Henkel trocken
Wie die Freien Wähler die Euro-Politik aufmischen

Der Unmut der Deutschen über die Euro-Rettungspolitik wächst stetig. Bisher interessieren sich dafür zwar nur die Freien Wähler. Doch was sich jetzt schon wieder zeigt: Konkurrenz belebt das Geschäft.
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Seit sich die Freien Wähler gegen den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) positionierten und sich entschlossen haben, 2013 bundesweit anzutreten, gibt es auch in Deutschland eine in einem Landesparlament (Bayern) vertretene demokratische Partei, die gegen den Euro-Rettungswahnsinn zu Felde zieht.

Alle Umfragen zeigen, dass sich eine wachsende Mehrheit der Bürger durch die Rettungspolitik bedroht fühlt. Da die im Bundestag vertretenen Parteien diese Sorgen ignorieren, müssten die Freien Wähler mit ihrem Alleinstellungsmerkmal in der Euro-Politik gute Chancen haben, die deutsche Parteienlandschaft aufzumischen. Ob sie es besser als die Piraten können, hängt davon ab, ob es ihnen gelingt, ein schlüssiges Parteiprogramm zu entwerfen und glaubwürdige Spitzenleute zu rekrutieren.

In Bayern zeigt sich schon jetzt, dass die Freien Wähler die Euro-Politik beeinflussen.

Nur eine Woche nachdem die CSU-Fraktion im Bundestag fast geschlossen für den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) stimmte, kündigte die bayerische Landesregierung eine Klage gegen bundesdeutschen Länderfinanzausgleich an. Komisch, keinem unserer in ihrer unverbrüchlichen Treue zum Euro ergebenen Journalisten ist aufgefallen, dass diese Ankündigung vom Votum der CSU für den ESM ablenken sollte. Der bayerische Anteil an den ESM-Risiken macht ein Vielfaches von dem aus, was dieses Bundesland nach Meinung seiner Politiker zu viel in den deutschen Länderfinanzausgleich einzahlt. Anstatt sich, wie ihr Bundestagsabgeordneter Gauweiler vor dem Bundesverfassungsgericht, mit dem „Drachen ESM“ anzulegen, jagen Seehofer, Söder, Dobrindt & Co. den Hasen „Länderfinanzausgleich“.

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Konkurrenz belebt das Geschäft

Kommentare zu " Henkel trocken: Wie die Freien Wähler die Euro-Politik aufmischen"

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  • Wenn schon im Parteiprogramm der "freien Wähler" unter Punkt "Europa" zu lesen ist:
    "Wir FREIEN WÄHLER sind proeuropäisch und Befürworter des europäischen Einigungsprozesses. Nur dieser garantiert uns Sicherheit und Frieden, Freiheit und Mobilität, wirtschaftlichen Wohlstand und Raum zur Selbstverwirklichung"

    weiß man doch als Deutscher, was dies bedeutet: wir akzeptieren die bestehenden Machtverhältnisse, und möchten lediglich ein paar Schräubchen hier und da nachziehen, aber notwendige Änderungen zum Selbsterhalt (wie EU-Austritt) kämen überhaupt nicht in Frage.
    Damit ist dieses Partei genauso ein Spielball der Eliten wie jede andere (andernfalls wären sie auch schon längst verboten bzw. für "radikal" erklärt). Nochdazu bedienen die Freien Wähler sich genauso der globalistischen Verdrehungstaktik, alles Leid auf die Selbstständigkeit der Völker zurückzuführen und nicht auf die Wahnsinnigen "weltbürgerlichen" Bankiers.

    Ebenso vermisse ich die Forderung, die Zentralbanken zu verstaatlichen (d.h. eine deutsche Zentralbank für Deutschland unter Herrschaft des Volkes), andernfalls kann eine Volksherrschaft gar nicht bestehen.

    Ich kann dieses verdammte Gerede von Europa nicht mehr hören!
    Europa ist nur ein Kontinent, mehr nicht!

    Es gibt weder eine europäische Sprache, ein europäisches Volk, noch eine europäische Kultur! Ein Vereintes Europa kann nie mehrsprachig funktionieren, man muss sich auf eine Sprache (englisch) einigen, um sich zu verständigen und verwalten; dies Bedeutet die Aufgabe der Eigenen, damit die Selbstzerstörung.


    Und ich sehe mich als Deutscher!

  • Sehr geehrter Herr
    danke vorweg für Ihre Stellungnahme auf meinen Beitrag. Immer schwierig, mit einem Kontrahenten eine ergiebige Diskussion zu beginnen, ohne dass das dann in gegenseitigen Ohrfeigen endet.- In einem Punkt scheinen wir uns einig zu sein: Es geht uns beiden darum, die friedliche Zusammenarbeit der europäischen Staaten zu erhalten, wenn möglich zu fördern, nur über die rechten Wege dorthin sind wir absolut unterschiedlicher Meinung.
    Ich kann Ihnen weiterhin den Vorwurf nicht ersparen, dass Sie schlichtweg keine Ahnung von dem politischen und ökonomischen Gedankengebäudes Olaf Henkels haben. Für Sie ist er das Schreckgespenst eines gewissenlosen Neoliberalen. Wenn Sie sich der Mühe unterziehen würden, seine zahlreichen Schriften zu lesen, so werden Sie bei ihm einer der scharfsichtigsten Kritiker des vulgären Neoliberalismus finden, der aus seiner langen Praxis in einem sehr großen Unternehmen dieser Welt seine Erfahrungen gesammelt hat, und daraus seine Schlüsse zieht. Er ist in erster Linie ein Mann praktischer Erfahrungen und zieht daraus seine Lehren, neben theoretischer Erkenntnisse der Ökonomie nun im hohen Alter. Dass er darüber hinaus in der Lage ist, seine Gedanken und Vorstellungen sprachlich überzeugend zum Ausdruck zu bringen, macht das Lesen seiner Schriften zu einem Vergnügen, nicht zuletzt hier, unter „Henkel trocken“.
    Aus dem letzten Absatz Ihres Beitrages entnehme ich, dass Sie die Hoffnung hegen, alles soll so bleiben wie es ist. Absolut vergeblich: PANTA RHEI.

  • „Fehlt nur noch, dass das Bundesverfassungsgericht einen Tsunami auslöst.“

    Ja Herr Henkel, hoffentlich ist der Tsunami hoch genug um die Abgeordneten in Brüssel mit samt ihren angebetetem Euro wegzuspülen. Somit wäre auch das undemokratische Schuldensystem endlich erledigt und die Wirtschaft kann in die Zukunft vernünftig und entspannt planen. Der Euro ist für die europäische Bevölkerung ein elendiger Alptraum geworden.

    Die Eurofanatiker wünschen sich die „Vereinigten Staaten von Europa“ mit dem Euro als Weltwährung. Nur wurde die Bevölkerung nicht gefragt. Der Adolf wollte auch die Weltherrschaft erobern. Wieso werden die Kulturen, die Demokratien und die Wirtschaft in den EU-Staaten nicht in Ruhe gelassen?

    Das Volk in Griechenland, Spanien, Italien, Portugal und Frankreich kann sich keine weiteren Sparmaßnahmen gefallen lassen. Die Bevölkerung wurde von den Politikern „ausgezogen“, das Volk hat nichts mehr zu verlieren. Bald droht der Kampf auf den Straßen. Wenn die Menschen nichts mehr zu Essen haben ist das Leben sinnlos geworden. So wird der Terrorismus geboren. Danach folgt die heuchlerische Frage, wieso?

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