Der Ver(un)sicherer
Ein Geheimnis und Selbstverständlichkeiten

Es scheint für „Insider“ in der Versicherungsbranche selbstverständlich zu sein, dass Beamte bestechlich sind. Und dass anscheinend ein Netzwerk der Gefälligkeiten innerhalb der Beamtenstrukturen besteht.
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Ich gebe es zu, ich bekenne. Ich bin ein Verbraucherschützer, der sich eben der Sache der Verbraucher verschrieben hat. Wenn ich in meiner Funktion als Verbraucherschützer unterwegs bin, wenn ich als Verbraucherschützer Kolumnen schreibe oder in einer Podiumsdiskussion meine Meinung sage, dann tue ich das als Verbraucherlobbyist.

Als Vorstandssprecher des Bundes der Versicherten fühle ich mich meiner Aufgabe des Verbraucherschutzes verpflichtet und: Ich bin dabei nicht immer vollkommen objektiv! Besonders wenn ich Kolumnen schreibe.

Die Vorwürfe aus meiner Verbrauchernähe wiegen hart, besonders in Hinblick auf die Diskussion rund um das Debeka-Debakel: Da wird mir vorgeworfen, dass ich „populistisch“ argumentieren würde. Meine Worte seien „deftig“ und ich würde in einem „emotionalen Irrgarten“ die Fakten missachten. So die gnadenlose Bewertung in einem „Insidermagazin“, das sich besonders auch an „Führungskräfte der Assekuranz“ wendet.

Anstatt mit hohem Blutdruck ausschließlich gegen den vermeintlichen Populismus zu wettern, wäre es interessant zu wissen, wie denn dieses „Insidermagazin“ die skandalösen Vorgänge in der Beamtenschaft bewertet. Dazu aber kein Wort.

Es scheint für die „Insider“ also selbstverständlich zu sein, dass Beamte bestechlich sind, dass sich die Versicherungswirtschaft dieser bestechlichen Beamten bedient und dass anscheinend ein Netzwerk der Gefälligkeiten innerhalb der Beamtenstrukturen besteht.

Auch jenseits des „Insiderreports“ wird in einem wichtigen Fachmagazin der Versicherungswirtschaft gewettert. Hier ohne Namensnennung gegen einen „Verbraucherfunktionär“ der als Ver(un)sicherer nicht die Aufklärung, „sondern das Tribunal“ suchen würde.

Ich vermute, dass damit wohl meine Person gemeint sein soll. Und ich gebe zu, dass meine Kolumnen nicht den Anspruch haben mit „differenzierender journalistischer Distanz“ geschrieben zu sein. Im Deutsch-Leistungskurs habe ich schon als Abiturient gelernt, dass eine Kolumne zu den meinungsbildenden Schrifterzeugnissen gehört. Und nun das Geheimnis: Ich möchte in meiner Kolumne eine Meinung äußern und keine wissenschaftliche Abhandlung abliefern!

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Über Gefälligkeitsstrukturen

Kommentare zu " Der Ver(un)sicherer: Ein Geheimnis und Selbstverständlichkeiten"

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  • Wenn man sucht, dann sollte man richtig suchen:

    Registrierungs-Nr. D-P4O4-VZT18-38 Tätigkeitsart Versicherungsvertreter mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO Firma BdV Mitgliederservice GmbH

  • Ich muss immer bei Herrn Kleinlein grinsen, der Bund der Versicherten ist doch eigentlich ein Versicherungsvertretet. Die sind sogar im Versicherungsvermittlerverzeichnis registriert!

    http://www.vv-register.de/selektion/Details.aspx?id=14FCF4A1EFCEC9F04467B5CDAB

  • Ich kann mich noch gut an meine Zeit am Bankschalter erinnern, als es noch "Berater" gab und nicht nur "Verkäufer". Wie oft habe ich von Kunden, die im öffentlichen Dienst oder als Beamte arbeiteten, bei der Ansprache von der Anlage der vermögenswirksamen Leistungen (VL) gehört, dass ihr direktet Chef oder sogar noch ein darüber angeordneter Chef als Vermittler für das BHW oder die DEBEKA arbeitete und sie Repressalien im Job befürchten, wenn Sie Ihre VL nocht dort anlegen. Nicht selten kam es vor, dass nicht direkt der chef sondern seine Ehefrau ocer auch die Kinder offiziell als Vermittler auftragen; aber die erste Ansparache und auch die Einhilung der Unterschriften erfolgte immer durch dden Chef direkt.
    Falls hier Rechtschreibfehler sind, leigt das daren, dass ich in dem kleinen Fenster nicht herunterscrollen kann, um die Fehler zu sehen und zu berichtigen.

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