Collateralised Loan Obligations
Langwierige Genesung

Als die Nachfrage nach Collateralised Loan Obligations im Juli versickerte, war der Anker für den Übernahme-Boom versunken. Natürlich spähen die Banken jetzt angestrengt nach Anzeichen aus, ob er wieder auftaucht. Es gibt durchaus ermutigende Signale.

Sehen Sie den Bankern, die sich auf kreditfinanzierte Übernahmen spezialisiert haben, ihre nostalgischen Gefühle für das Goldene Zeitalter der Collateralised Loan Obligations (CLOs) nach. Diese Zweckvehikel für Verbriefungszahlungen in Form verschiedener Tranchen hatten den Löwenanteil der Übernahmekredite aufgeschnappt. Als die Nachfrage nach CLOs im Juli versickerte, war der Anker für den Übernahme-Boom versunken. Natürlich spähen die Banken jetzt angestrengt nach Anzeichen aus, ob er wieder auftaucht.

Es gibt durchaus ermutigende Signale. Im September wurden CLOs über insgesamt 7,8 Mrd. Dollar begeben nach 6,1 Mrd. Dollar im Vormonat, berichtet Standard & Poor?s LCD. Und neue Investoren warten frustriert, seitdem sich die CLO-Zinsspannen wegen der Kreditkrise ausgeweitet haben.

Die mit AAA bewerteten Tranchen haben jüngst bei einigen Abschlüssen ungefähr das abgeworfen, was A-Tranchen im Frühjahr erbracht haben. Dieses Plus hat Institutionen wie etwa Versicherungen angelockt, die sich sonst nicht auf Fremdkapital verlassen. Und höhere Renditen bei Tranchen mit niedrigerer Bonitätsbewertung interessieren die Hedge Fonds.

Zudem hat sich eine große Angst als grundlos herausgestellt. Die Banken hatten befürchtet, dass CLO-Manager sich entscheiden oder von ihren Gläubigern dazu gezwungen werden könnten, ihre Bestände an Krediten mit geringerer Rendite auf den Sekundärmarkt zu werfen und damit das gesamte Preisniveau zu drücken. Aber weder der Druck der Kreditgeber noch der Wunsch, Kapazitäten frei zu setzen, um neue Kredite mit höherer Rendite zu kaufen, haben zum Ausverkauf geführt.

In zwei jüngsten Abschlüssen haben die Vermögensverwalter dies umgangen, indem sie ihre in den Bilanzen gebliebene Ware mit Multi-Manager-CLOs zusammengelegt haben. Damit ist Kapazität frei geworden, um attraktiver bewertete Kredite zu kaufen. Im Gegenzug haben die Manager einen Bruchteil ihrer üblichen Gebühren akzeptiert.

Aber die Konsortialbanken für LBO-Kredite sind noch nicht auf der sicheren Seite. Die Fundamente des Markts liegen in Scherben. Die großen Jagdgründe für strukturierte Finanzprodukte sind geschrumpft, in denen sich die Vehikel für gepoolte Schuldtitel ihre erstklassig bewerteten Tranchen untereinander zugeschoben und an Zweckgesellschaften und Conduits weitergegeben hatten. Auf dieses Perpetuum Mobile entfiel ein ganzes Drittel der Nachfrage nach CLOs mit erstklassiger Bonität.

Und Banken, deren Eigenkapitalvorschriften erstklassige CLOs wie eine Lizenz zum Gelddrucken aussehen ließen, sind viel zu sehr mit ihren eigenen Wunden beschäftigt, als dass sie jetzt zurück auf den Markt drängten. Da sie aber früher den Großteil dieser Papiere gekauft hatten, dürfte der CLO-Markt - und die Nachfrage nach LBO-Krediten - nicht so bald wieder mit Siegesgebrüll auf die Beine kommen.

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