Dutschke spricht
Es wird gewählt – Endlich!

Barack Obama war bisher als Präsident eine Enttäuschung. Dennoch wird er am Dienstag wieder gewählt werden – mangels Alternativen. Denn Mitt Romney scheitert an seinem Auftritt. Und an seinem Weltbild.
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Am Dienstag wird der neue Präsident der Vereinigten Staaten gewählt. Endlich, werden sich viele denken (ich auch), denn seit fast einem ganzen Jahr beschäftigen wir uns mit diesem Ereignis. Alle vier Jahre sind die deutschen Medien wie elektrisiert vom amerikanischen Wahlkampf und seinen Protagonisten.

Ich habe meine erste Kolumne zum amerikanischen Wahlkampf am 12. Januar geschrieben. Darin habe ich angemerkt, dass es wie bei den letzten Wahlen darum geht, Sachverstand in Wirtschaftsfragen erkennen zu lassen. Ich hatte behauptet, dass es unter den republikanischen Bewerbern niemanden gibt, der Obama das Wasser reichen könnte. Insbesondere Mitt Romney, habe ich angemerkt, eignet sich aufgrund seines Heuschrecken-Hintergrunds nicht unbedingt als Visionär und Umsetzer für umfassende Wirtschaftsreformen.

Seit jener Kolumne hat sich eigentlich nichts verändert. In diesen letzten Tagen des Wahlkampfes versucht Romney weiterhin, Obama vorzuwerfen, dieser hätte als Präsident versagt, weil die Wirtschaft sich nicht so stark erholt hätte, wie Obama sich das vorgestellt hat. Trotz alledem deuten die Umfragen auf einen Sieg für Obama hin. Zwar hat Obama nur einen sehr kleinen Vorsprung in den bundesweiten Umfragen, aber in bestimmten Swing States, insbesondere Ohio, scheint Obama den entscheidenden Vorsprung herausholen zu können.

Obamas anpackender Auftritt als Krisenmanager an der Ostküste hat ihm in den letzten Tagen sicherlich noch einige Sympathiepunkte eingebracht. Wahlentscheidend wird Orkan Sandy allerdings nicht sein. Obama wird am Dienstag wiedergewählt werden, weil die Amerikaner durchschaut haben, dass Romneys Wirtschaftsstrategie nur ein Ziel hat: Die Reichen sollen noch reicher werden. Seine Vorstellungen zur Bewältigung der Wirtschaftskrise lassen ja keine andere Schlussfolgerung zu. Sozialleistungen für die Armen und Steuerbegünstigungen für die Mittelschicht sollen reduziert werden, damit die Reichen und Superreichen entlastet werden.

Denn sie würden ja viele Arbeitsplätze in den USA schaffen. Eine naive Vorstellung! Die Vorstellung passt aber hervorragend in Romneys Weltbild. Auf der einen Seite stehen die erfolgreichen Unternehmer, die ihren Reichtum durch harte Arbeit und Erfindergeist errungen haben. Auf der anderen Seite sind die Sozialschmarotzer (laut Romney ist das die Hälfte der Bevölkerung), die immer nur meckern, Geld vom Staat haben wollen, und zu allem Übel auch noch demokratisch wählen.

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Obama war als Präsident eine Enttäuschung

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  • Dass Herrn Dutschke es gegen den Strich geht, dass ein erfolgreicher Unternehmer auch noch politisch Erfolg haben könnte, passt zumindest in MEIN Weltbild über Herrn D.
    Wieviel bekommt denn Herr D. für diesen schlecht geschriebenen Artikel eigentlich, oder hat er es für Gotteslohn gemacht. Ein kleiner Peer-Steinbrück, der Herr D.
    Die Sozialdemokraten sollten doch endlich mal zugeben, dass nur Neid (wegnehmen statt erarbeiten) und nicht Sozialkompetenz (was wünschenswert wäre) der Antrieb Ihres Schaffens ist.

  • Da Herr Dutschke unter der Rubrik "Meinung" schreibt, ist eine neutrale Betrachtungsweise - zumindest an der Stelle - auch gar nicht verlangt. Man kann mit seiner Meinung konform gehen oder auch nicht.

  • Diese "marktwirtschaftlichen Ideale" haben uns die Subprime-Krise, an der ein großer Teil der Welt heute noch zu knabbern hat, eingebrockt. Das soll der richtige Weg sein? Solche einseitig dummen Kommentare können einen nur noch fassungslos zurücklassen.

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