Internet-Suchmaschine
Google: Ein neuer Lebensabschnitt

Die Einnahmen von Google stagnierten in der Wirtschaftsflaute. Der Gigant der Internetsuche will deshalb die Kosten senken und sich nicht mehr so stark auf abseitige Ideen konzentrieren. Mit diesen Vorsätzen hat Google zwar nicht gerade das Rad neu erfunden. Aber sie sind ein Zeichen dafür, dass die Firma akzeptiert, reifer geworden zu sein.
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Google ist im zweiten Quartal auf eine Killer-Applikation gestoßen: Kostenkürzungen. Die Einnahmen des Riesen der Internetsuche stagnierten in der Wirtschaftsflaute. Doch die Firma hat einen Weg gefunden, sich mit diesen Schwierigkeiten auseinanderzusetzen. Sie wird die Ausgaben kürzen und sich nicht mehr so stark auf abseitige Ideen konzentrieren. Mit diesen Vorsätzen hat Google zwar nicht gerade das Rad neu erfunden. Aber sie sind ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen akzeptiert, reifer geworden zu sein.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal sind die Einnahmen im Berichtsquartal nur um drei Prozent gestiegen. Und gegenüber dem ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres traten die Einnahmen mehr oder weniger auf der Stelle. Doch trotz des schwierigen Umfelds konnte Google die Gewinne steigern, sie stiegen binnen Jahresfrist um 19 Prozent.

Der Grund dafür ist einfach: Das Unternehmen übte sich in finanzieller Hinsicht in Disziplin. Im Berichtsquartal wurden Stellen abgebaut und die Ausgaben insgesamt gesenkt. Vergünstigungen wie Mineralwasser wurden gestrichen. Und der Investitionsaufwand wurde um 80 Prozent zurückgefahren, wodurch mehr Cash in der Schatztruhe der Firma landete.

Das ist natürlich alles überhaupt kein Vergleich mehr zu dem Image von Google aus Boom-Zeiten, in denen die von Wagniskapital gestützte Firma scheinbar alles einmal ausprobieren durfte. Doch die Investoren sollten die Entwicklung begrüßen. Die Konzentration auf das Ergebnis mag zwar nicht sonderlich aufregend sein. Aber unter den Technologie-Unternehmen insgesamt hat genau diese Fokussierung in dieser Berichtssaison den Unterschied zwischen den Gewinnern wie Intel und den Verlierern wie Nokia ausgemacht.

Und wenn Google ihren Reifeprozess vorantreibt, könnte die Firma vielleicht sogar andenken, die Aktionäre mit einer Dividende aus ihrem Geldberg von 19 Mrd. Dollar zu entlohnen.

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