Google-Smartphone
Ein Stück vom Apfel

Das iPhone von Apple hatte die Konkurrenz meilenweit abgehängt, als es 2007 vorgestellt worden war. Zumindest auf den ersten Blick scheint das neue Smartphone "G1" von Google und T-Mobile in die unmittelbare Nähe des iPhone-Kult-Telefons vorrücken zu können. Die offenere Haltung von Google gegenüber den Software-Entwicklern konnte den Abstand sogar noch weiter verringern.

Das iPhone von Apple hatte die Konkurrenz meilenweit abgehängt, als es im Sommer 2007 vorgestellt worden war. Die Interessenten nahmen lange Schlangen vor den Geschäften in Kauf, um für einen happigen Preis eines der funkelnden Telefongeräte mit Touchscreen zu ergattern. Doch auch wenn das Apple-Smartphone in diesem Jahr einer soliden Runderneuerung unterzogen wurde, nagen die Konkurrenten mit Nachahmerprodukten stetig an seinem Vorsprung. Das neue Handy von Google und T-Mobile, "G1" genannt, scheint jetzt gar noch weiter aufgeholt und in die unmittelbare Nähe des iPhone vorgerückt zu sein. Die Frage, ob Apple weiter an der Spitze des Feldes bleiben kann, läuft hauptsächlich darauf hinaus, ob das iPhone seine Führungsposition der Hardware oder der Software verdankt.

Es gibt wenige Produkte, die schneller veralten als elektronische Geräte. Und bei Telefonen läuft dieser Prozess sogar noch schneller ab als bei den meisten anderen Apparaten, da die Käufer ständig auf den letzten Schrei aus sind. In diesem Jahr werden weltweit mehr als eine Milliarde Telefongeräte verkauft werden. Imposant aussehende neue Charakteristika werden schnell kopiert und zum Standard. Das G1, zum Beispiel, verfügt über eine große iPhone-ähnliche Touchscreen, auch wenn diese nicht ganz so eindrucksvoll gestaltet ist wie bei der Stil-Ikone von Apple. Doch das G1 ist zusätzlich mit einer hervorschwingenden Tastatur ausgestattet, die viele Nutzer der Touchscreen-Version des iPhone vorziehen könnten. Insgesamt sieht das G1 wie ein recht ansehnlicher Versuch aus, mit der eleganten Apple-Hardware gleichzuziehen.

Die Stärke von Apple lag allerdings schon immer darin, Hardware und Software zu integrieren. Der Vorsprung des iPhone gegenüber den Konkurrenten beim Abspielen von Musik, bei der Nutzung des Internet und beim Fotografieren hat dazu beigetragen, sich die Rivalen vom Hals zu halten. Und hier könnte sich das Google-Smartphone als härterer Herausforderer erweisen als frühere Verfolger. Auch wenn das Handy erst noch von den anspruchsvollen Nutzern auf Herz und Nieren geprüft werden muss, macht die Software des G1 auf den ersten Blick einen überzeugenden Eindruck. Gibt man zum Beispiel eine Adresse ein, dann erscheint auf dem Bildschirm des Geräts eine Karte oder eine Aufnahme der Straße.

Außerdem ist Google offener gegenüber neuer, extern entwickelter Software. Apple verkauft keine Anwendungen, die ihre Marke besudeln könnten - eines dieser Außenseiter-Programme etwa hatte unziemliche Geräusche hervorgebracht - oder die in zu enger Konkurrenz zu den eigenen Produkten von Apple stehen. Wenn die neutralere Haltung von Google mehr Entwickler herbeilockt, könnte der Vorsprung des iPhone bald weiter abschmelzen.

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