
Ich kann mich noch gut an Diskussionen bei der Grünen Jugend erinnern, bei denen über die Entkriminalisierung von Drogenkonsum und Freigabe durch Drogenfachgeschäfte gesprochen wurde.
Ich weiß auch, dass ich damals dieser Mehrheitsmeinung recht kritisch gegenüberstand. Ich hatte schon das Gefühl, dass die Kriminalisierung durchaus eine präventive und abschreckende Wirkung erzielen könnte. Ich habe mir damals wie heute nichts aus Drogen gemacht, aber mittlerweile habe ich meine Meinung über die Drogenpolitik geändert.
Im aktuellen Journal of Pediatrics behaupten Wissenschaftler in einer Studie, dass ungefähr jeder dritte Amerikaner bis seinem dreiundzwanzigsten Lebensjahr mindestens einmal verhaftet worden ist. Eine unvorstellbare Zahl!
Natürlich muss dazu gesagt werden, dass es bei vielen Verhaftungen um Kleinigkeiten wie unerlaubtem Alkoholbesitz oder Streitigkeiten geht. Allerdings konstatieren die Verfasser der Studie, dass ein beträchtlicher Teil (circa ein Fünftel) dieser Verhaftungen im Zusammenhang mit Drogenkonsum oder -besitz steht.
In den USA hat eine Verurteilung drastische Konsequenzen. Dort gibt es die sogenannte „Three Strikes“ Regelung: Wer dreimal mit - auch nur relativ kleinen Mengen von - Cannabis erwischt wird, kann tatsächlich bis zu seinem Lebensende eingesperrt werden. Die USA ist Weltmeister darin, Menschen einzusperren.
Es wird auch nicht überraschen, dass besonders Männer aus ärmeren Familien die Mehrheit der Häftlinge bildet. Der Gefängnisaufenthalt wird von manchen sogar als eine Art Alternative zu Obdachlosigkeit, Arbeitslosigkeit und Drogensucht gesehen.
In den USA leben zwar nur fünf Prozent der Weltbevölkerung, aber 25 Prozent der globalen Gefängnisinsassen. Von diesen fast 2,5 Millionen Menschen sind ungefähr eine halbe Million aufgrund von Drogendelikten eingesperrt.
Diese massive Verhaftungswut ist Konsequenz des sogenannten „War on Drugs“, der die Drogensucht mit eiserner Faust zu bekämpfen versucht. Die staatlichen Gefängnisse reichen nun bei weitem nicht mehr aus, so dass sich mittlerweile ein neuer Industriezweig gebildet hat. Private Unternehmen betreiben nun gewinnorientierte Gefängnisse – mit staatlichen Zuschüssen. Die Insassen werden als billige Arbeitskraft für allerlei Dienstleistungen benutzt.
Also wissen wir beide ziemlich genau was abgeht. Was ich sagen will ist genau das, was Sie beschreiben. Sie können stoned mehr oder weniger alles machen, was Sie auch nüchtern machen könnten. Sie machen es nur viel schlechter und das ist das gefährliche: Sie haben oft keinen zwingenden Grund aufzuhören. Mein Onkel hat es z.B. nie geschafft trotz seiner sog. homöopathischen Dosen (ca. 0,3 Gramm am Tag). Seinen kleinen Sohn hat er dann ofters mal verpeilt abzuholen, so dass dieser sich schonmal aus Verzweiflung über seinen "Green Daddy" auf die Straße gelegt hat. Unterhalt kriegt er natürlich nicht. Sie reden überdies von körperlichen Entzugserscheinungen, wennn Sie aufs schlechte einpennen anspielen. Aber wie Sie einräumen, hat die gute Mary Jane Sie immer noch in ihren Armen. Denken Sie an Half Baked "...Du kommst zurück!!!" Kiffen ist eine Gelegenheitsdroge. Haben Sie die Gelegenheit, sind Sie dabei. Ich habe alle Höhen und Tiefen über eine längere Zeit als Sie mit ihr erlebt: Mein guter Rat an alle: Bleiben Sie bei ihrem Bierchen oder Glas Wein! P.S.: Ich hab auch so wie Sie geredet als ich noch konsumiert hab, also ich weiß schon Bescheid..
@ Moppelmann: Oh bitte! Es geht hier doch nicht um den "Schädlichkeitsvergleich". Lesen Sie mal meine Beiträge.
Ich habe von 18-21 durchgehend jeden Tag Cannabis konsumiert. Und zwar weit mehr als 1Joint/Tag. Als ich zu beginn des Studiums merkte, dass es mich definitiv beim lernen behindert, habe ich komplett aufgehört. Entzugserscheinungen? 2, 3 Tage schlecht einschlafen und etwas gereizt.
Seitdem rauche ich max. 1x/quartal etwas.
Wer Probleme hat damit aufzuhören und/oder sein Leben in den Griff zu bekommen, der hat diese Probleme auch ohne Cannabis.
Drogen vernichten Menschen!
Ich habe kein Problem damit, wenn jemand sich selbst schaden möchte. Das Problem bei Drogen ist, dass man nicht schnell daran stirbt sondern es ein langsamer Verfall ist. Besonders die geistige Leitungsfähigkeit leidet durch Drogenkonsum. Mir gefällt es nicht, dass ich für die medizinische Leistung aufkommen muss, und mir gefällt es nicht, dass ich für die Arbeitslosigkeit aufkommen muss.
Ich befürchte, dass durch eine weitere Legalisierung die Hemmschwelle für das „erste Mal“ abnimmt (Wenn es so gefährlich ist wäre es ja verboten).
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