Bierbrauer
SAB Miller entdeckt traditionelles Wachstumsrezept

Der unerschütterliche Biergigant hat gerade eine Brauerei im Sudan eröffnet. Solche Expansionen sind hilfreich, doch den größten Teil seiner Widerstandskraft in einem schwierigen Jahr verdankt SAB Miller konventionelleren Techniken. Eine straffe Kostenkontrolle und kräftige Preisaufschläge wirkten Wunder in einer Zeit, in der die Kosten der Bierzutaten so teuer wie noch nie waren.

SAB Miller, der unerschütterliche Biergigant, hat gerade eine Brauerei im Sudan eröffnet. Derartige Expansionen in Schwellenländern sind noch immer hilfreich, doch in einem schwierigen Jahr verdankte der Bierbrauer seine Stabilität größtenteils konventionelleren Methoden. Eine straffe Kostenkontrolle und kräftige Preiserhöhungen wirkten Wunder in einer Zeit, in der die Kosten der Bierzutaten sich auf Rekordständen bewegten.

Der bereinigte Gewinn je Aktie für das im März beendete Geschäftsjahr war mit 1,37 US-Dollar zwar vier Prozent niedriger als im Vorjahr, aber fünf Prozent höher als die Konsensschätzung von Thomson Reuters. Das ist nicht schlecht angesichts stagnierender Biervolumen und eines starken Dollars in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres. Der Bierbrauer konnte seine Preise um sechs Prozent erhöhen, in Afrika sogar um 14 Prozent. Auch Kostenkürzungen, vor allem in Lateinamerika, waren hilfreich.

Der Produzent von Miller Lite, Peroni und Grolsch warnte davor, dass dieses Jahr keinesfalls leichter aussieht. Seine Aktien entwickelten sich aber gut, in sechs Monaten stiegen sie um 30 Prozent, während die meisten Lebensmittel- und Getränkewerte stagnierten. Mit einem Kurs, der dem Zwölffachen des für dieses Jahr erwarteten Gewinns entspricht, liegt die SAB Miller-Aktie auf einer Linie mit den Wettbewerbern und erscheint für den Moment annähernd richtig bewertet.

Es könnte aber noch Aufwärtspotenzial geben. Wenn die Rohstoffpreise in der zweiten Hälfte dieses Geschäftsjahres fallen, in der SAB Miller einige seiner Lieferkontrakte neu verhandelt, könnten die Bierpreiserhöhungen der letzten Monate voll zur Geltung kommen. Damit würde das Minus bei der operativen Gewinnspanne, die auf Jahressicht um 110 Basispunkte schrumpfte, wieder umgekehrt. Und sicher werden die Verbraucher früher oder später wieder ihre Maßkrüge erheben, um mit einem Bier auf den Aufschwung der Wirtschaft anzustoßen.

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