Die Frauenversteherin
Was wir von Lena Dunham lernen können

Die Heldin der neuen Generation von Frauen ist der Gegenentwurf zu den Klischees von „Sex and the City“. Lena Dunham ist unzufrieden, macht peinliche Dinge und ist vor allem eins: unperfekt. Genau das macht sie stark.
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Der Star der US-Serie „Girls“, Lena Dunham, ist längst mehr als eine Serienfigur. Sie wird als der Inbegriff des Lebensgefühls der neuen Generation Frau gefeiert. Gerade erschien ihr Buch „Not that kind of girl“. Doch was können wir wirklich von Lena Dunham lernen?

1. Perfektionismus macht blass
Es kommt nur ganz selten vor, dass Frauen dafür berühmt werden, unperfekt zu sein. Schon in der von ihr erfundenen Serie „Girls“ stand Lena Dunham aber genau dafür. Ihre Genialität? Sie ist das Gegenteil von Perfektion. Sie ist, wie sie ist. Und das macht sie erfolgreich. Enorm erfolgreich. Das Time Magazine wählte sie 2012 erst unter die coolsten Personen, 2013 dann unter die 100 einflussreichsten Menschen der Welt.

2. Das Leben ist peinlich und unbefriedigend
Geboren 1986, in New York als Tochter eines Künstlerpaars, bekam sie mittlerweile zwei Golden Globes für ihre Serie „Girls,“ die sie schrieb, produzierte, Regie führte und in der sie selbst die Hauptrolle spielt. Mit der Serie wagte sie so etwas wie den offenen Gegenentwurf zu „Sex and the City“ und beweist öffentlich, dass das Leben unbefriedigend und peinlich ist. Und zwar eigentlich in jedem Moment.

3. Auch Vorbilder haben Vorbilder
Lena Dunham hat einen Charakter kreiert, der es uns nicht leicht macht zu sagen, was fiktiv, was autobiographisch ist. Aber sie ist zum Vorbild geworden. Dabei belehrt sie nicht und überträgt ihre Ansichten nicht auf andere. Das macht sie als Vorbild noch stärker.

Und sie hat selbst ein großes Vorbild: Die Filmmacherin Nora Ephron, die ihr unter anderem deutlich machte, dass sie sich nicht verlieben werde, bevor sie sich selbst liebt, sie keine Erlaubnis brauche, um zu schreiben und inständig hoffe, sie werde immer rebellisch bleiben. Nora Ephron bemerkte Lena Dunham, nachdem sie ihren ersten Film sah, die beiden gingen Mittagessen und sie wurde ihre Mentorin. Es ist wunderbar erleichternd zu sehen, dass auch Vorbilder Vorbilder haben.

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