Forbes-Liste
Wege zum Reichtum

Microsoft-Gründer Bill Gates wurde als reichster Mann der Welt abgelöst. Nun hält das „Orakel von Omaha“ den Spitzenplatz. Warren Buffett schlug sich brilliant in einem desaströsen Jahr für die Finanzindustrie. Doch Buffett ist die Ausnahme. Der beste Weg, heutzutage viel Geld zu machen, ist der Aufbau eines Vermögens in armen Ländern.

Warren Buffett ist ein Gewinn für die Finanzindustrie. Das „Orakel von Omaha“ wurde gerade vom Forbes-Magazin zum reichsten Mann des Planeten gekürt, er folgt damit auf Microsoft-Gründer Bill Gates. Buffett machte sein Vermögen durch Investitionen in Berkshire Hathaway, eine Gesellschaft, die als Textilfirma begann und sich schnell zum Investmentvehikel wandelte. Buffets Fähigkeit, Gewinner zu finden und Problemen auszuweichen, ist legendär. Das gilt bis jetzt auch angesichts der aktuellen Finanzmarkt-Probleme.

Doch auf der Forbes-Liste leisten Buffett nur wenige Investoren Gesellschaft. Lediglich acht der 100 reichsten Menschen haben ihr Vermögen im Finanzsektor errungen. Und davon entwickelten nur drei - Carl Icahn (Platz 46), Petr Kellner (Platz 91) und George Soros (Platz 97) - einen Buffetts Methode ähnelnden Geschäftsstil. Die anderen vier verkaufen etwas an die eigentlichen Investoren: Michael Bloomberg seine Terminals, die Johnson-Familie Fidelity-Fondsverwaltungen und August von Finck deutsche Privatbank-Dienstleistungen. Die Yachten der Verkäufer scheinen dabei größer zu sein als die der Investoren.

Der beste Weg, richtig Geld zu machen, ist heutzutage der Aufbau eines Vermögens in armen Ländern. 15 der reichsten 20 und 42 der reichsten 100 Personen auf der Liste sind Unternehmer aus Entwicklungsländern, vom mexikanischen Telekom-Mogul Carlos Slim (Platz 2) bis zu Abdul Aziz Al Ghurair (Platz 100), dem führenden Banker der Vereinigten Arabischen Emirate, die arm waren, als er mit dem Vermögensaufbau begann.

Dieses Strickmuster ist logisch. Üblicherweise besteht in armen Ländern ein Mangel an hoch entwickelten Wettbewerbern, was das Einstreichen von Mega-Gewinnen erleichtert. Auch politische Verbindungen scheinen in Entwicklungsländern lukrativer zu sein. Die Finanzmärkte sind das andere Extrem. Sie sind hoch kompetitiv, offen für alle, unterliegen den Standards der entwickelten Welt und sind ziemlich transparent. Zudem sind sie oft ein Nullsummenspiel, in dem die aggregierten Gewinne der Summe der Verluste entsprechen. Es ist kein Wunder, dass dort Multi-Milliardäre rar gesät sind.

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