Goldman Sachs und Morgan Stanley
Nicht-Investmentbanken haben den Blues

Goldman Sachs und Morgan Stanley mögen zwar mit ihrer Umwandlung in Bankenholdinggesellschaften begonnen haben. Aber der hohe Fremdkapitalanteil und die Risikokrisenherde der ehemaligen Investmentbanken beunruhigen die Aktionäre immer noch.

Goldman Sachs und Morgan Stanley mögen zwar mit ihrer Umwandlung in Bankenholdinggesellschaften begonnen haben. Aber der hohe Fremdkapitalanteil und die Risikokrisenherde der ehemaligen Investmentbanken beunruhigen die Aktionäre immer noch. Stellen sich weitere schlechte Wirtschaftsnachrichten ein, dann werden die Lebensgeister der Investoren noch tiefer sinken und die Aktien der beiden Firmen werden weiter in Mitleidenschaft gezogen.

Nehmen wir Goldman. In der vergangenen Woche haben mehrere mit der Firma betraute Aktienanalysten bei ihren Gewinnerwartungen den Radierer angesetzt. So geht zum Beispiel Barclay?s Capital jetzt davon aus, dass Goldman im vierten Quartal 2,50 Dollar je Aktie verlieren wird gegenüber einem Gewinn von 2,71 Dollar je Aktie. Die Analysten begründen ihre pessimistische Einschätzung mit ungünstigen Bewertungen im Bereich Private Equity, bei Wohn- und Gewerbeimmobilien, bei den Übernahmefinanzierungen sowie mit Schwierigkeiten in der Prime Brokerage, also beim Handel, bei der Wertpapierleihe und der Verrechnung für Hedge Fonds.

Die Erkenntnis, dass Investmentbanken der ins Stottern geratenen Konjunktur besonders stark ausgeliefert sind, ist nicht neu - genau so wenig wie die Annahme, dass der von der Kreditblase ausgelöste Kater wahrscheinlich noch eine Weile anhalten dürfte.

Aber der unablässige Strom schlechter Wirtschaftsnachrichten legt nahe, dass die kommenden Quartale enttäuschend ausfallen werden. Während sich die Lebensgeister zwar irgendwann einmal wieder beleben werden, wird doch das sich langsam herausbildende Aufsichtsszenario mit Sicherheit für eine zusätzliche Ernüchterung sorgen. Und damit wird ein viel umfassenderer Punkt beleuchtet: Die Ertragskraft dieser Firmen könnte aufgrund der Regelungen, die wegen der Kreditkrise eingeführt werden, für immer beschnitten werden.

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