Kurz und schmerzhaft

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Dutschke spricht: Konsumenten in die Pflicht

Eltern können sich nicht sicher sein, ob in dem Spielzeug, das als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum liegt, Schadstoffe enthalten sind. Die Politik kann und will nichts dagegen machen, die Verbraucher sind gefragt.

Rudi-Marek Dutschke – Dutschke spricht. Marek Dutschke, geboren 1980, ist der Sohn von Rudi Dutschke.
Rudi-Marek Dutschke – Dutschke spricht. Marek Dutschke, geboren 1980, ist der Sohn von Rudi Dutschke.

Es sind nur noch wenige Tage bis Weihnachten. Während die evangelischen Pfarrer ihre konsumkritischen Weihnachtspredigten vorbereiten, laufen ihre Schäfchen scharenweise in die Konsumtempeln. Das Weihnachtsgeschäft ist für den Einzelhandel überlebenswichtig. Die Öffnungszeiten werden immer länger.

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Mag es in der Provinz immer noch die Läden geben, die ihre Ware zwischen 9-17 Uhr – mit Mittagspause – anbieten. In den Ballungszentren gibt es kaum eine Uhrzeit, zu der man nicht einkaufen könnte. Auch die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage nimmt weiter zu, der Umsatz muss schließlich stimmen. Vor Weihnachten sind alle Freunde immer im Stress und müssen noch irgendetwas besorgen.

Seinen Lieben eine Freude zu machen ist natürlich nichts Verwerfliches, im Gegenteil. Aber zu oft artet dieses Bestreben in Panikkäufen kurz vor Heiligabend aus, die viel zu teuer und unüberlegt ausfallen. Die Händler profitieren von den überforderten Konsumenten und bieten ganz zum Schluss besonders große und schön verpackte Geschenke an.

Wahrscheinlich wird vieles davon bald umgetauscht. Eine völlig absurd teure Pfanne – der Ausdruck meiner romantischen Gefühle – traf im letzten Jahr auch nicht ganz die Vorstellung meiner Frau.

Jedes Jahr kaufe ich für meine Kinder und meine Neffen und Nichten Spielzeuge. Natürlich haben sie schon alles und wissen oft nicht, mit welchem Spielzeug sie zuerst spielen sollen bei all dem Überfluss im Kinderzimmer. Die Aufmerksamkeitsspanne ist oft gering und wahrscheinlich können sie sich später im Rückblick auf ihre Kindheit gar nicht mehr erinnern, was ihr Lieblingsspielzeug war, wenn es denn eines unter hunderten gab. Ich werde mich mein Leben lang an meinen Hartgummisaurier Dino erinnern. Aber unter dem Weihnachtsbaum müssen einfach ein paar Geschenke für Kinder liegen.

  • 24.12.2012, 10:49 UhrSANTOS

    Der Verbraucher braucht auch Geld um kaufen zu können und das kann dann nur geschehen wenn der Verbraucher einen Arbeitsplatz hat daß noch nicht aufgelöst wurde weil billigprodukte aus China beim kaufen bevorzugt wurden.

    DA IST DER VERBRAUCHER AUCH GEFRAGT SEINEM EIGENEN EINKOMMEN ZU SICHERN UND BEIM EINKAUFEN ZU ACHTEN.

    Der Mensch gilt als Egoist...und wenn sein eigenes egoismus den eigenen Arbeitsplatz sich zu erhalten den Mensch bewegt...GLAUBEN SIE DANN DARAN DASS ES DEM MENSCH INTERESSIERT WAS GESCHENKT WIRD ?

    Bereits Albert Einstein hatte erkannt daß der Mensch nicht denken wollte und daher nur ein teil seines Denkvermögens ausnutzen würde.

    Frohes Fest...mit Spielzeug ohne Gifte und die auch das eigenen Arbeitsplatz nicht wegnehmen.

  • 22.12.2012, 20:32 UhrAchNee

    Man kann doch die ganze Verantwortung nicht dem Verbraucher aufbürden. Es klingt immer wohlfeil, den Konsumenten für Versäumnisse staatlicher Institutionen und Behörden in die Pflicht nehmen zu wollen.
    Ist doch sinnlos, wenn der Produzent nicht mal alle Inhaltsstoffe deklarieren muss und nirgendwo geprüft wird, ob das Deklarierte tatsächlich in zulässiger Konzentration drin ist...
    Wozu haben wir ein "Verbraucherschutzministerium" und Behörden auf allen Ebenen, die jeden Furz regeln wollen und den Bürger drangsalieren und schikanieren? Die hätten die Macht, etwas zu ändern... wenn sie denn wollten oder dürften. Offenbar sind die nur dazu da, Kohle vom Michel abzugreifen und der Großindustrie die Abzocke mit manipulierten Packungsgrößen erleichtern.
    Im Übrigen stört es den medizinisch-industriellen Komplex auch nicht, wenn Kinder krank werden, denn daran lässt sich wiederum trefflich verdienen. Eine Win-Win-Situation sozusagen.
    Ob der Sohn vom Herrn Dutschke unfruchtbar wird, ist jetzt gesellschaftlich gesehen, auch unerheblich, da dieses Problem durch die politisch korrekte Zuwanderung aktiv angegangen wird...
    Wenn die "Politik" es nicht zustande bringt, Gesundheit, Leib und Leben des Bürgers zu schützen, muss man vielleicht mal drüber nachdenken, ob sich der Bürger das bestehende politische System noch leisten kann, dem die Gesundheit seiner Kinder egal sind? Also auf gut Deutsch, das Pack aus dem Amt jagen?
    Das "komplexe Geflecht von Händler und Konsument", das er seiner Tochter im Kaufmannsladen erklärt (es gibt übrigens keine "Kaufmannsläden" mehr, besser eine korrekte geschlechtsneutrale Bezeichnung für Kinderspielzeug wählen), ist übrigens recht einfach. Man sollte vielleicht einfache Sachverhalte Kindern gegenüber nicht unnötig verkomplizieren, nur mal als Tipp für den Herrn Sohn von Rudi Dutschke...

  • 22.12.2012, 14:45 Uhra2926884

    hallo? wofür haben wir denn eine verbraucher-SCHUTZ-ministerin?

    mehr kritik an die politik bitte,

    als "konsument" kann ich bei der marmelade nich erkennen, woher die erdbeeren kommen (aus china?).

    das geht einfach nicht.

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