn A-Rod bereit wäre, etwa 40 Prozent seines heutigen Vertragsvolumens in Form einer eventuellen Eigenkapitalbeteiligung zu akzeptieren, könnten ihm schließlich 13 Prozent der Cubs gehören. Soll die Wette für A-Rod aufgehen, müsste sich der Wert der Wrigleyville-Lizenz allerdings mehr als verdoppeln. Mit einem A-Rod, der alle möglichen Rekorde bricht, scheint das aber nicht unmöglich.

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