B.wertet
Vielfalt als Chance

Mit einer Sonderbriefmarke wird das Bundesfinanzministerium für die Vielfalt in unserem Land und die Chancen, die sich daraus ergeben – für den einzelnen wie die Gesellschaft. Warum wir mehr Vielfalt brauchen.
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Das Amt des Finanzministers auszuüben, löst derzeit wohl alles andere als reine Freude aus.  Allein die spannende Frage, ob die Zustimmung Deutschlands zum Fiskalpakt überhaupt mit unserem Grundgesetz vereinbar ist und was daraus für Europa und den Euro folgen sollte, wenn nicht, dürfte nicht gerade für ein sanftes Ruhekissen sorgen. Aber, selbst dieses schwere Amt hat seine leichten Seiten. Dazu zählt sicherlich die Herausgabe einer Sonderbriefmarke, auch eine feste Domäne des Finanzministeriums. Gestern nun präsentierte Finanzminister Dr. Wolfgang Schäuble die Sonderbriefmarke mit dem Motiv „Vielfalt als Chance“. Darauf zu sehen ist ein „typisch deutsches“ Klingelschild mit den sechs Namen „Yilmaz“, „Kaminski“, „Hanke“, „Peters“, „Krüger“ und „Tozzi“.  Damit jeder versteht, was gemeint ist, prangt darunter die Aufschrift: „In Deutschland zu Hause – Vielfalt“.

Das Bundesfinanzministerium wirbt mit dieser Marke für die Vielfalt in unserem Land und die Chancen, die sich daraus ergeben – für den einzelnen wie die Gesellschaft. Immerhin hat ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland inzwischen Wurzeln in anderen Ländern – rund 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund leben bei uns. Am größten ist dieser Anteil bei jungen Menschen und in den Ballungszentren. Dort, wo sich etwas bewegt, könnte man auch sagen.

Unterschiedliche Herkunft, die Verbindung von Kulturen, das gegenseitige Lernen – in der Wirtschaft spricht man hier gerne von Diversity. Die Vielfalt produktiv im Unternehmensinteresse zu nutzen lautet dabei das Credo dieser in den 1960er-Jahren in den USA entstanden Philosophie. Unternehmen, die in einer globalisierten Umgebung punkten wollen, müssen sich auch im eigenen Haus international aufstellen, so ein Gedanke. Wobei sich Diversity hier keinesfalls nur auf die Herkunft bezieht, sondern es werden etwa auch das Geschlecht und das Alter mit einbezogen oder auch unterschiedliche hierarchische Strukturen berücksichtigt.

Kommentare zu " B.wertet: Vielfalt als Chance"

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  • Frau Christine Bortenlänger vom HB ist eingeladen beim PHOENIX-Presseclub, weil sie offensichtlich "System-kompatibel" ist zur Merkel-Politik.

    PHOENIX-Moderator Herr Schönenborn hebt alle links-politishcen Themen stest hervor und Frau Christine Bortenlänger bringt Kritik-freie Moderationen hervor. Aalglatt und auf sozialistische Linie gebürstet.

    In letzter Zeit ist immer nur PHOENIX-Moderator Herr Schönenborn Sonntag 12 Uhr zu sehen, warum bloss ?? Sind die anderen zu kritisch ? Warum ist z.B. Herr Tichy ode rHerr Krumrey nicht mehr eingeladen beim Presseclub ?

  • Diese Gutmenschenspinner sind kaum noch zu ertragen
    Mit dem blöden Begriff "Menschen mit Migrationshintergrund" meinen die ausschließlich die türk. Klientel
    Warum steht denn auf dem Klingelschild kein vietnamnesischer Name? Aber diese Leute sind zu integriert, sie prügeln keine Deutchen ins Koma und so passen sie offenbar unseren Gutmenschen nicht.
    Wie blöde wird diese Getue usnere Gutmenschdn eigentlich noch?
    Vielleicht gibt es ja demnächst auch Unterhosen wo Mehment draufsteht

  • In die Milchmädchenrechnung sollte der permante Terror als Konstante eingepreist werden, die Plünderungsorgie am deutschen Bürger, die ungebremsten Staatsverschuldungen, die Lügerei der Politik, die Gewissenlosgikeit der Journalisten, der Euro-Betrug, der aus einem friedlichen Europa ein restlos zerstrittenes gemacht hat, die Selbstermächtigung einer obskuren Elite, die postdemokratische Struktur Brüssels, daß der Überstaat in seinem Vereinheitlichungsdrang nichts dazu gewinnen konnte, weder räumlich noch kulturell, sondern nur zerstört hat, was Generationen mühsam aufgebaut haben. Der Beweis, daß ein gleichgeschalteter Raum mit Einheitswährung unter Aufsicht nicht gewählter Repräsentanten besser sein soll als viele kleine, steht nicht nur aus, er wird nie erbracht werden. Und daß Verbreiung irgendwas mit Kultur zu tun hat.
    Stadt, Müll, Tod - wann ist die Comic-Lady das letzte Mal aus ihrem Computer gektochen?

    Babel ist auch untergegangen nicht trotz, sondern an seiner Hybris.

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