Deripaska
Rubel, Trubel, Traurigkeit

Der russische Oligarch Oleg Deripaska hat viel Geld verloren. Der Besitzer des weltgrößten Aluminiumproduzenten Rusal bezahlte einst 1,5 Mrd. Dollar für seinen Anteil am kanadischen Autozulieferer Magna, dieser ist nun weniger als eine Mrd. wert. Dennoch könnte es mit seinen erst im April erworbenen 25-Prozent-Paket an Norilsk Nickel noch dicker kommen.

Der russische Oligarch Oleg Deripaska hat viel Geld verloren. Der Besitzer des weltgrößten Aluminiumproduzenten Rusal bezahlte einst 1,5 Mrd. Dollar für seinen Anteil am kanadischen Autozulieferer Magna, dieser ist nun weniger als eine Mrd. wert. Dennoch es mit seinen erst im April erworbenen 25-Prozent-Paket an Norilsk Nickel noch dicker kommen.

Deripaska kaufte seinen Anteil von "The Devil?s Copper - Kupfernickel" Mikhail Prokhorov. Der einstige Firmenmitbegründer hatte sich mit seinem früheren Partner und jetzigen Mehrheitseigner Vladimir Potanin überworfen. Damals war der Anteil 13 Mrd. Dollar wert. Deripaska lieh sich 4,5 Mrd. Dollar für den Bar-Anteil der Rechnung; Prokhorov erhielt für den Restbetrag einen Anteil an Rusal.

Jetzt, im Oktober 2008, kommt es für Russland ganz dicke. Die Kreditkrise hat sich mit aller Macht des Landes bemächtigt und die Moskauer Börse seit Juni 60 Prozent an Wert verloren. Zudem schmerzen der weltweite Abschwung und der allgemeine Preisverfall die russischen Unternehmen. Norilsk ist seit April nur noch ein Viertel des früheren Preises wert, seit sich der Aktienkurs nach den enttäuschenden Halbjahreszahlen am Montag in freien Fall begab.

Nun ist Deripaskas Anteil nur noch drei Mrd. Dollar wert - ein Drittel weniger, als die Summe, die er sich allein für einen kleinen Anteil daran borgen musste. Rusal verlautbart, der Anteil sei "strategisch", sicher, und unterliege keinerlei Nachschussforderungen. Deripaskas Gläubiger sind dennoch - verständlicherweise - nervös.

Deripaska mag ja der Verlierer unter Russlands Oligarchen sein, aber nicht der einzige Betroffene. Seiner derzeitigen Nemesis Vladimir Potanin, mit dem er über das Schicksal von Norilsk im Clinch liegt, sagt man nach dem Verkauf von Aktien nach, auch er sei schwer von der Krise gebeutelt. Die Kreml-Kumpels sind gezeichnet - und weder Putin noch Medwedew haben ein Trostpflaster zur Hand.

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