Canon-Aktien
Der digitale Weihnachtsmann

Kurz vor den Weihnachtsferien gehört die Unterhaltungselektronik zu den wenigen lichten Erscheinungen am Einzelhandelsfirmament. Kein Wunder, dass die Hersteller der coolsten Spielekonsolen zu Kurs-/Gewinnverhältnissen aus höheren Sphären gehandelt werden. Canon-Aktien könnten für Investoren die besseren Geschenke darstellen.

Glitzernde elektronische Geräte sind nicht billig zu haben. Und die Aktien der Unternehmen, die sie herstellen, können auf dem Rücken der Erfolgsprodukte schwindelnde Höhen erreichen. Aber kluge Anleger können auch kurz vor Weihnachten noch Schnäppchen unter den Werten der Unterhaltungselektronik finden. Die Aktien des japanischen Kamera- und Druckerkonzerns Canon machen vielleicht weniger Spaß als die von Apple, könnten sich aber langfristig als das bessere Geschenk erweisen.

Die Elektronikbranche scheint einer der wenigen Silberstreifen am Horizont des ansonsten düsteren Weihnachtseinkaufshimmels zu sein. Sicher, auf den Konsumenten lasten fallende Immobilienpreise und steigende Kraftstoffkosten. Aber die Phalanx der vorweihnachtlichen Glitzerdinger, angefangen bei hochauflösenden Digitalkameras bis hin zu iPhones ist äußerst verlockend. Der eine oder andere könnte sich da leicht zur Jahresabschlussorgie mit seiner Kreditkarte hinreißen lassen – schließlich braucht man sich dabei auch nicht den Kopf darüber zu zerbrechen, ob irgendjemand bleihaltige Farbe schlucken könnte.

Aber der Mode in den Einkaufszentren folgen, kann bedeuten, dass man sich auf Aktien mit schwindelerregender Bewertung einlässt. Beweisstück A ist Apple mit seiner satten Bewertung zum 33fachen der für 2008 erwarteten Ergebnisse. Nintendo, Produzent der glühendheißen Wii-Spielekonsole, wird mit einem Ergebnisvielfachen von 24 auch noch üppig bewertet. Da sieht die japanische Canon schon viel günstiger aus. Mit gerade mal dem 13fachen der nächstjährigen Gewinne ist Canon an der Börse deutlich billiger zu haben als Aktien aus der Vergleichsgruppe der Elektronikwerte oder als japanische Aktien insgesamt.

Natürlich beunruhigt die Aussicht auf einen steigenden Yen manchen Anleger, aber Canon – wie viele andere multinationale japanische Konzerne – hat in der Vergangenheit bewiesen, dass es durchaus dazu in der Lage ist, den Währungseffekt durch Hedgingaktivitäten und über den Globus verteilte Produktionsstätten zu kompensieren. Auch seine Umsätze generiert Canon global und das Unternehmen verfügt über führende Marktanteile in wichtigen Schwellenländern wie China und Russland.

Trotz seines Schnäppchen-Preises bietet Canon erstklassige Qualität. Mit einer Eigenkapitalrendite von 16 Prozent zeigt das Unternehmen, dass es in den Rankings zu Recht immer wieder unter Japans bestgeführten Unternehmen auftaucht. Sonys Eigenkapitalrendite dümpelt zum Vergleich im mittleren einstelligen Bereich dahin. Canon könnte also zu einem Geschenk werden, das auch in der Zukunft immer wieder Freude bereitet.

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