Dutschke spricht: Die Lehren aus dem Mord an Benno Ohnesorg

Dutschke spricht
Die Lehren aus dem Mord an Benno Ohnesorg

Der Tod des Studenten Benno Ohnesorg war eine Weichenstellung für eine notwendige Veränderung der Nachkriegsgesellschaft. Wie er starb, wurde lange verschleiert. Solche eine massive Vertuschung wäre heute sehr schwer.
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Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, nicht mehr über die Achtundsechziger Generation zu schreiben. Bei dem Thema fehlt mir oft die nötige Objektivität und Distanz. Zu viele Male wurde ich schon zur Studentenbewegung und meinen Ansichten dazu befragt. Doch als ich letztes Wochenende über die Enthüllungen im Fall Benno Ohnesorg las, konnte ich nicht anders, als eine Ausnahme zu machen.

Ich habe hier einen klaren persönlichen Bezug, natürlich durch meinen Vater – mit dem ja alles begonnen hat. Aber besonders auch, weil meine Mutter sehr gut mit der Witwe von Benno Ohnesorg befreundet war. Der Sohn von Benno Ohnesorg (seine Frau war ja hochschwanger, als er ermordet wurde) hat eine kurze Zeit bei uns in den USA gelebt als ich ein Kind war, so dass wir uns anfreundeten.  

Wie sich nun herausstellt, hat der Todesschütze von Ohnesorg, Karl-Heinz Kurras, den Schuss unbedrängt aus nächster Nähe und umgeben von mehreren Polizisten abgegeben. Diese neue Erkenntnis ist spektakulär. Kurras hatte Jahrzehnte lang behauptet, aus Notwehr gehandelt zu haben. Die neuen Beweise legen nun nah, dass er einen vorsätzlichen Mord ausgeführt hat. Als vor einiger Zeit Kurras als Stasi-Agent enttarnt worden war, stand die Vermutung im Raum, dass er vom Osten als sogenannter Agent Provocateur eingesetzt worden war, um die Stimmung in West-Berlin aufzuheizen und zur Eskalation zu treiben.

Der vorsätzliche Mord an einem unschuldigen Menschen ist unfassbar. Doch noch tragischer ist die massive und umfassende Vertuschung der Tat durch die Staatsgewalt, angefangen bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft und bis zur Gerichtsmedizin. Um die wahre Todesursache zu verschleiern, wurde der Leiche Ohnesorgs auf Anweisung des Chefarztes die Kugel aus dem Kopf gesägt.

Das klingt wie ein schlechter Krimi im ZDF. Es lässt einen sprachlos, dass alle beteiligten Behörden, die Vertuschung der Straftat gebilligt und gefördert haben. Der Waffennarr Kurras lebt bis heute ungestraft in Berlin.

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Die Lehren aus dem Mord an Benno Ohnesorg

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Als der Spießbürger seine Ehefrau noch am Herd wusste

Kommentare zu " Dutschke spricht: Die Lehren aus dem Mord an Benno Ohnesorg"

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  • Wobei man vielleicht auch mal ganz genau hinschauen sollte wer Dutscke wirklich war.
    Vielleicht war er vom Osten geschickt um die westdeusche Jugend aufzumischen?
    Denn mit Dutschke begann damals die Radikalisierung der Studenten-Bewegung.
    Bis dahin waren sie weitgehend friedlich
    Man sollte eigentlich mal nach seiner Akte suchen.
    ich bin überzeugt, es gibt eine

  • Der Artikel hat leider keine klare Argumentationsstruktur und verbleibt auch inhaltlich recht dünn. Es beschleicht mich der Gedanke, dass Marek Dutschke nur vom Namen seines Vaters lebt. Schade eigentlich.

  • Es ist doch völliger Unsinn zu bahaupten, diese Art Vertuschung wäre heute nicht mehr möglich.
    Es ist doch mittlerweile völlig unstrittig, daß Rainer Barschel nicht Selbstmord begangen haben kann. Hierzu ist ein Buch mit himmelschreienden Details veröffentlicht. Diese Veröffentlichung wurde durch die deutsche Staatsgewalt mit juristischen Tricks jahrelang verzögert.

    Weiteres Beispiel, weshalb wir weit von einem Rechtsstaat entfernt sind:
    Da existiert in Deutschland ein Haftbefehl wegen Mordes gegen den PKK Chef. Dieser wird in Italien gefaßt. Und mit Rücksicht auf den Mob hier stellt Deutschland keinen Auslieferungsantrag.

    Rechtsstaat Deutschland? Moralapostel gegenüber China oder Rußland? Da haben wir aber ganz schlechte Karten!

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