Der Ver(un)sicherer
Showdown im Ländle

In Stuttgart entscheidet das Oberlandesgericht am morgigen Donnerstag in einem Verfahren über die klassische Riester-Rente der Allianz. Der Branchenprimus könnte womöglich verlieren.
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Stuttgart, der Westen. Hier ist vermutlich zu Bürozeiten der Ort mit der höchsten Dichte an Versicherungsmathematikern in Deutschland. Wir haben noch etwas Zeit. Erst gilt es andere Verbraucherschützer zu treffen, dann gilt es vor Gericht zu stehen.

Nicht irgendein Gericht, sondern das Oberlandesgericht Stuttgart ist unser Ziel. Verrufen unter Verbraucherschützern, beliebt in der Versicherungsindustrie und bei deren Anwälten: Bach, Langheid, Dallmayr. Was nach leckeren Kaffee klingt, ist eine Kanzlei, die unter anderem Versicherungskonzerne vor den Verbraucherschützern schützt - also vor uns. Wir, das bin ich mit meinem Vorstandskollegen, er gebürtiger Harzer, ich Unterfranke.

Noch knapp vier Stunden bis zum Gerichtstermin – wir machen einen Spaziergang an der Karlshöhe. Hier hat man einen schönen Blick auf die Stadt, auf den Stuttgarter Kessel. Der Ausblick wird dominiert von dem Gebäude mit dem blauen Adler: Die Allianz-Lebensversicherung. Für diesen Nachmittag unser Gegner vor Gericht. Knapp ein Jahr ist es her, dass wir am Landgericht gewonnen haben. Nun aber am Oberlandesgericht ist es ein neues Spiel, neues Glück.

Wir gehen von der Karlshöhe in die Reinsburgstraße. Rückblick: 16 Jahre zuvor. Ich gehe als Mitarbeiter der Allianz über die Reinsburgstraße zur Kantine. Da steht ein Mann und verteilt Flugblätter in denen die Allianz harsch angefeindet wird. „Das sind die vom Bund der Versicherten“, erklärt der Kollege, der neben mir den Weg zur Kantine läuft. Heute ist er Vorstand bei dem größten Lebensversicherer Deutschlands, ich bin Vorstand beim Bund der Versicherten. Er war es, der mir als Erstes erklärte, worum es sich handelt, beim größten Verbraucherschutzverein für Versicherte.

Heute ist die Reinsburgstraße für uns der Weg zu einem Treffen mit anderen Verbraucherschützern. An einem Tag wie heute fühlt es sich an wie ein Weg durch Feindesland: fast nur Versicherungsgebäude um uns herum, bis wir am Feuersee sind. Hier ist mittlerweile sogar die S-Bahnstation nach einem Versicherungsunternehmen benannt.

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Gewissheit gibt es am 23. Januar

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  • Herr Kleinlein tritt nach außen hin werbewirksam als Verbraucherschützer u. BdV-Vorstandschef auf. Ich (64 J) habe ihn leider anders kennengelernt. Auf Bitte nach Unterstützung per EBf (an A.K. persönlich) wurde nicht reagiert, u.a. darin übermittelte Gruppenvers.-Kündigung "verschwand" angeblich. Trotz meiner Einrede u. Klarstellung u. wider BdV-Satzung wurde ich rausgeschmissen, d. h., plötzlich konnte ich mich nicht mehr auf der BdV-Website einloggen. Ich bin sicher, dass der Vorstand nicht weiß, wie mit unliebsamen BdV-Mitgliedern umgegangen wird. Mitglieder wie ich (seit ca. 1993), denen der BdV Gruppenversicherungen vermittelt. Deren Änderung werden eventuell nicht korrekt bearbeitet. In meinem Fall wurde bei der Gruppen-(Familien-)Rechtschutzversicherung (von 1995) bei einer Änderung in 2005 (ich zog damals mit meinem geschiedenen Mann u. unserem Sohn wieder zusammen) wahrscheinlich unkorrekte Angaben an die RS gegeben. Wir zogen in ein ZFH, deren Eigentümer nur mein Ex-Mann war, aber wir beide die Finanzierung übernahmen. Dem BdV wurden alle entsprechenden Unterlagen übermittelt. Nachdem ich bereits 2006 -gemäß Artikel im BdV-Newsletter 2006- um namentliche Aufnahme meines Mannes/Lebensgefährten (nicht Ehemannes!) als Co-Mitglied in die RS Vers. bat, wurde dem nicht nachgegangen. Mir wurde mitgeteilt, dass dies bei einer Familienversicherung und bei Ehepartnern nicht notwendig sei. Obwohl ich weiterhin fast jährlich um Änderung/Korrektur (auch meiner anderen Gruppenversicherungen) bat, blieb der BdV bei der o. a. Aussage. Noch in 2011 wurde auf meine Bitte/Antrag so reagiert. Erst bei Hinweis auf Nachfrage unseres RA wurde mein Mann namentlich aufgenommen, unter dem Hinweis: "Aufnahme erst ab Datum Antragstellung möglich"! In 2009 wurde unser ZFH zerstört. Die RS weigert sich zu zahlen, da wir kein Ehepaar u. mein Mann nicht in der RS eingetragen war. Welche Angaben vom BdV an RS gemacht wurden, erfahren wir nicht. Der Vorstand schweigt. Woher kommt Hilfe?

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