Diskussion: Kommentare zu: Eine neue Heimat für die Liberalen

Oliver Stock, Chefredakteur Online

Liebe Leserinnen und Leser,

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar. Gerne kritisch. Gerne auf den Punkt - von mir aus kurz und schmerzhaft. Auch Lob würden wir annehmen. Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem wirklichen Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie möchten wahrscheinlich auch wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten. Dafür steht die Handelsblatt-Online-Redaktion. Dafür stehe ich.

Ihr
Oliver Stock
Chefredakteur Handelsblatt Online

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  • 19.12.2011, 10:08 UhrAnonymer Benutzer: Baier

    dazu müssten die freien Wähler erst ihre Bereitschaft bekunden, überregional anzutreten.

    • 19.12.2011, 10:59 UhrJuma

      Die Freien Wähler wollen 2013 zur Bundestagswahl antreten und es gab schon erste Gespräche zwischen dem Bundesvorsitzenden der Freien Wähler Herrn Aiwanger und Herrn Henkel (Quelle pnp). Konflikte sind jetzt schon vorhersehbar. Die FW erhoffen sich durch Herrn Henkel ein bundesdeutsches Profil zu entwickeln, wollen sich aber auch von Herrn Henkel nicht vereinnahmen lassen.

    • 19.12.2011, 11:20 UhrAnonymer Benutzer: Klaus

      Vor allem müßten sie ihre Bereitschaft bekunden, gegen das Euro-Projekt anzutreten. Sind sie dazu bereit?

  • 19.12.2011, 11:14 UhrAnonymer Benutzer: Baier

    gerade die Euro-Begeisterung der Wirtschaftslaien hat uns in diese Katastrophe geführt.

  • 19.12.2011, 11:23 UhrAnonymer Benutzer: Yilan

    Ich denke Leute vom Schlage Henkel oder Hanke sind jetzt gefordert einer Partei oder Gruppe ihr Plazet zu geben. Dass sich die Herren den Stress einer Parteineugruendung nicht antuen wollen, ist angesicht ihres Alters verstaendlich.
    Aber wir brauchen eine waehlbare Alternative. Eine Partei wird nicht aus dem Nichts entstehen.
    Wenn sich eine Gruppierung des Wohlwollens dieser Herren versichern kann, dann wird sie auch Erfolg haben.
    Also , bitte Herr Henkel, das war ein Schritt in die richtige Richtung! Werden Sie konkreter! Und bewegen Sie Andere sich ebenfalls zu erklaeren.

  • 19.12.2011, 11:25 UhrAnonymer Benutzer: Logo23

    Bei Wahlen können die Bürger in der Demokratie ihre Stimme abgeben. Genügend Parteien gibt es auch. Zwischen den Wahlen neue Parteien zu gründen, die niemals über die 5%-Hürde kommen werden, ist überflüssig. Und übrigens: Dem Euro geht es gut. Seine Devisenkurse sind ziemlich stabil. Die Inflation ist auch moderat. Vielleicht meinen Sie gar nicht den Euro, auf den Sie immer draufhauen. Vielleicht meinen Sie die Staatsschuldenkrise ? Die ist weltweit (USA, China usw.). Das ist dann wohl doch nicht nur ein europäisches Problem !

  • 19.12.2011, 12:07 UhrAnonymer Benutzer: R.Rath

    Natürlich ist es verständlich, dass Herr Henkel in immerhin fortgeschrittenem Alter keine große Lust mehr verspührt, sich als Frontmann für eine neu zu gründende liberale Partei mit europafreundlichem aber eurokritischen Profil, ins politische Getümmel zu stürzen.
    Da es offenbar keine prominenten Politiker in aktivem Alter gibt,die Verantwortung übernehmen können oder wollen, ist vielleicht die "Zweite Wahl" die Freien Wähler zu einen bundesweit agierenden liberalen Kraft mutieren zu lassen, die einzige realistischen Alternative.
    Ob die Freien Wähler aus ihrer kommunalpolitischen Ecke herauskommen können, wo sie zweifelsohne Kompetenz besitzen, bleibt abzuarten.
    Entscheiden müssen sich auch Frank Schäffler und seine Anhänger in der FDP, wo sie weiter Politik machen wollen.
    Die Zeit ist reif für eien Neuaufstellung des deutschen Liberalismus. Ob es kompetente und prominente Politiker und sachkundige politische denkende Menschen gibt, die diese Neuaufstellung bewerkstelligen können, steht auf einem anderen Blatt.

  • 19.12.2011, 12:17 UhrAnonymer Benutzer: ProNovaFinanzSystem

    Wir brauchen keine neue Partei - wir brauchen ein neues gesellschaftliches Bewußtsein!

    So, wie "nachhaltiges Wirtschaften" und "umweltschutz" und "Bio" die Lebenswirklichkeit der Bürger erreicht haben, werden schon heute Lösungen für ein besseres, nachhaltiges Finanzsystem gebraucht.

    Ich kann nur inständig hoffen, dass dabei nicht, wie erneut in den USA zu beobachten, der Egoismus wohlhabender Konservativer, eine langfristige, für ein menschliches Miteinander sinnvolle Lösung verhindert. Das wäre dann nämlich angesichts der systemischen Schwachstellen nur eine Verzögerung des Unvermeidlichen.

    Staatsschulden sind doch nur eine Seite der selben Medaille - die andere heißt "Verlust demokratischer Rechte und Freiheit", sprich "massiver Machtgewinn aufseiten riesigen Kapitalvermögens".

    Schon heute werden wir alle, quasi aufgrund der lebenserhaltenden Funktion des Geldes, durch die großen Kapitalvermögen erpresst. Wie soll das aussehen, wenn die wirtschaftlichen Grundlagen wegen strikten staatlichen Sparens allerorten schrumpfen und immer mehr Menschen arbeitslos werden?

    Nein, dann erst kämen die wirklich verlorenen Dekaden, gegen die das Leben im letzten Jahrzehnt, mit seinen sinkenden Garantiezinsen, etc. für Sparer und stagnierender Löhne, der reinste Luxus war. Dann dauert es auch nicht mehr lange, dann erzählt man uns, die Demokratie habe versagt und deshalb müßten jetzt die Banken alles regeln. Big Brother läßt grüßen!!!

  • 19.12.2011, 12:25 UhrPeterScholz1

    Subsidiarität (was auch Richard v. Weizsäcker meinte) ist für FW ein undurchschaubares Fremdwort, das lieber durch Nachbarschaftshilfe ersetzt werden sollte. Damit kennen sich FW für ihre örtlichen Belange aus. Für eine Interessenvertretung durch die FW im Bundestag fehlt es den FW an Führungspersönlichkeiten vom Schlage Henkel.
    Doch so einfach ist die Sache nicht. Viele Gemeinden haben sich zu Schlafstätten entwickelt. Da identifizieren sich die Häuslebauer mit ihrem umzäunten Refugium und das war es schon. Allenfalls wird die Gemeinde über den Winterdienst u.ä. wahrgenommen oder, daß sich das Kind über den Kindergarten oder die Schule beklagt.
    Etwas anders ist es, wenn Bürger etwas gemeinsam produzieren und damit Erfog haben. Doch dann kommt der Staat und kassiert ab. Deshalb muß ein wesentlicher Teil erwirtschafteter Gelder der Bürokratie entzogen werden. Sozialbeiträge völlig, Einkommenssteuern zu 45%. Über die Verwendung der Gelder entscheiden nicht Parteien, sondern die wahlberechtigten Bürger selbst.
    Der höchste Grad der Effizienz ist aber in den großen Städten zu erreichen und so ist das Beispiel (Link) aus ländlicher Beschaulichkeit mit den Annehmlichkeiten der Stadt ein Zukunftmodell.
    Nur eins sollen sich die Träumer von der Dorflinde abschminken: Die geistige Führerschaft liegt bei den Wissenden und die wollen i.d.R. bezahlt sein.

    http://www.bps-niedenstein.de/content/view/166/2/

  • 19.12.2011, 12:38 UhrAnonymer Benutzer: Adam_Smith

    Lieber (enttäuschter )Olaf.

    Nun ist der Zeitpunkt des Kassandra-Kolumnisten gekommen, den Griffel zur Seite zu legen und den Stuhl in den Talk-Shows zu räumen.

    Wer zu bequem ist, demokratische Mehrheiten zu organisieren, wer den Wettbewerb im politischen Diskurs mit nachweisbaren Ergebnissen scheut, der sollte so eine exponierte Kolumne zu den Akten legen. Es ist der Makel der Freien Demokraten, dass sie sich aus ihrem Dogma des historisch belegten Liberalismus nicht befreien konnten. Jenseits unserer Grenzen spüren "Freigeister". In der Schweiz ist man mit der Debatte schon weiter. Lieber Olaf, als wahrer Liberaler solltest Du mehr Courage und mehr Mut zur Haltung haben. Wer die Mühen scheut, hat das Lob nicht verdient.

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