Blackstone/GLG/Och-Ziff
Konvergenz

Der Zuwachs beim verwalteten Vermögen von GLG, Och-Ziff und Blackstone hat sich im zweiten Quartal bestenfalls verlangsamt. Das ist keine allzu große Überraschung. Aber die alternativen Asset Manager werden mit einem Aufschlag gegenüber ihren traditionellen Kollegen gehandelt. Das könnte sich dies ändern.

Im vergangenen Jahr wurden alternative Vermögensverwalter als die großen Hoffnungsträger gehandelt. Mittlerweile haben sie sich eher dem Allerweltsstatus angenähert. Die Hedge Fonds GLG und Och-Ziff und die Beteiligungsgesellschaft Blackstone haben für das zweite Quartal im Vergleich zum ersten über ein blutleeres Wachstum des verwalteten Vermögens berichtet, wenn nicht gar über Abflüsse. Eine solche Abschwächung ist im derzeitigen Umfeld keine allzu große Überraschung. Doch die Aktien der alternativen Asset Manager werden mit einem umfangreichen Aufschlag gegenüber ihren traditionellen Kollegen gehandelt, teilweise weil man eben von einem schnelleren Wachstum ausgegangen war. Die allgemeine Flaute, was das Einsammeln neuer Mittel angeht, könnte dazu führen, dass sich die Bewertungen aneinander annähern.

Das zweite Quartal war hart. Selbst die Bewertungen der Vermögenswerte von Hedge Fonds und Beteiligungsgesellschaften werden teilweise von den Marktkursen bestimmt. Schwache Märkte bremsen also Vermögensverwalter, die nach Wachstum Ausschau halten, aus. Doch die drei Firmen mussten zudem erkennen, dass es knifflig geworden ist, neue Mittel zu sammeln und alte zu behalten - was die Aktionäre vielleicht am meisten beunruhigen dürfte. Sowohl GLG und Och-Ziff registrierten im Berichtsquartal Netto-Abflüsse. Blackstone wiederum verbuchte ein First Closing eines Private Equity-Fonds von lediglich sieben Mrd. Dollar - dies entsprach der Hälfte des First Closing des vorhergehenden Fonds, der sich letztendlich auf 21,7 Mrd. Dollar belaufen hatte.

Natürlich bedeutet ein schwaches Quartal noch nicht, dass das Pflänzchen schon dauerhaft am Verwelken ist. Verglichen mit dem zweiten Quartal des Vorjahres haben alle drei Manager kräftig zugelegt. Und die Qualität der Investitionen sollte diesen Verwaltern genau so wichtig sein wie die Quantität. Aber der aufeinander folgende Rückgang bei den Vermögenswerten wirft dennoch Fragen auf.

Die alternativen Asset Manager sind an die Börse gegangen, weil man auch von der Vorstellung ausgegangen war, dass sie schneller wachsen würden als ihre langweiligeren Investmentfonds-Brüder - und schwierigen Märkten mehr entgegen zu setzen hätten.

Obwohl ihre Aktienkurse seit ihrem Börsengang gefallen sind, werden sie dennoch zu einem kräftigen Aufschlag gegenüber traditionellen Fondsmanagern gehandelt. Investmentfonds wie Blackrock oder T. Rowe Price weisen mehrheitlich einen Marktwert von 1,5 bis vier Prozent ihres insgesamt verwalteten Vermögens auf. Aber Blackstone, GLG und Och-Ziff werden sämtlich zu zweistelligen Vielfachen ihres verwalteten Vermögens gehandelt.

Diese Differenz erklärt sich teilweise durch die höheren Gebühren, die diese Firmen der neuen Art erheben. Aber einen weiteren Teil steuern die Wachstumserwartungen der Investoren bei. Wenn es sich herausstellt, dass diese Erwartungen in den kommenden Quartalen nur schwer zu erfüllen sind, könnten sich die Bewertungsvielfachen der beiden Unternehmenstypen einander annähern.

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