Henkel trocken: Euro-Bonds sind tot! Es lebe die Bankenunion!

Henkel trocken
Euro-Bonds sind tot! Es lebe die Bankenunion!

Erinnern sich die Leser noch an den Euro-Bond? Im neuen Koalitionsvertrag ist davon plötzlich keine Rede mehr. CDU/CSU und die FDP reklamieren dies als Erfolg ihrer Politik. Doch darauf sollte niemand hereinfallen.
  • 28

Euro-Bonds sind vom Tisch. Sie tauchen auch im neuen Koalitionsvertrag nicht mehr auf. Die Regierungsverantwortlichen vermitteln uns so den Eindruck, als hätten sie drohende Risiken von uns abgewendet. Wie so oft, fallen auch einige Vertreter der in ihrer unverbrüchlichen Treue zum Euro verbundenen deutschen Medien darauf hinein. Dabei sollte ihnen doch längst klar geworden sein, dass jetzt eine Europäische Bankenunion dafür sorgen wird, Banken durch deutsche Steuerzahler und deutsche Sparer retten zu lassen.

Weil das nur „für Notfälle“ und nur mit Zustimmung auch unseres Finanzministers möglich sein soll, lässt sich eben dieser Finanzminister für das derzeitige Verhandlungsergebnis von Teilen der deutschen Presse feiern. Verdrängt wird, dass alle bisherigen Rettungsaktionen mit solchen „Notfällen“ begründet und von der Bundesregierung aktiv gefördert wurden.

Bei „Hart aber Fair“ hatte der bisherige Generalsekretär der CDU, Hermann Gröhe, dem Verfasser von „Henkel trocken“ und Millionen von Zuschauern noch garantiert, dass eine Haftung deutscher Sparer für ausländische Banken endgültig vom Tisch sei. Dass sie jetzt, nach den Wahlen zum Bundestag, in Form eines von der Presse gelobten Kompromisses doch auf dem Tisch liegt, zeigen sowohl die wohlwollende Reaktion des Sprechers des Deutschen Bankenverbandes als auch der Protest seines Kollegen vom Deutschen Sparkassenverband.

Eine Bankenunion, die alle Banken in der Euro-Zone stabilisieren soll, macht ohne die riesigen Einlagen deutscher Sparer bei Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Volksbanken keinen Sinn. Da hat Wolfgang Schäuble Recht. Deshalb wäre es an der Zeit, dass die Vertreter der Interessen deutscher Sparer nicht nur in offenen Briefen an die Kanzlerin und in Großanzeigen gegen die „Europäische Einlagensicherung“ protestieren. Sie müssten endlich den Mut aufbringen, die Alternative aufzuzeigen.

Seite 1:

Euro-Bonds sind tot! Es lebe die Bankenunion!

Seite 2:

Drei Maßnahmen gegen das Übel

Kommentare zu " Henkel trocken: Euro-Bonds sind tot! Es lebe die Bankenunion!"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Nicht vergessen: im Mai 2014 ist Europawahl. Die zweite, und letzte Chance, das Kreuz endlich an der richtigen Stelle zu machen. Ihr Merkel-Wähler, begangene Fehler können korrigiert werden! Nutzt die Chance!

  • Keine Eurobonds !? Henkel sagt selber die Staaten müßten sich erst mehr verschulden. Wer wird diese Risikopapiere dann noch kaufen wenn sie ja dann auch in den Banken richtig bewertet werden müßen. Die Banken werden zum teil eher dazu geneigt sein dann ihre Anleihen zu verkaufen. Ja wer bleibt denn dann noch als Käufer übrig damit der Karren nicht voll an die Wand fährt !? Ja genau, nur noch die EZB ! Und dadurch haften doch letzendlich wieder alle, genau wie bei den Eurobonds. Ein Vorteil hat das ganze, wir bekommen in diesem Fall wenigstens die Zinsen obwohl wir die Risiken so oder so haben.

  • Vertuschungsmanöver der Pleite-EZB!
    -------------------------------------
    Nicht nur das Finanzministerium hat die Übersicht ver-
    loren, sondern wie sollte es auch anders sein, der
    Bankensektor mit der Anhäufung seiner faulen Papiere
    in den 'bad banks', denen genaue Zahlen nicht bekannt
    sind, aber die Gewißheit haben, das sie bankrott sind.
    Gefordert ist keine 'Bankenunion' mit ihrer Pleite-
    EZB an der Spitze, sondern die Staatsanwaltschaft,
    die in Deutschland nach HGB mit den seit 2008 be-
    triebenen Insolvenzverschleppungen im Banken-
    sektor aufräumt, die von der EZB mit ihrer Noten-
    presse vertuscht wird!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%