B.wertet
Faszination ist unbezahlbar

Fußballer und Unternehmenslenker verdienen viel. Während Millionen-Gehälter bei Fußballprofis akzeptiert werden, werden Manager schnell als maßlos verschrien. Die Faszination des Sports ist einfach unbezahlbar.
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Fußball begeistert mich. Spannung, Risikobereitschaft, das unberechenbare Auf und Ab und die Wankelmütigkeit des Glückes – vieles aus der Welt des Fußballs erinnert mich an die Börse. Nun ist die Bundesligasaison fast zu Ende, der deutsche Meister steht fest und nur um den Abstieg wird noch gerungen. Gratulation an die einen, Kopf hoch an die anderen, bleibt mir da nur zu sagen.

Mein Herz schlägt für Bayern München. In dieser Saison haben „die Roten“ tolle Spiele hingelegt, leider allerdings auch so manches Mal ihre Chancen nicht genutzt. Das ist nicht erfreulich – aber auch das erinnert mich an die Börse. Uns Bayern-Fans bleibt nur übrig, den Daumen für das Champions-League-Finale im eigenen Stadion zu drücken – wenn die Bayern dann die gleiche Mischung aus Leidenschaft und Professionalität an den Tag legen wie gegen Madrid, ist mir um das Ergebnis nicht bange.

Und im DFB-Pokal gibt es ein Wiedersehen mit dem deutschen Meister Borussia Dortmund – nach den Niederlagen in der Bundesliga könnte es dann vielleicht einmal klappen. Aber Vorhersagen sind beim Fußball wie an der Börse schwierig.

Eines hat die vergangene Saison gezeigt: sie war spannend und voller Überraschungen und es wird nicht derjenige Verein automatisch Meister, der die höchsten Umsätze erzielt oder die höchsten Gehälter bezahlt. Wieder eine Parallele zur Wirtschaft. Auch dort behaupten sich kleinere und mittelständische Unternehmen neben Großkonzernen und sind oftmals sogar Weltmarktführer, weil sie sich auf ihre Stärken konzentrieren und oftmals mehr als 100 Prozent abrufen. Weil sie von einem leidenschaftlichen, phantasievollen, strategisch denkenden und begeisternden Chef gelenkt werden.

Einen großen Unterschied gibt es allerdings zwischen Fußball und Wirtschaft: Während in der Wirtschaft die Gehälter der Unternehmensführer Anlass zu harscher Kritik geben, vor allem wenn sie sich im höheren einstelligen oder niedrigen zweistelligem Millionenbereich bewegen, werden die zum Teil viel höheren Gehälter mancher Fußballer weniger kritisch beäugt.

Kommentare zu " B.wertet: Faszination ist unbezahlbar"

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  • @WolfgangPress

    Es freut mich sehr, dass Sie ihre Frau glücklich macht, spannend ist jedoch meist die Frage ob es auch andersrum so ist!

    Der Export von subventionierten Lebensmitteln ist ein ganz anderes Problem. Da Sie ja schon dort waren wissen Sie sicher, dass oft der eigene Anbau von Hirse, gerade in den weniger fruchtbaren Gebieten nicht ausreicht, die Menschen also auf den Import von Lebensmitteln angewiesen sind und eben nicht mit den finanziellen Mitteln großen Importnationen mithalten können ... aber das brauche ich Ihnen sicher nicht zu erklären.

  • Sie schreiben, dass Fussball Sie glücklich macht. Mag ja sein. Mich macht meine Frau glücklich. Sie können mir wirklich leid tun, wenn Fussball Sie glücklich macht. Vielleicht sollten Sie sich Mal eine andere Frau suchen um zu erfahren, dass nur eine Frau einen Mann richtig glücklich machen kann.

    Was den Sahel betrifft, ich kann da wohl besser mitreden als Sie, denn ich war schon mal da. Im übrigen macht die EU mit ihren Exporten von landwirtschaftlichen Produkten die kleinen Bauern in Afrika kaputt. Das ist der Hauptgrund für den Hunger dort!!!

    Und was die Übertragungsrechte betrifft, die sind genauso wenig was Wert wie die Spieler, wohlgemerkt als Spieler, was Wert sind.

    Und erklären können Sie auch nicht, warum die Deutsche Bank so viel billiger ist als die Kasseler Sparkasse. Übrigens, damit es keine Missverständnisse gibt, ich habe mein Konto weder bei der einen noch bei der anderen, sondern bei einer Direktbank. Und Kredit brauche ich auch nicht.

  • Hier noch ein paar Beispiele:

    "Er [Gerhard Bruckermann] war einer der bestverdienenden deutschen Banker ... Gerhard Bruckermann gilt als einer der Hauptschuldigen für das Desaster der Hypo Real Estate."

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,828824,00.html

    "Georg Funke führte die Hypo Real Estate in den Ruin ... Funke will eine Abfindung von 3,5 Millionen Euro und eine monatliche Rente von 47.000 Euro einklagen"

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,820504,00.html


    Wenn man Artikel wie diese liest fragt man sich doch wirklich ob ein solcher Kommentar zur Managervergütung wirklich notwendig ist. Gerade die Finanzbranche hat viel zum schlechten Ruf von Unternehmern beigetragen, da wäre meiner Meinung nach etwas Demut eher angebracht ...

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