Die Visionen der Großen Koalition zur Gesundheitspolitik: Wahl gelaufen, Wahl vorbei, und auf einmal entschwindet das Thema. Das Wohl Deutschlands entscheidet sich mit der Autobahnmaut für Ausländer.

Kommentare

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  • Wegen ein paar Wechselwilliger kann man nicht das ganze System von GKV und PKV in Frage stellen. Portabilität der Rückstellungen vor 2009 ist rechtswidrig, da ein rückwirkender Eingriff in bestehendeVerträge.Solidarität zwischen Gesunden und Kranken innerhalb der Kollektive wird gefährdet.Die Rückstellungen sind gemeinsame Risikovorsorge für Personen die später krank werden.Wechselbereitschaft zeigen typischerweise die Gesünderen.Wenn man diesen die Rückstellungen mitgibt, werden die nicht wechselwilligen Alten und Kranken nicht mehr geschützt.

  • Provisionsdeckelung, Einstellung von Billigtarifen, der bessere Umgang mit §204VVG, Mindestleistungen im allgemeinen Versicherungsschutz. Diese positiven Entwicklungen muss die PKV jetzt fortsetzen.

  • Mit Verlaub, das ist so Unsinn. Da kann sich der einsame Schreiber hier Namen geben, wie er will.

    Wahlrecht,KKWahl,Wahl2013,KKParadox,Gleiches Recht,Chaos und jetzt AngstundBange und GegenAbzocke. Man erkennt Sie immer an Ihrem Schreibstil!!! Oder schreiben Sie sogar fürs HB, damit hier mehr Stimmung gemacht wird?

    Sie haben uns angelogen mit den 40% Beitragsanpassung der PKV in 2014. Sagen Sie mir die Gesellschaft und die Tarife dann prüfe ich es gerne mal nach oder Sie machen sich noch unglaubwürdiger. Ich hatte Ihnen bereits mehrfach sogar Hilfe angeboten.

    Gute PKV Tarife haben ca. die selbe Beitragssteigerung wie die GKV, also ca. 3-4% jährlich im Durchschnitt. Bereits mehr als 1 Million PKV-Versicherte haben portable Altersrückstellungen (alle seit 2009). Die Debatte über Portabilität und Wettbewerb ist eher ein Scheingefecht. Der Wunsch nach Portabilität entsteht doch erst wenn Menschen unzufrieden mit Ihrer Versicherung sind. Die meisten sind ja zufrieden in der PKV und wollen gar nicht wechseln. Mit Erleichterung der Mitnahme müssen gerade die Älteren und Kranken leiden, der schwächste Teil der Solidargemeinschaft. Die Jungen und Gesunden sind nachgewiesen wechselwilliger.
    Jede Gesellschaft bietet der GKV vergleichbare Tarife, die aber deutlich günstiger sind als der Basistarif der PKV. PKV sorgt auch für die jetzt junge Generation mit Altersrückstellungen für das Alter vor, im Gegensatz zur GKV. Wo ist da die Gerechtigkeit? Die Rivalität der Systeme GKV und PKV ist eine Antriebsfeder für den Fortschritt und es immer etwas besser zu machen als der andere. Eine Einheitskasse für alle Bürger würde alles nur auf dem Rücken der Kunden austragen. Mit anderen Worten es würde für ALLE deutlich schlechter und teurer.

    Kein vernünftiger Kunde geht wegen einer Selbstbeteiligung in der PKV nicht zum Arzt, wie gemutmaßt. Vorsorgeuntersuchungen werden meistens unabhängig von der SB erstattet. Wenn keine Rechnungen eingereicht werden, erhält der Kunde i.d.R.soga

  • PKV nur als Zusatzversicherung kann nicht funktionieren.

    Kunden schließen erst ab wenn sie krank und alt werden. Vorher sparen sie sich lieber die Beiträge.

    Kein Versicherer kann dann noch bezahlbare Prämien kalkulieren wenn nur Kranke und Alte sich versichern!
    Kein Kunde kann das dann bezahlen.

    Folge: Die meisten Versicherer ziehen sich zurück vom Markt, da es ein Minusgeschäft ist. Die Kunden und der medizinische Fortschritt bleiben auf der Strecke. Nur noch sehr Wohlhabende können sich überhaupt von Spezialisten behandeln lassen und müssen es selbst bezahlen.

  • Ich bin sicher, dass eine Eihheitsversicherung mit nivellierter Basisversorgung für alle die Zwei-Klassen-Medizin zementieren würde.
    Es wird dann direkt auf die individuelle finanzielle Leistungsfähigkeit bezogen behandelt.

    Siehe England mit der Fristenregelung, alle Menschen sind gleich und warten alle gleich 9 Monate auf eine neue Hüfte, implantiert durch ein pakistanisch-deutsch-giechisches ad hoc Ärzteteam . Oder sie bezahlen 30.000 Pfund, bekommen die Hüfte nächste Woche und werden rundum versorgt.

    Siehe Schweiz, Einheitssystem mit Grundversicherung für alle gleich, klingt gut. Wer es sich leisten kann hat eine (teure) Zusatzversicherung als Voraussetzung für freie Arztwahl/Zugang zu Spezialisten, sonst behandelt der Hausarzt. Grundversicherte Schweizer sind schlechter versorgt als Patn. in D (OK, haben häufig das Geld und zahlen die spezialärztliche Versorgung aus eigener Tasche.)

    Siehe Spanien, Sozialversicherung (steuerfinanziert, für alle Bürger); können sie sich die Zustände in einem Centro des salud vorstellen...?...und dann eine Clinica wo sie vor dem "Guten Tag" schon 80 Euro bezahlen.

    Das ist Zwei-Klassen-Medizin!

  • Kein vernünftiger Kunde geht wegen einer Selbstbeteiligung in der PKV nicht zum Arzt, wie gemutmaßt.

    Vorsorgeuntersuchungen werden meistens unabhängig von der SB erstattet. Wenn keine Rechnungen eingereicht werden, erhält der Kunde i.d.R.sogar zwischen 3-6 Monatsbeiträge zurückerstattet. PKV nur als Zusatzversicherung funktioniert niemals, da sich überwiegend nur die Kranken versichern und zwar erst dann, wenn sie die Leistungen benötigen. Kein Versicherer kann das mit bezahlbaren Prämien kalkulieren. Das sollte eigentlich jeder nachvollziehen können.

  • Keine Angst. Die PKV schafft sich selbst ab.
    Diese Lobby kann sich nicht mehr lange winden.
    Genau wie jeder das Recht hat, seine PKV Versicherung weiter zu führen. Muss jeder das Recht haben diese Versicherung zu beenden. Problem dabei ist einzig und alleine die sogenannte Versicherungspflicht in Deutschland. Aber aus diesem Grunde der PKV die Allmacht zu geben, Versicherte zu binden ohne Wechselmöglichkeit ist wohl Weltweit einmalig.

  • Ich komme aus dem Ausland und finde es unfassbar, dass ein so ungerechtes System in einem sonst so fairen, demokratischen Land wie Deutschland besteht. Die privaten Krankenversicherer haben quasi freie Hand zur Abzocke. Wenn man frisch aus dem Ausland nach Deutschland kommt, will man die Gesundheit als Erstes versichern. Da werden unrealistisch preiswerte Angebote gemacht, um die Vertrag unterschrieben zu bekommen. Gleichzeitig wird das gesetzliche System von der Qualität der medizinischen Versorgung her schecht gemacht, aber von drastisch steigenden Prämien ist ganz klar nicht die Rede. Und wenn das später passiert, wird einfach auf die nicht übertragbare Altersrückstellung hingewiesen. Wenn ich sehe, dass ältere Menschen es vermeiden, zum Arzt zu gehen, weil sie die vierstellige Selbstbeteiligung für den ersten Arztbesuch im Jahr sich nicht leisten können, frage ich mich ernsthaft, wie das in Deutschland sein kann. Wenn die Politik sich nicht kümmern will, dann brauchen wir eine Lobby, um ihr beizubringen, dass diese Abzocke nicht akzeptabel ist.

  • Wir haben doch jetzt eine grobe Richtungsentscheidung bekommen!

    Und zwar GEGEN eine Einheitslösung und Radikalreform einer Bürgerversicherung mit allen unvohersehbaren Risiken.

    Vielleicht sollte man jetzt auch einfach mal den Wählerwillen akzeptieren anstatt zu lamentieren?

    Das duale Gesundheitsystem zwischen GKV und PKV wird fortgeführt. Und das ist auch gut so.

  • Das System PKV ist total aus dem Ruder gelaufen.
    Da das PKV System ja auf unsere Beamten abgestimmt ist, und die Beamten in das System PKV hinein gedrängt werden ist doch klar dass sich für die anderen PKV Versicherten keiner stark macht.
    Es gibt die Gruppe der Beamten die nur einen Teil selbst abdecken müssen.
    Dann noch die gut betuchten, die sich mit den Beiträgen wohl nicht beschäftigen, das ist Peanuts für die.
    Und es gibt den Rest der den Fehler begangen hat in eine Versicherung zu gehen (PKV), die im Alter zum Armutsrisiko werden kann.
    Am schlimmsten ist, dass die Politik und die PKV es nicht schafft oder ermöglicht, dass es unter der PKV einen Wettbewerb gibt, mit Wechseln zwischen den einzelnen PKV ohne Verluste der Altersrückstellungen. Dazu sind die Tarife so starr, dass eine Leistungsreduzierung nicht möglich ist.
    Jeder der sich zur PKV entschließt erwartet dadurch Mehrleistungen oder bessere Leistungen. Das in einem PKV Vertrag aber für identische Leistungen analog GKV, ein mehrfaches an Gebührensätzen für Ärzte enthält, hat mit einer Gesundheitsversorgung rein gar nicht zu tun.
    Hier sollten die Versicherten mehr rechtlichen Beistand bekommen, um selbst entscheiden zu können, was kann man sich noch leisten in der Gesundheitsversorgung. Der Staat kann höchstens Vorgaben machen, was als Mindestversorgung vorhanden sein muss, aber er kann keinen zwingen ein PKV System bis ans Lebensende zu finanzieren, in dem man Arztpraxen höhere Gewinne beschert, und eingerechnete Zinsausfälle abdecken soll.
    Da müssen sich alle mal die Frage stellen, ob es rechtlich haltbar ist, dieses System für eine Minderheit als verpflichtendes Staatssystem aufrecht zu halten. Vertrag hin oder Vertrag her, jeder Vertrag wird nicht einseitig geschlossen, und kann beendet werden. Das paradoxe ist doch, dass alles was PKV mehr bietet als die GKV, wenn überhaupt, könnte eine Zusatzversicherung anbieten. Und diese kann man jederzeit erweitern oder beenden.

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