Henkel trocken
Unsere Politiker verachten das eigene Volk

Deutsche Politiker trauen den eigenen Bürgern nicht viel zu. Das zeigen zwei Vorschläge des Bundesfinanzminister: Schäubles Ideen zu Griechenland und Europa demonstrieren Misstrauen gegenüber dem deutschen Volk.
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Die zwei Vorschläge, die Finanzminister Schäuble in der letzten Woche über mögliche Lösungen der Eurokrise gemacht hat, zeigen nicht nur die ganze Widersprüchlichkeit und Scheinheiligkeit der Europapolitik der Bundesregierung, sie zeigen auch, dass deutsche Politiker ihren eigenen Wählerinnen und Wählern weniger zutrauen als denen in anderen Ländern.

Als erstes hat Schäuble im Kreis der Finanzminister der größten Euroländer darüber diskutiert, ob die Griechen über den Verbleib in der Eurozone abstimmen sollten. Die Kanzlerin soll dann mit einem entsprechenden Vorschlag in einem Telefonat beim Präsidenten Griechenlands abgeblitzt sein.

Als der damalige griechische Ministerpräsident Papandreou selbst im vergangenen Jahr vorgeschlagen hatte, die Griechen sollten über das Sparpaket abstimmen, erntete er einen solchen Sturm der Entrüstung, dass er zurücktrat und Neuwahlen ansetzen ließ. Vor allem die Bundesregierung zeigte sich empört, empfand sie doch diesen Plan zu Recht als eine Absetzbewegung des griechischen Regierungschefs von gerade gemachten Zusagen im Gegenzug für deutsche Kredite und Bürgschaften.

Nicht zu fassen, Schäuble will die griechischen Bürgerinnen und Bürger darüber abstimmen lassen, ob sie weitere (deutsche) Hilfen in Anspruch nehmen wollen, aber auf die Idee, die deutschen Wählerinnen und Wähler zu befragen, ob sie bereit sind, weiterhin ihr Geld - und das ihrer Kinder - in das griechische Fass ohne Boden zu versenken, kommt er nicht.

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Fragwürdiges Vorbild

Kommentare zu " Henkel trocken: Unsere Politiker verachten das eigene Volk"

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  • Ach vor 14 Jahren hatten wir alle noch die Illusion, Verträge seien dazu da, gehalten zu werden, es agb auch noch keine Deregulierung samt Verbriefung, CDS usw. usf.

    Es mutet gespenstisch an, wenn man heute z.B. folgendes Zitat im Spiegel Nr.52/1999 (!) findet:
    Jean-Claude Juncker Spiegel 52/99: "Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert", verrät der Premier des kleinen Luxemburg über die Tricks, zu denen er die Staats- und Regierungschefs der EU in der Europapolitik ermuntert. "Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."

  • Sehr geehrter Herr ClemensA., bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir jeden Beitrag editieren, in dem Beleidigungen o.Ä. veröffentlicht werden. In diesem Fall auch den Ihrigen. Sollten Ihnen in Kommentaren anstößige Beiträge auffallen, freuen wir uns über Ihre Mithilfe. Melden Sie diese als SPAM, kümmern wir uns umgehend darum. Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen
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  • "22.05.2012, 12:46 UhrAnonymer Benutzer: ClausRuediger

    An "Sterbende Demokratie" Dann folgt nur noch bla,bla,blub...“von ClausRuediger

    Stellungnahme
    Sehr geehrter User ClausRuediger. Mir ist schleierhaft was Sie aus meinem Zitat mit der Bremse "lesen wollen"!
    Ihre Interpretation auf den Rollstuhl gibt mir allerdings zu denken. Ich kann Ihnen aber versichern das es nicht das war was Sie mir in ihre künstlichen Aufregung vorwerfen!

    Dafür das Sie den Ausspruch nicht kennen kann ich nichts. Vielleicht sollten Sie nebenbei auch mal die FAZ lesen, dann würden Sie (vielleicht) den Zusammenhang begriffen haben.

    Im Übrigen, der einzige der hier offensichtlich pöbelt scheinen Sie zu sein. Ich schließe von Ihrer Ausdruckweise einfach einmal auf Ihr soziales Umfeld. Das dürfen Sie diesmal allerdings eins zu eins wörtlich nehmen bzw. genau so verstehen wie ich schrieb!

    MFG

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