Kurz und schmerzhaft

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Bruns Breitseite: Von Warren Buffetts Erfolgsrezept lernen

Warren Buffett, der bekannte Investor aus Omaha, hat einmal mehr gezeigt, was das Erfolgsrezept klugen langfristigen Anlegens ist. Anleger sollten sich dringend mit seinen Prinzipien auseinandersetzen.

von Christoph Bruns
Christoph Bruns ist Fondsmanager und Inhaber der Fondsgesellschaft LOYS AG.
Christoph Bruns ist Fondsmanager und Inhaber der Fondsgesellschaft LOYS AG.

Warren Buffett hat Optionsscheine auf Goldman Sachs Aktien in Aktien der US-Investmentbank umgewandelt. Vor knapp fünf Jahren kam Buffett der im Zuge der Lehman-Krise ins Straucheln geratenen Bank zur Hilfe und gab im Rahmen einer notwendig gewordenen Rettungsaktion eine großzügige Liquiditäts- und Reputationshilfe.

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Gleiches tat er übrigens bei GE, Harley Davidson und anderen, deren kurzfristig ausgerichtete Finanzierungsmodelle durch die Krise fragwürdig geworden waren. Warren Buffett weiß wie kaum ein Zweiter, dass die Pfeiler langfristigen Erfolges an der Börse Unternehmensqualität, Zeit, Streuung und vor allem ein attraktiver Einstiegspreis sind. Zudem hat Buffett nie zu viel Zeit auf Makrothemen verschwendet, sondern stets versucht, von scheinbar krisenhaften volkswirtschaftlichen Bedingungen und den entsprechenden hysterischen Überreaktionen an den Börsen durch günstige Käufe zu profitieren.

Zu den größten Erstaunlichkeiten an der Börse gehört freilich, wie selten Buffetts bewährte Strategie nachgeahmt wurde und wird. Dabei sind die genannten Prinzipien weder intellektuell anspruchsvoll noch besonders schwer umsetzbar. Mehr noch: Buffett selber hat die genannten Prinzipien nicht erfunden sondern seinerseits nur ins Werk gesetzt, was sein Mentor Benjamin Graham so eindrücklich in dessen Büchern und durch dessen Handeln als Hedge-Fonds-Manager vorgeführt hat.

Heute muss man darüber schmunzeln, dass Ende der 1990er-Jahre Analysten, Broker und Händler den Investor aus Omaha an der Börse verspotteten, weil er vermeintlich die sogenannte „new economy“ nicht verstand und gewiss verpasst hatte. Es gehört zu den großen Börsenironien, dass Buffet in den letzten fünfzig Jahren etliche der großen US-Banken und vor allem Investmentbanken vor dem Untergang gerettet und seine eigenen Mitaktionäre wohlhabend gemacht hat.

Ob Salomon Brothers, Goldman Sachs, Bank of America und manch anderes Institut. Buffett, der seine Miteigentümer in der Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway noch nie durch eine Kapitalerhöhung verwässert hat, hat mittlerweile nahezu die gesamte amerikanische Hochfinanz vorgeführt und deren Zockerei mit seinen durch Jahrzehnte bewährte Prinzipien lächerlich gemacht.

  • 29.03.2013, 07:13 UhrNeptun

    Ein sehr schlechter Artikel. Der Verfasser redet viel, und sagt nichts. Leute, die keine Ahnung haben flüchten immer in Abstraktionen. Buffett und Benjamin Graham mögen beide Value Investoren sein, aber zwischen beiden liegt Welten. Zwei vollkommen unterschiedliche Investmentstile. Graham kaufte jede Aktie, die er für unterbewertet hielt, sobald sie ihre innere Wert erreicht hatten. ER diversifizierte sein Geld, während Buffett eher nach Möglichkeit komplette Unternehmen kauft, und er investiert nicht in jeder Aktie, die gerade unterbewertet ist. Der Vergleich Buffett mit Goldman Sachs durch den Verfasser, ist vollkommen absurd. Man kann nicht Apfel mit Birne vergleichen, obwohl wir die beiden als Obst bezeichnen.

  • 28.03.2013, 16:53 Uhrtapir

    So ein Mist, wieso plant die deutsche Post jetzt ne Kapitalerhöhung (gestern bei Onvista)? Die haben das doch gar nicht nötig bei dem Guten Ergebniss. Ich versteh die Welt nicht mehr.

  • 28.03.2013, 15:02 Uhrhafnersp

    Warren Buffet ist ein gewiefter Hedgefondsmanager (auch wenn Berkshire formal kein Fonds ist), der sich immer weniger an "seine" Prinzipien hält. Viel mehr macht er "eine-Hand-wäscht-die-andere"-Geschäfte mit Washington und Wallstreet-Investmentbanken (er ist damit einerseits Aushängeschild für die "Recovery" und im Gegenzug Insider -der z.B. auch Pipelines politisch blockieren, damit Gas und Öl weiterhin mit "seiner" Burlington auf Schienen transportiert werden müssen).

    Die Prinzipien dieses Ober-Scheinheiligen sind allenfalls (noch) gutes Marketing, von dem auch viele anderen profitieren, die mit auf diesen Zug aufgesprungen sind, z.B. Bruns.

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