B.wertet
Was geht uns die Wirtschaft an?

Jugendliche wissen viel zu wenig über Finanzen, dabei ist es notwendiger denn je. Die gute Nachricht: den meisten ist das Problem bewusst. Es muss nur etwas dagegen getan werden.
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Die Finanzkrise hat kaum direkte Auswirkungen auf das Leben der Jugend in Deutschland. So positiv könnte - bei flüchtiger Betrachtung - das Ergebnis der Jugendstudie 2012 zu „Wirtschaftsverständnis und Finanzkultur“ lauten, die die GfK im Auftrag des Bankenverbandes unternommen hat. Denn 23 Prozent der befragten Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 24 Jahren stellten fest, dass die Krise „gar keinen“ und 49 Prozent, dass sie „kaum“ Einfluss auf das eigene Leben habe. Nur 12 Prozent räumten der Krise großen und 3 Prozent sogar sehr großen Einfluss ein.

Doch was wurde noch ermittelt? Bei den Jugendlichen im Alter von 21 bis 24 Jahren sank der Anteil derer, die sich für Wirtschaft interessieren, von sagenhaften 42 auf 29 Prozent, bei den 18- bis 20-Jährigen von 36 auf 23 Prozent und bei den ganz jungen 14- bis 17-Jährigen von 23 Prozent auf nur noch 13 Prozent. Nicht einmal ein Drittel aller Jugendlichen gewinnt dem Thema Wirtschaft etwas ab. Wirtschaft ist für die Jugend nicht sexy. Und vielleicht haben gerade die vielen Nachrichten zur Staatsschuldenkrise, die uns täglich in Zeitungen, im Fernsehen und Radio erreichen, bei den Jugendlichen ganz offensichtlich eher zu einer Art Abwehrhaltung in Sachen Wirtschaft geführt.

Die Meinung zum Euro ist bei der Jugend hingegen durchaus geteilt: 18 Prozent können sich eine Zukunft ohne Euro „sehr gut“ und 34 Prozent „gut“ vorstellen – sie bilden damit also eine knappe Mehrheit. Ob sich diese Jugendlichen allerdings wirklich darüber klar sind, was dies im Einzelnen bedeutet, darf vor dem Hintergrund des geringen Interesses an Wirtschaft bezweifelt werden. Immerhin 34 Prozent möchten sich ein Leben ohne Euro „eher nicht“ und 13 Prozent können sich dies „überhaupt nicht“ vorstellen.

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Europa ist was für Langweiler ....

Kommentare zu " B.wertet: Was geht uns die Wirtschaft an?"

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  • Gibt es wirklich ein wahres Interesse der Eliten und Finanzmärkte an intensiver Ausbildung in monetären Dingen? Das wage ich doch mal zu bezweifeln.

    Wem könnte man sonst Lebensversicherungen, Riesterverträge, zweifelhafte Zertifikate oder sonstige Finanzinnovationen verkaufen.

    Der Bankberater kommt einem mehr vor wie ein Zeuge Jehovas bzw. Mormone der seine Missionierungs-Quote nicht geschafft hat.

    Wenn mehr Menschen das kranke Fractional-Reserve Geldsystem und die wirkliche Rolle der Zentralbanken durchschauen würden, wären die Geldeliten wohl nicht wirklich amused.

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