Dutschke spricht
The War on Women

Frauen werden in den USA noch immer stark benachteiligt. Das reicht von überteuerten Konsumprodukten für Frauen bis hin zur restriktiven Abtreibungsrichtlinien. Beim Schutz der Frauen hinken die Amerikaner uns hinterher.
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In der Frauenpolitik gibt es ernsthafte Probleme, auf die wir unser Augenmerk richten müssen. Im amerikanischen Wahlkampf werfen demokratische Politiker den Republikanern vor, dass sie ein „war on women“ betreiben. Aus frauenpolitischen Richtungskonflikten gleich einen Krieg zu machen, ist natürlich den schrillen Wahlkampftönen geschuldet. Aber tatsächlich ist es so, dass die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau in den USA nur völlig unzureichend realisiert ist.
Die Benachteiligungen für Frauen fangen beim Geld an. Eklatante Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen sind hinlänglich bekannt. Untersuchungen zeigen immer wieder, dass Konsumprodukte für Frauen teurer sind als ähnliche Produkte für Männer. In Kalifornien wurde ermittelt, dass Frauen im Durchschnitt 1.351 Dollar im Jahr mehr für ihre Produkte bezahlen müssen als Männer. Als Konsequenz wurde 1996 in Kalifornien das sogenannte „gendered pricing“ verboten.

2010 hat das Consumer Reports Magazine ermittelt, dass sich trotz des Verbots leider wenig verändert hat. Egal ob Deo, Rasierschaum oder andere Hygieneprodukte - die Produkte die auf Frauen ausgerichtet sind, waren teurer. Aber nicht nur die Wirtschaft profitiert von der Ungerechtigkeit. Nein, auch der Staat hält bei Frauen stärker die Hand auf. Zum Beispiel wird der Import von Turnschuhen für Frauen mit zehn Prozent stärker besteuert als der von Männer-Turnschuhen - 8.5 Prozent. Viele andere Beispiele zeichnen ein ähnliches Bild. Gerade bei Produkten, die in großen Mengen importiert werden, wird der „woman tax“ angesetzt.
In den USA flammt gerade wieder die Debatte über das Recht der Frau zur freien Bestimmung über ihren Körper auf. In einigen republikanisch geführten Bundesstaaten, wie South Carolina und Arizona, werden Abtreibungen erschwert, indem die Genehmigung des Abbruchs auf die ersten zwanzig Schwangerschaftswochen verringert wird.

Kommentare zu " Dutschke spricht: The War on Women"

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  • Berechtigte Frage. Vielleicht noch zu ergänzen: wenn die Art Gesinnung stimmt, die beim 'Handelsblatt' wesentlich geworden ist.

    Wir erinnern uns: Dutschke war ein Demagoge, dem die massenmörderischen kommunistischen Aliens von Stalin bis Pol Pot heilig waren. Damit holt man heute keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor.
    Heute ist die Political Correctness der linke Götze, der angebetet wird und dazu gehört nun mal die gebetsmühlenhafte Wiederholung feministisch- genderistischer Phrasen oder wie sagte es noch Marcuse, der Lehrherr des großen Rudi: 'die Frauenbewegung ist die neue Speerspitze der Weltrevolution', denn Frauen sind immer die Opfer.

    Der Apfel fällt nie weit vom Stamm. Wir gehen deshalb nicht fehl in der Annahme, daß es sich bei Marek um einen Kulturmarxisten reinsten Wassers handelt.
    Was einen tiefen Blick auf die neue Ausrichtung des 'Handelsblatt' zuläßt.

  • Bekommt hier eigentlich jeder wegen Papas Namen eine Kolumne?

  • Wie kann ich Ihnen für diesen Kommentar danken? Perfekt!

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