Der Transformer
Die vernetzte Industrie bringt Hartz 4.0

Digitale Fabriken und der Einsatz von Drohnen können einen massiven Rückgang bei gering qualifizierten Jobs bedeuten – und auch der Facharbeiter am Band droht so zum Auslaufmodell zu werden. Zeit für ein Grundeinkommen?
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Bis 2030 sollen 100 Billionen Sensoren über das Internet miteinander verknüpft werden und somit das vielgerühmte Internet of Things seine Wirkungsmacht entfalten lassen. Schon jetzt sind mehr als 3,5 Milliarden Geräte miteinander vernetzt. Nachdem in den vergangenen Jahren Themen wie Web 2.0 und Big Data die Diskussion um das Netz bestimmt haben, rückt jetzt zunehmend Industrie 4.0 in den Fokus.

Industrie 4.0, das klingt toll, oder?

Aber was wird der langersehnte Versionsnummernsprung zur nächsten industriellen Revolution für den German Mittelstand bedeuten? Die Vernetzung von Maschinen untereinander wird jetzt als Internet of Things bezeichnet und ermöglicht über diese Vernetzung ganz neue Möglichkeiten der Prozess-Steuerung und -Optimierung.

Das Förderprogramm „Autonomik für die Industrie 4.0“ der Bundesregierung zieht richtigerweise genau darauf ab, möglichst viel Automatisierungspotenzial durch das smarte Vernetzen autonomer Maschinen zu ermöglichen. Das Automatisierungspotenzial im Mittelstand soll gehoben werden, das ist eine der Verheißungen von Industrie 4.0 und in der Tat ist der deutsche Mittelstand gut beraten, sich mit dieser Entwicklung auseinanderzusetzen.

Man muss nicht so weit gehen wie Jeremy Rifkin, der in seinem aktuellen Buch „The Marginal Cost Society“ durch das Fortschreiten der Automatisierung und der damit stetig fallenden Herstellungskosten und damit verbundenen Produktivitätsgewinnen bereits eine Möglichkeit zur Überwindung des Kapitalismus sieht, um festzustellen, dass die kommende Automatisierungswelle unser derzeitiges System erschüttern kann.

Eine konsequente Automatisierung von Jobs, die derzeit mit wenig Ausbildung verrichtet werden können, wird den Arbeitsmarkt vor neue Herausforderungen stellen. Nun mag man zwar argumentieren, dass viele dieser Jobs körperlich anstrengend und schlecht bezahlt seien und es insofern doch Sinn machen würde, gerade die Jobs zu automatisieren, die Menschen nicht gerne verrichten wollen.

Aber auch wenn die Drohne künftig die Lagerbestände überprüft, der LKW automatisch und effizient durch Deutschland rollt und der Roboter Teile zusammensetzt, darf man nicht vergessen, dass dadurch wieder ein Mensch weniger Arbeit hat, der vermutlich aufgrund des Fortschreitens von Industrie 4.0 auch Schwierigkeiten haben wird, eine neue Stelle zu finden. Der aus der Vernetzung resultierenden Möglichkeiten für den automatisierten Ablauf in Betrieben stehen die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt diametral gegenüber.

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Automatisierungs- übertrifft Rationalisierungswelle

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  • Fortsetzung
    Entweder ich täusche mich gewaltig in euch, dann wären allerdings alle Wahlergebnisse gravierend gefälscht, oder ich habe recht und die Evolution vertilgt die meisten von euch und euren Nachkommen.

    Als erstes werden viel mehr Gefängnisse und Lager auf unterstem und billigstem Niveau benötigt und zwar viel umfassender und schlimmer als es jetzt schon in den USA der Fall ist, sodass die schlimmsten und gefährlichsten Systemgegner gesammelt und in „Sicherheit“ sind. Ein Heer von Juristen und unterqualifiziertes Sicherheitspersonal kann so auch noch eine ganze Weile beschäftigt werden mit Justizaffigkeiten und Menschenzoo-Angelegenheiten bis zur fälligen Massen-Endlösung. Selbstverständlich werden sich die, die noch nicht inhaftiert sind, damit beruhigen das es ja nur verurteilte Verbrecher getroffen hat und falls nicht wird man sich um sie kümmern. Ich bin 54 und werde wohl falls ich älter als 85 Jahre alt werde als einer der ersten in irgendeiner Form der Altersendlösung zugeführt werden, wahrscheinlich ist das für mich auch wesentlich humaner als die dann übliche Altersheim Realität, ist ja heute schon mehr als nur fragwürdig. Das Renteneintrittsalter und das Endlösungsalter wird man über kurz oder lang sowieso gleichsetzen. Schädlicher Ressourcenverbrauch wird de facto ein todeswürdiges Verbrechen sein, stellt euch darauf ein, Argumente zwecklos, es wird euch alle treffen! Wer den fünf Prozent Eliten nutzt hat solange er nützlich ist eine Freikarte, also kauft euch schon mal für den Notfall einen Schuhputzkasten oder so.

  • Ich finde sie richtig niedlich diese naiven Appelle an die Vernunft. Das wird bei den maximal fünf Prozent der wichtigsten Kapitaleigner und wahren Machtinhaber noch nicht mal ein unverschämtes Grinsen verursachen. Die wollen den ungeschmälerten Profit für sich und nicht den kleinsten Krümel an Millionen unnützer Mitesser abgeben. Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde außerdem viel zu viel Freiheit und Individualität für den Einzelnen bringen. Es wäre für diese Herrschaften dann viel zu kostenintensiv und unzumutbar schwierig noch Massen von Menschen über ihre hingehaltenen Stöckchen springen zu lassen. Nein, sie wollen wie unantastbare und fast gottgleiche Feudalherren über die Menschen gebieten können und dafür bedarf es der Armut im Übermaß und keinerlei sozialer Sicherheit für alle. Wir werden eine Zeit erleben, dass weit mehr als die Hälfte der Menschheit nicht nur unnötig für die fünf Prozent „Elite“ ist, sondern als unnütze und schädliche Ressourcenverbraucher die entsprechende Wertschätzung erhalten werden.
    Erleben wir nicht heute schon wie hunderttausende und Millionen von Menschen ungerührt für den „westlichen“ Kommerz zur Vernichtung frei gegeben werden?! Nur weil deren Massenmedien so gut wie nichts darüber berichten und IHR mehrheitlich zu dusselig seid über alternative Medien euch diese Informationen zu beschaffen, so passieren sie dennoch und sind Tatsache. Und die übergroße Mehrheit von euch, euren Kindern und Enkeln kommen auch noch an die Reihe, gemach, gemach, und Euer ungläubiges glotzen und dummes Geschwafel wird euch dann selbst ein Ekel sein. Mal wieder viel zu spät mögen vielleicht einige begreifen, wovor diese Jungs, diese fünf Prozent Elite tatsächlich Respekt gehabt hätte.
    Werft Ihr mal weiter mit verbalen Wattebäuschchen um euch und lasst euch weiterhin von den gut bezahlten Vassallen der fünf Prozent Elite verarschen bis zu eurem Ende!
    Fortsetzung

  • @Omarius

    "wer nicht schafft muss net essen"

    Dann müßten alle Politiker (die Leute, die sich vom Steuerzahler aushalten lassen und dafür nur Sprechblasen produzieren) ganz ohne Nahrung auskommen.

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