Dutschke spricht Könnten Sie bitte Ihre Kinder zu Hause lassen?

Wenn Kindertagesstätten so dünn besetzt sind, dass Eltern angefleht werden, ihre Kinder selbst zu betreuen, läuft etwas schief. Und wenn Ziegelsteine vom Dach der Einrichtung fallen auch.
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Rudi-Marek Dutschke – Dutschke spricht. Marek Dutschke, geboren 1980, ist der Sohn von Rudi Dutschke.

Rudi-Marek Dutschke – Dutschke spricht. Marek Dutschke, geboren 1980, ist der Sohn von Rudi Dutschke.

Als Vater zweier Kitakinder fachsimple ich oft und mühsam mit anderen Eltern über unser Schicksal. Ständig sind genau die Erzieherinnen meiner Kinder krank oder bilden sich weiter. Die Gruppen werden zusammengelegt und die Betreuung der Kinder reduziert sich auf das Allernotwendigste. Ich werde dann angefleht, die Beiden doch früher abzuholen oder ganz zuhause zu behalten. Neulich fielen Ziegelsteine vom Dach, so dass die gesamte Kitagelände evakuiert werden musste. Natürlich ist der Schaden bis heute nicht behoben, sondern notdürftig mit einem Baugerüst umzäunt.

Im Grunde bin ich sehr froh, einen Kitaplatz für meine Kinder zu haben. Die Suche war nicht einfach. Und als die Zusage kam, haben wir nicht lange gezögert – warum auch, es gab ja keine Alternative. Die anekdotische Evidenz meiner unzähligen Spielplatzgespräche bestätigt immer wieder meine Erfahrung: Kitas sind vielerorts marode, schlecht ausgestattet und Arbeitnehmer-unfreundlich.

Politik versagt auf ganzer Linie
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11 Kommentare zu "Dutschke spricht: Könnten Sie bitte Ihre Kinder zu Hause lassen?"

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  • "Warum bekommen Paare Kinder wenn sie sich doch nicht darum kümmern wollen? Sind Kinder das neue Statussymbol?"

    Sie leben ja in einer niedlichen Welt.
    Warum sollten sich Eltern nicht um ihre Kinder kümmern 'wollen'? Weil Sie sich das so denken, bzw. einfach unterstellen?
    Sind die Damen, die morgens die Einkaufs-Flaniermeilen mit ihren SUV's verstopfen, während ihre Kinder von 'Au-Pair' Mädchen beaufsichtigt werden, die besseren 'Eltern'?
    Glauben Sie weil heute die Schnubbelchen es ja so schwer haben und der kleine Racker alles in den Hintern gepustet bekommt, ist er besser und liebevoller erzogen?
    Frauen mußten immer 'dazu verdienen', dann kam plötzlich die Mär vom Doppelverdiener, vorher haben sich die Nachbarinnen zusammen getan, haben gegenseitig auf die Kinder aufgepaßt, bis die Gemeindereform alle auseinandergerissen hat, es keine Zwergschulen mehr gibt und die meisten müssen arbeiten, wenn sie nicht als Sozialschmarotzer gelten wollen, und ihren Kindern tatsächlich mehr bieten wollen.
    In meiner Welt waren unsere Eltern auch immer beide arbeiten, weil sie es mußten. Da gab es kaum Kindergärten oder Kitas, aber es gab ein funktionierendes soziales Gefüge.
    In Ihrer Welt gibt es scheinbar noch 'Frau Direktor' oder 'Frau Professor'. So gesehen sind die Kinder dann wohl tatsächlich Schaustücke. Wenn ich manche Eltern heute höre 'meiner hat schon soooo einen großen gelben Haufen gemacht, und wie groß war der von Ihrem Kind?', müssen Mütter ja zu Hause bleiben. Und sich nach 16 Jahren fragen von wem sie denn heute leben soll, statt von welchem Beruf.

  • Er spricht von der 1. Zuwanderergeneration.
    Die sit aber schon Jahrzehnte her und die haben keine kleinen Kinder mehr.
    Herrn Dutschkes Artikel ist ein wenig hohl

  • Die Misere im deutschen Bildungswesen, bei der mehr versprochen als gehalten wird ist nicht neu.
    Was das aber mit dem Ehegattensplitting zu tun hat, das muss mir Herr Dutschke erst mal erklären.
    Offensichtlich versteht er dessen Wirkungsweise nur mit der Brille der subjektiven Eintrittshürde in den Arbeitsmarkt.
    Das ist aber gesellschaftlich der letztlich unbedeutendste Effekt des Splittings, auch wenn es Vertreter bestimmter nletztlich neoliberaler Lebensmodelle der wichtigste erscheint.

    H.

    H.

  • Sie haben völlig recht. Aber das wird ein Herr Dutschke nie begreifen.

  • Ich kann da nur aus eigener Erfahrung sprechen:
    Ich habe es fürchterlich gefunden, dass meine Eltern beide nie Zeit für mich hatten. Die anderen Kinder hatten liebende Mütter daheim, ich ein Kindermädchen. wohl gesagt, eines für mich und meine Schwester, aber meine Mutter hat mir gefehlt und auch mein Vater.
    Ich werde nie verstehen, warum es inzwischen als erstrebenswert gilt Kinder so aufwachsen zu lassen. Sogar im Alter noch bedeutend jünger als ich es war.

    Sorry, aber bekommt man heute Kinder für die Rente? oder für was?
    Aus versehen ja nur noch die wenigsten, die meisten Kiddy sind geplant - geplant zum abgeben?? Warum bekommen Paare Kinder wenn sie sich doch nicht darum kümmern wollen? Sind Kinder das neue Statussymbol?

  • "..Ständig sind genau die Erzieherinnen meiner Kinder krank oder bilden sich weiter. Die Gruppen werden zusammengelegt und die Betreuung der Kinder reduziert sich auf das Allernotwendigste.."

    "..Hier versagt die Politik auf ganzer Linie."

    Wer schon mal eine Kita von innen gesehen hat, weiß daß die dort arbeiten Personen - wie in vielen andere Bereichen auch - unterschiedlich engagiert/qualifiziert sind. Da gibt es schon mal Leute, die gerne krank feiern. Ein Phänomen, das sich nicht auf Kitas beschränkt.
    Die Politik hat da Null Einfluß drauf - auch nicht auf schlecht verlegte Dachziegel.

    "Vor kurzem legte der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration eine neue Studie vor.."
    Sie glauben auch sicher was in "Studien" von Roland Berger, dem Autopapst Dudelhöfer und anderen windigen Organisationen so propagiert wird (..zu anderen Themen).

    Eine "Studie" ist ein Zusammengeschreibsel, welches dazu dient anderen Leute (dem/der Leser/in) zu suggerieren man hätte unvoreingenommen und ergebnisoffen einen Sachverhalt analysiert.
    Das ist nie der Fall.
    Die Folgerungen die man aus dieser Pseudoanalyse zieht legt man dem Leser quasi als Powerpoint-Happen hin, der sich leicht nachplappern und einen vor völlig unwissenden schlau erscheinen lässt.

    Immer die Frage stellen: "Wer hat's bezahlt?" und "Cui bono?". Dann weiß man sehr schnell woher der Wind weht.

    Diese Studien sind so viel Wert wie Analystenkommentare an der Börse.

  • Vielleicht ist Herrn Dutscke jun. die Meinung seines Vaters sowas von egal? Was kann der junge Herr Dutschke für die Meinung, die sein Vater vertrat?

  • Es gibt einen Grund, warum Großindustrie, Großkapital oder ganz allgemein die "Wirtschaftslobby" so erpicht darauf sind, dass Mütter NICHT zu Hause bleiben.

    Wie durch Zuwanderung, die sie bewerben, erhöht sich dadurch das Angebot an Arbeitskräften, die Konkurrenz zwischen Arbeitern erhöht sich, und Dumping-Löhne und Abbau von Arbeitnehmer-Rechten können leichter durchgesetzt werden.


    Und auch wie im Falle der Zuwanderung gibt es für das Bestreben "Mütter" als Arbeitskräfte zu gewinnen, hier Ansatzpunkte an kulturmarxistische, linke Ideologie: Was es in der Zuwanderungsfrage die "Eine-Welt"-Ideologie oder anti-weiße Rassismus der heutigen Linken ist, ist in der "Betreuungsfrage" der Feminismus und die Familienfeindlichkeit.

  • SACHVERSTÄNDIGENRAT DEUTSCHER STIFTUNGEN FÜR INTEGRATION UND MIGRATION PROPAGIERT ZUWANDERUNG IM DIENSTE NEOLIBERALER THINK TANKS UND GROSSINDUSTRIE


    Der sogenannte "Sachverständigen Rat für Integration und Migration ist ein Machtwerk neoliberaler und Großkonzern-Naher Stiftungen - so etwa der "neoliberalen Krake" Bertelsmann Stiftung.

    Siehe:
    http://korrektheiten.com/2011/04/25/migrationsland-2011-stiftungen-sachverstaendigenrat/

    Im Prinzip verkörpert der Sachverständigenrat die in letzterer Zeit oft genannte Kartell zwischen den globalisitischen Großkapital und multikulturalisitischen Linken. Deutsche, weltweit agierende, Großkonzerne und deren Stiftungen setzen eine Reihe strammer multikulturalistischer Ideologen ein, um sie für sich Zuwanderung propagieren zu lassen. Zuwanderung, die ihren Interessen nach einem Überangebot an Arbeitskräften dient, durch das sich wiederum Lohndumping und Arbeitnehmerrechte-Abbau leichter durchsetzen lässt.

    Was glauben sie, Herr Dutschke, würde ihr Vater heute sagen würde, wenn er wüsste, dass sich sein Sohn ausgerechnet auf die fragwürdige Studie eines solchen von Großindustrie und neoliberalen "Think Tanks" finanzierten Sachverständigenrat mit klarer politischer Agenda stützt.

  • SACHVERSTÄNDIGENRAT DEUTSCHER STIFTUNGEN FÜR INTEGRATION UND MIGRATION PROPAGIERT ZUWANDERUNG IM DIENSTE NEOLIBERALER THINK TANKS UND GROSSINDUSTRIE


    Der sogenannte "Sachverständigen Rat für Integration und Migration ist ein Machtwerk neoliberaler und Großkonzern-Naher Stiftungen - so etwa der "neoliberalen Krake" Bertelsmann Stiftung.

    Siehe:
    http://korrektheiten.com/2011/04/25/migrationsland-2011-stiftungen-sachverstaendigenrat/

    Im Prinzip verkörpert der Sachverständigenrat die in letzterer Zeit oft genannte Kartell zwischen den globalisitischen Großkapital und multikulturalisitischen Linken. Deutsche weltweit agierende Großkonzerne und deren Stiftungen setzen eine Reihe strammer multikulturalistischer Ideologen ein, um sie für sich Zuwanderung propagieren zu lassen, die ihren Interessen nach einem Überangebot an Arbeitskräften dient, durch das sich wiederum Lohndumping und Arbeitnehmerrechte-Abbau leichter durchsetzen lässt.

    Was glauben sie, würde Herr Dutschke, würde ihr Vater heute sagen würde, dass sich sein Sohn ausgerechnet auf die fragwürdige Studie eines solchen von Großindustrie und neoliberalen "Think Tanks" finanzierten Sachverständigenrat mit klarer politischer Agenda stützt.





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