Energias de Portugal
Gier beim Börsengang der Windkraft-Tochter wäre falsch

Europas Energiekonzere gliedern gern ihre Töchter aus, die erneuerbare Energie produzieren. Im vergangenen hat das der spanische Konzern Iberdrola vorgemacht, jetzt will Energias de Portugal (EDP) 25 Prozent seiner Windkraft-Tochter an die Börse bringen. Das wäre der größte IPO in Europa in diesem Jahr. Angesichts der zurückliegenden Marktturbulenzen sollte EDP allerdings schon jetzt klar sein, dass der portugiesische Konzern bei der Preisgestaltung für seine Tochter extrem flexibel sein muss.

Europas Energiekonzere gliedern gern ihre Töchter aus, die erneuerbare Energie produzieren. Im vergangenen hat das der spanische Konzern Iberdrola vorgemacht, jetzt will Energias de Portugal (EDP) 25 Prozent seiner Windkraft-Tochter an die Börse bringen. Das wäre der größte IPO in Europa in diesem Jahr. Angesichts der zurückliegenden Marktturbulenzen sollte EDP allerdings schon jetzt klar sein, dass der portugiesische Konzern bei der Preisgestaltung für seine Tochter extrem flexibel sein muss.

Der Börsengang von Iberdrola Renovables mag einige Investoren vorsichtig gemacht haben. Die Aktien des Unternehmens werden immer noch unter dem Ausgabepreis gehandelt und haben sich seit dem Börsengang schlechter entwickelt als der spanische Ibex-35-Index. EDP Renovables wird etwa mit dem Zehnfachen des Ebitda des nächsten Jahres bewertet, was einem Abschlag von rund 20 Prozent gegenüber dem vergleichbaren spanischen Mitbewerber entspricht.

Andererseits sprechen viele Dinge für den Börsengang der EDP-Tochter. Das Unternehmen ist zwar kleiner als der Iberdrola-Ableger, aber es handelt sich immerhin noch um das viertgrößte Windkraft-Unternehmen der Welt. Zudem haben die Portugiesen eine starke Marktpositionen in Spanien und den USA - Ländern mit einem hohen Anteil an Windenergie. Dieser Vorteil ist wichtig, weil es nur noch wenige Klippen gibt, auf denen sich Windmühlen platzieren lassen.

Das Ziel der EU, 20 Prozent des Energiebedarfs durch erneuerbare Energien abzudecken, sollte die Nachfrage nach Windkraft in nächster Zukunft vergrößern. Bei 120 Dollar für ein Barrel Rohöl brauchen Windfarmen wohl kaum Fördermittel, um profitabel zu sein. Die Märkte mögen nervös sein. Aber vorausgesetzt, dass EDP nicht zu gierig beim Endpreis ist, sollte der Handel bald unter Dach und Fach sein.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%